#1288 Schweden - vom Bergwerk zum Fluss

09.11.2025. Unten am Fluss

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Hallo zusammen, 

 

guten Morgen aus Schweden. Wir stehen bei Vittangi am Fluss Tome Älv. 8:30 Uhr. Hell draußen. Minus 7 Grad. Draußen am Rand des Flusses liegt Katja. Sie hat draußen geschlafen und scheint dort noch immer zu liegen. Hoffentlich nicht erfroren über Nacht. 

 

Ich stehe auf, schalte die Heizung einen Gang höher und mache mir ne heisse Schoggi. Erledige ein paar Dinge am Rechner und als ich um 9 Uhr mal wieder raus schaue, ist der Platz wo Katja schlief verlassen. Nur ihre Biwak Sachen liegen noch dort. Sie hat die Nacht also wohl überlebt. Sehr gut. 

Wenig später sehe ich sie draußen fotografieren, ziehe mich warm an und gehe auch raus. Moin!

 

Katja hat die Nacht gut überstanden. Der Schlaf war zwar nicht so fest und tief, aber immerhin war ihr nicht Kalt. Das Equipment hat gehalten was es verspricht. 

 

Nachdem die Sonne ihre tiefen Strahlen auf Fluss und Landschaft schickt, geht der Aufklärer in die Luft. Ich muss selbst fliegen, der Hr. Co-Pilot hat ja Wochenende. So verlustiere ich mich in  der Luft. Gut Wind in der Höhe, am Boden jedoch windstill. Was so ein paar Meter doch ausmachen. 

 

Nach der Landung so langsam den KaiMAN klar machen und um 11 Uhr rum ziehen wir los. Zum nächsten Spot. Tageslicht nutzen um anzukommen. 

 

Der Motor springt klaglos an, das dauerhafte Laden der Batterie funktioniert. Gut zu wissen. Und wenn die Starterbatterie mal voll ist, dann fließt zur Erhaltung auch nur noch eine kleine Anzahl Ampere in die Batterie. Alles bestens, so können wir problemlos weiter reisen. Wenn wir wieder zu Hause sind, schauen wir uns diese Thematik noch mal genauer an und korrigieren etwaige Schwachstellen. Alles easy und kein Problem. 

 

Unser Weg führt uns vom Fluss via Bergwerk zum Fluss. Da Sonntag ist, sind wir praktisch alleine auf der Straße und rollen auf der 395 vor uns hin. Nach 40 km rechts, ich lasse Katja vorbei, hänge ihr vorher aber noch eine Kamera ans Heck. So bekommen wir ein paar Fahraufnahmen vom KaiMAN von vorne. 

 




Kurz vor dem Bergwerk geht es rechts auf Schotterweg für einige hunder tMeter und fast ohne es zu merken, fahren wir an einer offen stehenden Schranke vorbei und sind auf dem Bergwerksgelände. Bevor wir jedoch weiter in die Grube düsen, stoppt Katja. Weise Entscheidung. Glaube nämlich nicht, dass es erwünscht ist, wenn wir hier durch die Grube donnern. Auch wenn es sicher lustig wäre. 

 

Wir drehen, halten vor dem Bergwerk kurz nochmal an, der Spot jedoch nicht wirklich schön, so entscheiden wir, die Nacht hier nicht zu verbringen und fahren weiter. Da ich keinen Plan habe wohin, fährt Katja weiter vor. 

 

60 km später biegt sie links ab auf einen Stellplatz am Fluss Torne Älv. Japp, ist der gleiche Fluss wie heute morgen. Langes Ding und wir scheinen ihm zu folgen. 

 

Der Platz bietet eine Grillhütte, Sitzgelegenheiten und Feuerholz. Kosten: 15 Euro pro Fahrzeug. Kein Strom, Kein Wasser, keine V&E. Aber Holz!!!!!

 

Wir parken und aufs Gras, möglichst weit weg von der sonst nahen Straße und genießen die letzten 1,5 Stunden Tageslicht. 
Denn wenn es hier schon Holz gibt...dann...Highfire raus und kokeln. So brennt im nu ein Feuer im aufkommenden Wind. Der so blöd, dass ich den KaiMAN nochmals umparke um etwas Windschutz zu generieren. Klappt gut, doch zieht nun der Rauch etwas unkoordiniert durch die Gegend und die Funken teils ebenso. Da heisst es schnell sein. So sitzen wir draußen, selbst unsere Stühle finden den Weg an die frische Luft. Dürfen wir hier, ist ja ein offizieller Stellplatz und wir haben selbstverständlich gezahlt. 

 

Als es dunkel wird, wärmen wir uns in den Vans auf. Ich mache mir eine Suppe auf dem Feuer und koche später noch Kartoffeln, Schont etwas die Batterie, die letzten Tage wenig gefahren, aber viel Strom verbraucht. 

 

Später lege ich einige der gekochten Kartoffeln mit Butter in den Sandwichmaker und klappe das Ding zu. Eigentlich sollte man dies mit einer Waffelform machen, die hab ich allerdings nicht, muss mit der normalen Variante klar kommen. Funktioniert nicht ganz so gut, aber die Kartoffeln werden braun und leicht knusprig. Mit Ketchup und Mayo lässt sich das prima essen. Noch besser wäre es, wenn ich Käse und/oder Schinken gehabt hätte. 

 

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Nach einigen Stunden, es ist 19 oder 20 Uhr, stehen Katja und ich wieder draußen in der Kälte. Wobei die Temperatur nur noch knapp unter Null liegt, der Wind aber kalt ist und es recht ungemütlich macht. Hinzu kommt, dass am Himmel nix los ist. Kein bis kaum Grün. Dabei hätte der Abend heute eigentlich Potential gehabt für Polarlicht. Doch die ersten Stunden des Abends geht nix. 

Somit immer mal wieder rein zum aufwärmen und arbeiten. Dann wieder raus. 

Um kurz nach Mitternacht meldet Katja leichtes, grünes Glimmen. Ja...Ausdauer muss man haben. Stundenlang warten und dann....geht es um halb eins kurz los und wir werden für die Warterei belohnt. Nach wenigen Minuten ist die Show durch, danach flackert es hier und da noch etwas, doch haut das alle nicht so richtig rein. 

 

Anmerkung:

Wer sich übrigens für die Polarlicht Fotografie interessiert, weil er hier auch mal hoch fährt, dem empfehle ich Katjas Videokurs POLARLICHT. Kostet nicht die Welt, aber extrem informativ und danach wisst ihr, wie es geht. Wie man jagt, wo man schauen kann ob Polarlicht unterwegs ist und was es alles benötigt. Top gemacht, 11,5 Stunden Wissen pur für gerade mal 99 EUR. Sehr fairer Preis. (Stand 23.11.2025)

Und wenn eins klar ist: Katja weiss wovon sie spricht! Ich bin immer enorm dankbar, mit ihr unterwegs sein zu können und mich auf ihr Fachwissen verlassen zu können. Und sie ist verdammt gut!

Solche Kurse kann man auch prima verschenken oder halt für sich selbst nutzen. Schaut mal bei ihr auf der Webseite vorbei

 

Nebenbei lenkt uns auch immer wieder der Fluss ab. Mal knirscht er gewaltig, weil sich das ganze Eis, das auf ihm schwimmt, flussabwärts bewegt. Dann kommt wieder kompletter Stillstand in die Sache, als wäre irgendwo eine Blockade.

 

Um halb zwei beenden wir den heutigen Abend und die Nacht. Rein in die Vans und ab ins Bett. Ziemlich platt. Die langen Nächte mit dem vielen rumstehen bei Kälte waren anstrengend. Zudem hab ich dauern kalte Füsse. Katja arbeitet mit beheizten Sohlen für die Schuhe. Da will ich doch mal schauen, ob ich sowas hier auch auftreiben kann... Kommt auf die To Do Liste für morgen. 

 

Für heute aber ab ins Bett. Kurz checke ich noch die EcoFLow App und stelle fest, dass die Starterbatterie derzeit gar nicht von der Aufbaubatterie mit Strom versorgt wird. Den ganzen Abend schon nicht. Vermutlich seit Ankunft. Während der Fahrt stellt die Software die Ladung immer ab und bei Ankunft leider nicht wieder automatisch an.  Daran muss ich somit manuell denken! Wichtig!

 

Für heute somit mal gute Nacht und bis morgen. Montag müssen wir ein wenig Kilometer machen. Zum einen, um die Batterie zu füllen und zum anderen, weil wir noch weiter gen Norden wollen. Und das geht nur, indem wir dort hin fahren. 

 

Gute Nacht und kalte Grüsse

Kai und Flauschy (ja, die hat heute ein wenig gearbeitet)

 

 

GPS Koordinaten:

abends: 67.247821, 23.156593

 

 

Unsere heutige Route: ca. 150 km

 

 

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