#1306 Norwegen - Alta nach Skjervöy - Überraschend groß und schön

27.11.2025 Neuland für uns!

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Hallo zusammen, 

 

moin! 9.30 Uhr. Alta. Mitten Downtown aufm Parkplatz des Shopping Centers. Etwas zu lang geschlafen, war aber auch spät gestern. Morgenrot am Himmel, schnell eine heisse Schoggi für die Fahrt und um 10 Uhr wollen wir los. 

 

Verzögert wird die Abfahrt etwas, weil Norweger in einem Tourne auf den Hof fahren und mich ansprechen, als ich draußen stehe und filme. Sie wohnen hier auf einer nahe gelegenen, nur 1,5 h entfernten Insel. Sprechen mich aufgrund meines Kennzeichens an. Denn sie waren dies Jahr auch in der Schweiz und vielen anderen Ländern. Von August bis vor zwei Wochen unterwegs in Europa. Riesen Tour und total begeistert vom Leben im Van. Kann ich gut verstehen. 

 

Nach einem netten Schwatz gehen sie shoppen, ich mache die letzten Aufnahmen und starte den Motor. 10:10 Uhr. Jetzt aber los. Wohin?

Ja, gute Frage. Weiss ich auch nicht so genau. Wir bleiben an der Küste, das steht mal fest. Fahrtrichtung Tromsö. Aber....sicher nicht schon jetzt dort ankommen. Aber wohin dann? Schauen wir mal!

 

Wir suchen die E6, finden sie und folgen ihr in südlicher Richtung. Am ersten großen Parkplatz stoppen wir und jemand muss den Müll raus bringen. 

Lena erklärt sich überraschend bereit. Was dann genau passiert...das seht ihr im Video. Der Dr. Co-Pilot muss sie danach allerdings verarzten. Warum?

Naja, es ist Wind. Der Schnee fliegt tief. Heftige Böen treiben über den Parkplatz. Eine erwischt die arme Lena und befördert sie in einen Schneehaufen. Ich renne raus um sie zu retten. Danach kümmert sich der Co-Pi um sie, ich sammel den Müll ein und entsorge ihn. Als ich zurück im Van bin, hat Lena einen Kopfverband und ein paar Pflaster im Fell. Oh je...das gibt sicher Ärger mit Mona....

 

Gang rein. Weiter! Der Sturm kommt mit. Es bläst von der Landseite wie bescheuert. Zweimal verschiebt es mir den MAN leicht nach rechts. Die Strecke glatt. Bei starkem Seitenwind immer durchaus unangenehm. Lena klammert sich an den Co-Pilot, ich glaub. sie hat nun auch, wie Friedrich, eine Windphobie. Nach dem Erlebnis von vorhin durchaus verständlich. 

 

Ich halte meine Hände gut am Lenkrad und uns auf der Strecke. Wir folgen über 100 km der E6 bis bei einbrechender Dämmerung um 12:30 Uhr ein Parkplatz erscheint. Pause. Der Wind nicht mehr vorhanden, die Luft nun ruhig seit einigen Kilometern. Mich lässt der Hunger stoppen. Schnell zwei Spiegeleier mit Brot bauen und einwerfen. Dazu 2 Stunden arbeiten. Als ich wieder aufschaue, ist es draußen grabbe Nacht. Der Schneepflug war zweimal hier und hat Steine geschleudert, sonst herrschte ziemlich Ruhe.

 




Und wohin sollen wir von hier aus nun fahren? Direkt weiter in Richtung Tromsö? Oder mal rechts abbiegen. Ich entscheide mich für rechts abbiegen. Neues Ziel: Skjervöy. Kleine Insel mit Dorf. Sieht auf Google Maps süss aus. Und ich war dort noch nie. Ne Stunde Fahrt von unserem Standort. 

 

Nach Storslett, Großstadt mit diversen Tanken, Shops und Weihnachtsbleuchtung, biegen wir also rechts ab auf die 866. Zustand: eisglatt! Wir müssen das Tempo drosseln, benötigen so länger, aber macht ja nix. Immerhin kommen wir sicher an und Verkehr ist ohnehin keiner. Wir folgen der Küste, unterqueren noch das Meer und erreichen eine schmale, einspurige Brücke auf die Insel Skjervöy. Total vereist das Teil und rumpelig zu fahren. 

Wenig später geht es bergab und die Stadt Skjervöy liegt vor uns. Wow...ziemlich große! Und belebt. Die Weihnachtsdeko hängt schon und es sieht toll aus. Richtig Weihnachtlich. 

 

Wir fahren Downtown und parken an der Hauptstraße. Das ist problemlos machbar, Platz genug überall. 

Die nächste Stunde schlendere ich durchs Dorf. Der Verkehr im Dorf für seine Grösse mit rund 2.400 Einwohnern und als Sackgasse echt ordentlich. LKWs die zur Fischfabrik donnern, PKWs die keine Ahnung wohin alle wollen. Selten so ein geschäftiges Dorf gesehen wie dieses hier. 

 

Viele Läden. Von Klamotten, Möbeln über Deko zu Kinderspielzeug und Elektrogroßeräten. Restaurants, Imbiss...es gibt einfach alles. Fühlt sich an, als wäre ich in einer Großstadt mit 15.000 Einwohnern. Dabei hat die gesamte Kommune nur 2,700 Einwohner. Verrückt. 

 

Die Wege gestreut aber dennoch immer wieder glatte stellen. Spikes hätte ich mir mal besser an meine Schuhe gemacht. Der Hafen voll belegt mit Fischerböötli, ein Fitnesscenter gibts auch. Der Extra liegt auch praktisch an der Hauptstraße. 

Die Kirche, eine der ältesten Holzkirchen der Ecke steht hier seit 17. Hundert irgendwas. Und Schnee haben sie. Jede Menge Schnee. Es sieht so richtig schön nach Winter aus. Herrlich!

 

 

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Nach meiner Dorfrunde finde ich mich wieder beim KaiMAN ein. Lena gehts wieder gut, der Co-Pilot hat sie super schnell wieder fit gepflegt. Er scheint mir magische Tatzen zu haben. Muss ich mir merken!

Motor an und ab zum Fischerhafen. Dort gibts n Parkplatz f

der leer ist. Platz für uns und unseren 680er sollte es also geben. 

Und so ist es auch, wir können normal wie ein PKW parken und passen somit längs auf einen Parkplatz drauf. Stehen also niemandem im Weg. Prima! Parken mit 680 auf dieser Tour weiterhin problemlos. 

 

Blick auf den Hafen und jetzt aber ab an die Arbeit. Schneiden. Um 18 Uhr rum werde ich von lautem Hupen aus meiner Arbeit gerissen. Hm...Geräusch kenn ich...Kamera, Tür auf, raus....und kurz darauf schiebt sich am anderen Ende des Hafens ein Hurtigruten Dampfer ins Bild. Ja, die stoppen hier auch. Doch nur kurz. 20 Minuten später verschwindet der Kahn wieder aus dem Hafen. 

 

Auf unserem Parkplatz bleibt es ruhig. Ab und an ein Fussgänger. Doch niemand nimmt Notiz von uns oder stört sich offensichtlich daran, dass wir hier parken wie ein PKW. 

 

Das Abendessen ist heute schnell gebaut. Die restlichen Kartoffeln müssen weg und durch den Fischgeruch von vorhin bekam ich Lust auf Fisch in Tomate. Eine gute Kombi. Kartoffeln schälen, kochen, in Würfel schneiden, Butter und Salz dazu und eben die Fischdose. Lecker! Ich liebe dieses schnelle Essen. 

 

Im Anschluss arbeite ich weiter, bringe noch den Müll zur nahen Mülltonne und als ich um 1 Uhr im Bett liege, höre ich plötzlich ein fremdes Geräusch. Es prasselt aufs Dach....äh...Schneefall ist das nicht. Graupel auch nicht. Das ist verdammter Regen! Und nicht wenig. Es pladdert ordentlich. Die Temperatur im Plus. Dem Winter geht es an den Kragen. So ein Mist. Ich hasse Tauwetter! Genauso wie föhniges Wetter. Braucht kein Mensch!

 

Dies wohl meine letzten Gedanken als ich in Richtung Schlummerland gleite. Gute Nacht und bis morgen. Bin gespannt wie es hier bei Tag aussieht. 

 

Viele Grüsse

Kai und Team

 

GPS Koordinaten:

abends: Hafen Skjervöy

 

Unsere heutige Route: ca. 220 km

 

 

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