Dienstag, 11.11.2025 Irgendwo in Finnland
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Hallo zusammen,
Faschingsbeginn...echt jetzt?...Singles Day...echt jetzt? Was fällt der Welt als nächstes ein?
Was bin ich froh, bin ich weit weg von dem Ganzen. Co-Pilot ist auch froh, Friedrich auch, Lena auch, Flauschy...hat frei. Ihr ist alles sowas von egal...das könnt ihr euch gar nicht
vorstellen!
Ich wache gegen 9 Uhr auf. Draußen Hochnebel/Nebel und grau. Vorbei mit gutem Wetter und freiem Himmel. Heute Nacht wird es knapp. Haben wir "ohne Wolken" für Polarlicht Show oder "mit Wolken" und hängen im Null Polarlicht rum?
Bis wir das rausfinden, muss ich erstmal aufstehen und den Tag bestreiten.
Durchs Bad, heisse Schoggi bauen, Schluck nehmen...lecker...aber was für die Fahrt aufheben!
Vor die Tür in die minus 8 oder 9 Grad. Noch immer grau. Auch von draußen nach drinnen. Wir stehen alleine, niemand hier sonst. Die Landebahn ist leicht weiss, so wie alles hier. Schnee oder Raureif`, schwer zu sagen. Aber egal.
Keinerlei Reifenspuren auf der Start oder Landebahn. Ich füge keine hinzu. Auch wenn es mich reizt. Nein. Das ist keine Straße. Wir sind hier an einem Flugfeld. Das noch in Nutzung ist. Daher keine Fahrmanöver auf der Landebahn. Das will man hier sicher nicht. Zerstört den Schotterbelag. Somit...bleibt der KaiMAN wo er ist. Die Drohne auch.
Ich. mache uns fahrfertig und fahre ab. Kein Blog tippen. Jener von gestern ist auch noch nicht gemacht. Das nervt mich, aber heute müssen wir das Tageslicht so gut es geht nutzen. Wir haben einige Stunden Fahrt vor uns. Gut so, füllt die Batterie endlich mal wieder. Wir ziehen 3 km zurück zur Hauptstraße und fahren dann auf Asphalt weiter. Immer gen Inari, unserem Zwischenziel. Unterwegs fliegt mal kurz etwas BioTioo Urin in die Prärie.
Der Co-Pilot verlangt auch wieder mal nach dem Drohnencontroller. Er will in die Luft. KaiMAN filmen während der Fahrt. Na dann...ich drück ihm den Controller in die Tatze...er schaut auffordernd...ah...stimmt....klick...so...jetzt ist er auch an. Drohne vor die Tür und auf gehts. Etliche Kilometer verfolgt uns der Aufklärer nun in der Luft. Der Himmel sogar etwas klar, hinter uns hinter Wolken irgendwo eine Sonne. Die Verhältnisse können besser sein! Aber immerhin kein Wind. Ist ja auch was.
Apropos Wind: wir haben wieder ein Timing, das glaubt ihr nicht. Die nächsten Tage, ab Donnerstag Mittag bis Samstag Nachmittag/Abend...übler Sturm oben an der Barentsee vorhergesagt. Mit Orkanböen. Und wo fahren wir hin...genau mitten rein! Als hätten wir es geplant. Als hätten wir es so gewollt. Ab Donnerstag wirds also heftig! Wie und wo wir dann sind, ist derzeit noch völlig unklar. Verstecken oder mitten rein? Hm....mal sehen. Ginge es nach Friedrich, würden wir uns sofort auf den Heimweg machen. Weit weg von Sturm und Orkan! Er hasst das Wetter. Er wird die nächsten Tage also etwas mürrisch sein.
Wir folgen einem Auf- und Ab, Links und Rechts gen Inari. Schnee ist auch hier nicht zu sehen. Dafür bis minus 11 Grad kalt. Dem KaiMAN macht all das nichts. Er fährt brav vor sich hin und macht uns Freude. Der EcoFlow Power Hub wird mit 100 A geladen. Muss sein, sonst bekommen wir die Station nicht voll.
Inari erreichen wir gegen Mittag. Volltanken und weiter. Einkaufen müssen wir nicht, sonst gibts hier auch nicht viel zu sehen. Der See nicht gefroren, wir fahren weiter auf der E75 und stoppen nochmal an einem Parkplatz mit Mülleimer. Dort wird alles recycelt was weg muss, paar Toasts werfe ich mir ein. Die Scheinwerfer werden gereinigt und BioToi braune Masse wird getauscht.
Von Katja sehe ich seit einigen Stunden den Live Standort. Die sind gerade in Inari angekommen und machen ebenfalls Pause.
Nach 45 Minuten fahre ich weiter. Biege auf die 92 ab und weiss: Das war der letzte Straßenwechsel für heute. Dieser Strecke folgen wir nun bis Norwegen.
Wobei, einmal fahre ich noch kurz ab. Nach rund der Hälfte der 100 km stoppe ich am Inari See. Hier war ich schonmal mit Katja, mit dem KaiMAN 1.0 auch, und nun mit dem KaiMAN 2.0. Hier kommt man mit dem Van bis runter an den See. Parken darf man zwar nicht, ist ein Slipanlage für Boote, aber hier ist niemand, den es stören könnte, wenn ich hier kurz stehe. Scheinwerfer auf den Inari See. Der friert schon zu. Das Eis dampft. Lena schaut ganz neugierig raus. Is ja alles neu für sie. Weit gereist ist sie in ihrem jungen Leben noch nicht. Um so mehr freuts den Co-Pilot, dass er ihr nun all die Orte zeigen kann, wo er schon war.
Nach kurzer Pause düsen wir weiter, treffen auf Rentiere entlang der Straße und bin wiedermal froh über meine geilen Strands Lampen. Im Experience Mode machen die echt übelst hell. Das braucht es hier oben aber auch. Stockdunkel. Nicht mal der Mond zeigt sich. Dafür aber ist der Himmel wieder offen. Die Wolken haben wir erstmal hinter uns gelassen. Das lässt hoffen für heute Nacht und das Polarlicht. Es soll eine Super Show kommen.
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Kurz vor der Grenze nach Norwegen noch zwei Tankstellen. Diesel 164 oder 169. Ich fahre zu 164 und sehe...out of Diesel...kein Diesel aber den besten Preis anzeigen. Watt für Pfeifen.
So fahre ich zur teureren, immer noch billiger als in Norwegen und mache voll. So müssen wir morgen nicht tanken.
Und weiter...an der Grenze ist niemand...dann fette Baustelle und kurz Stau und offroad Abschnitte. Offizielle Grenze und hallo Norwegen.
Wenige Kilometer später Blinker rechts und angekommen.
Hier stand ich schon zweimal für ne Nacht. Heute machen wir also Nr. drei voll. Was ich erst am nächsten Tag sehe: Da steht ein No Camping Schild. Klein, mit Schnee voll, bei Nacht praktisch nicht zu sehen. Aber: wir campen auch nicht. Wir parken hier nur...und jagen. Ein Parkplatzschild steht hier, somit in meiner Welt alles gut. Zudem ist nix los. Das wenige an Schnee reicht noch nicht für die Loipe die es hier im Winter gibt. Kommt somit also auch niemand her außer uns.
Als erstes nun an den Rechner. Blog und Video für heute Abend vorbereiten. Dann Buchhaltung und Rechnungen zahlen. Wird mal wieder Zeit. Die MFK Rechnung ist gekommen. Über 600 Euro für den ganzen Spass der Zulassung plus Wechselschilder für Zottl etc.
Das Handelsregister schickt auch ne Rechnung. 195 CHF für die Eintragung. Immerhin schicken sie auch noch ne Tafel Schokolade mit...die teuerste Tafel meines Lebens! Und sogleich klopfen auch Versicherer an und wollen, dass man ne Firmenversicherung welcher Art auch immer abschließt. Danke...nein.
Draußen ist es mit minus 8 Grad gut kalt. Der Himmel...naja...nicht überzeugend. Sterne zu sehen, Mond auch, aber hochnebelig verschleiert. Und diese Scheisse soll dichter werden im Lauf des Abends. Und wann die Polarlichter heute kommen mit einem riesen Einschlag in die Erdatmosphäre, ist unklar. Das kann also noch dauern.
So abreite ich weiter, Katja rollt an und parkt, ich koche mir was zu Abend und schneide das Video vom 8. November. Draußen tut sich bis Mitternacht nix. Dann geht es langsam los. Katjas Daten zeigen einen Rieseneinschlag an. Sichtbar wird das sein bis Deutschland. Ein Gong wie am 10. Mai 2024. Rot und Rosa in D.
Hier...erstmal nix. Okay...stimmt nicht...dichter werdender Hochnebel!
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Gegen Mitternacht kommt Bewegung in die Sache und uns. Ab vor die Tür. Nebel dicht. Vereinzelt Sterne. Der Mond noch sichtbar. Gegen 2 Uhr eine Mördershow....hinter Nebel...also recht Scheisse.
Aber plötzlich färbt sich der Himmel einfach mal ROT. Richtig ROT. Erkennbar mit blossem Auge.
Problem: Der Nebel: ROT: Krass! So noch nicht gesehen hier oben. Einige Minuten dauert dies an, klingt ab und verschwindet wieder. In der Folge immer mal wieder leichtes ROT am Himmel, aber nicht mehr so intensiv und der Nebel immer dichter. Es ist Mist! Minus 8 Grad, man friert sich den Arsch ab, ist müde und hat dann diesen verkackten drecks Hochnebel vor der Linse während dahinter die Post abgeht. Ja, wir hatten die letzten Abend echt Glück mit Polarlicht...dennoch nervt es tierisch. Die Mördershow und alles was man sieht ist leuchtender fucking Nebel.
Um 3 Uhr geh ich leicht frustriert und müde in den Van und liege um halb vier im Bett. Leck mich Hochnebel. Ich schlafe jetzt.
Gute Nacht und bis morgen.
Kai und der fucking Hochnebel.
PS: Sorry für die scharfen Worte...aber ich fahr doch nicht zig Stunden um dann leuchtenden Hochnebel zu filmen....das ist einfach Scheisse! Auch wenn es absehbar war bei dieser ganzen Aktion...aber es ist dennoch Mist!
GPS Koordinaten:
abends: Neiden, Norwegen
Unsere heutige Route: ca. 290 km
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