#1307 Norwegen - Skjervöy nach Arnöya

27.11.2025 Weiteres Neuland fürs Team

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Hallo zusammen, 

 

schönen guten Morgen aus Skjervöy. Kennt ihr nicht? Wir auch nicht...naja, bis gestern. Jetzt kennen wir es bei Dunkelheit. Und bei Tag?

Blick raus...uff....grau aber trocken. Der Schnee auf der Straße weg. Jetzt grinst uns Eis an. Nicht so toll. Die Temperatur leicht im Plus. Tauwetter herrscht. 

 

Genächtigt gut, bis 8:30 Uhr. Irgendwann hört man halt die oben verlaufende Straße mit gut Verkehr. Aber nicht weiter schlimm. Wir haben hier dennoch gut geschlafen. Der Parkplatz um uns rum weiterhin leer. Wir standen und stehen also auch niemandem im Weg. 

 

Aufstehen, heisse Schoggi machen und aufräumen, abwaschen. Danach vor die Tür. Es ist so grau wie es aussieht. Schwarz-weiss irgendwie. Die Straßenlaternen gehen an und aus. Wissen wohl nicht so genau, ob schon Dämmerung ist oder nicht. 10:30 Uhr ist es. Eigentlich helllichter Tag. Aber hier ist halt doch so einiges anders. Ich sollte mich sputen. 

 

Klar machen für die Abfahrt. Ich schleife das Team nach vorne. Alle fit und gesund. Lena wieder munter nach dem Vorfall gestern. Zum Glück. Hier noch zum Bärenarzt zu müssen, wäre schwierig geworden. Dafür hätten wir wohl nach Finnland gemusst. 

 

Motor an und los. Straße glatt aber gut fahrbar. Besser als zu laufen. Müll ist auch schon vor die Tür geflogen, alles bestens. Und wohin?

 

Zum View Point natürlich. Den hab ich auf Google Maps gesehen. Parken beim Kickplatz und dann noch ein entspannter Spaziergang zum View Point. Vielleicht n Kilometer One Way. 

Aber erstmal hinkommen zu dem Parkplatz. Skjervöy liegt am Berg. Sobald man links abbiegt, geht es steil hoch. Die Straßen eisig und am tauen. Je nach dem wo man schaut. 

Doch wie immer, der Allrad des MAN TGE gibt sich keine Blösse. Fährt einfach hoch. Ich bezweifle, dass ich das mit Zottl und Winterreifen geschafft hätte. Zu wenig Anpressdruck auf der Vorderachse bei den Bergen und der Gewichtsverteilung. 

Hier und da nochmal links und nochmal steiler hoch, dann rechts, schlecht geräumte Zufahrt, am Kickplatz vorbei zu einer neuen Halle. Dort ein freigeräumter Platz. PKW stehen rum, wir stellen uns irgendwie dazu. 

 




Wanderschuhe an, keine Gummistiefel heute, Kamerarucksack auf den Rücken und los. Am Hang gegenüber rodeln die local Kids den Hang runter, da heisst es aufpassen, dass man nicht wie ein Kegel abgeräumt wird. 

 

Unbeschadet komme ich an dieser Gefahrenstelle vorbei

und mache mich an den Anstieg. Ein View Point liegt ja immer etwas höher. So auch dieser. Auf verschneitem Weg laufe ich bergan. Schneeschuhe wären auch hilfreich. Der Weg zwar irgendwie geplättet, dennoch sinke ich immer einige cm ein wen ich auftrete. Das nervt. 

 

Nun ja, zu spät. Ich kämpfe mich diverse kurze, giftige Steigungen hoch und erreiche mit zunehmend bessere Sicht auf den Ort den View Point. Und der Weg lohn sich hier hoch. Die Aussicht super. Auf die ganze Bucht und Insel sowie das Meer zur Linken. Geil. Und alles in Schwarz-Weiss. Nur am Horizont hat jemand einen Klecks rot hingeschmiert. Irgendwo ist die Sonne....zack....Rot weg. Danke!

 

Da es nicht heller wird, schnell die Drohne in die Luft und ne Dorfrunde fliegen. Farbe gibts keine. Auch die Drohne fliegt irgendwie seltsam. Auf einer Flugstrecke, sinkt sie leicht obwohl ich einen Steigflug vorgebe. Dabei ist, zumindest da wo ich stehe, keinerlei Wind. Hat sie da einen komischen Abwind der sie nach unten drückt gefunden? Seltsam! 

 

An anderer Stelle steigt sie problemlos an und macht, was ich vorgebe. Naja, vielleicht wird sie auch lieber vom Co-Pilot geflogen. Der hat wohl die sanfteren Tatzen als ich. 

Nach 25 Minuten und mit bald leerem Akku lande ich den Aufklärer im festen Schnee. Nie nehme ich die Drohne mit der Hand. Never! Lebensgefährlich je nach dem wo man ist und wo das nächste Krankenhaus sein könnte. Ein Windstoß, ein Fehler und man hat die Schnelldrehenden und scharfen vier Rotoren im Gesicht hängen. Das endet in einem Massaker das einen Schönheitschirurgen notwendig macht. Da denk ich mir, nein Danke, brauch ich nicht. Ich mag meine Falten. 

So lande und starte ich IMMER vom Boden oder zumindest von Gegenständen die nicht in der Nähe meines Gesichts oder meines Körpers sind. 

Somit: Finger weg von Drohnen die Fliegen! Ganz einfache Regel. 

 

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Nachdem die DJI Mavic 3 Pro wieder weggepackt ist, noch ein paar Aufnahmen mit der Canon und  zurück zum Van. Wird ja schon wieder leicht dämmrig. Und wir wollen ja noch weiter.  

 

Der Gang zurück zum Van ziemlich easy. Geht ja alles schön bergab. Im KaiMAN alles ruhig, die Bärenbande brav und am warten. 

Motor an und los...doch kommt Gegenverkehr...zurück...warten und nochmal los durch etwas losen Pappschnee. 

 

Was wir vorhin bergan mussten, müssen wir nun bergab. Mit Kurven und auf teils eisigem Untergrund. Aber die BF Goodrich Reifen machen das super. Kein Rutschen. Ich fahre langsam und behutsam, keine abrupten Manöver und schon sind wir unten auf den Hauptstraße. 

 

Dort rutscht mir an der nächsten T-Kreuzung ein Tesla von rechts vor die Schnauze. Der Fahrer hats wohl nicht so im Griff. Ich lass ihn rausziehen und folge ihm bis zum Extra. Parke an der Straße, problemlos mit dem 680 und hole schnell Milch und Sahne. 

Nächster Stop: tanken! Haben zwar noch halbvoll. Aber ganz voll ist immer besser, zudem der Sprit günstig. Voll machen. Und weiter. Friedrich nimmt es wie ein Bär. 

 

10 km Fahrt sind es bis zum Hafen um auf die Insel Arnöya zu kommen. Unserem heutigen Ziel. Waren wir noch nie, genauso wie hier auf Skjervöy. Die Straßen dorthin eisig, teils gesplittet. Über die einspurige Brücke zurück auf die Nachbarinsel und weiter zum Hafen. Der ist modern, neu und hat ne gute Größe. Keiner da. Das Schiff fuhr um 12:30 Uhr...jetzt ist es 12:40 Uhr. Ich sehe es noch sich entfernen. 13:30 Uhr ist die nächste Abfahrt. 

 

Ich schaue mich schnell draußen um. Der ganze Hafenboden vereist. Finde einen neuen Aufenthaltsraum und ein WC. In die Häfen haben sie in den letzten Jahren einiges investiert, wie mir scheint. 

 

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Zurück im KaiMAN baue ich mir schnell zwei Honigbrote und als die gegessen sind, kommt am Horizont auch schon die Fähre ins Bild. Hinter und neben mir schon weitere Fahrzeuge, wir sind also nicht alleine. 

 

Um kurz vor 13:30 Uhr legt der Kutter an, alle raus, wir drauf und Punkt 13:30 Uhr legen wir ab. Zwei Autos die um 13:31 Uhr an den Hafen fahren, haben das Nachsehen. Wir sind schon weg. 

 

Die Überfahrt verläuft reibungslos. Blick auf hohe Berge, kleinen Inseln. Verschneit von oben bis unten. Doch schon recht Dunkel, Details nicht mehr auszumachen. 

 

Unseren ersten Stopp machen wir in  Lauköya. Da wollen wir nicht hin. Miniinsel. Als wir anlegen, steht am Anlege ein fetter Morelo. Geparkt. Licht brennt. Steht wohl schon länger, erkennt man am Schnee drum herum. 

Ein PKW verlässt uns, niemand steigt zu. Wir legen sofort ab, kreuzen die schmale Meerenge und erreichen Arnöya. Eine Insel die aus Bergen besteht. Aber mindestens eine Lachszuchtfirma hat. Zu der wohl auch der LKW will, der mit uns auf der Fähre ist. 

 

Als wir anlegen, dürfen die PKW und ich als erste von Bord. Für mich hatte ich beschlossen, wir fahren heute nicht weiter. Dunkel. Wetter mit tiefhängenden Wolken. Man sieht praktisch nix. Weiterfahrt macht also keinen Sinn. Daher parke ich den KaiMAN am Hafen rückwärts auf einen Parkplatz. Null Problem mit 680 cm Länge. Als das Schiff wieder ablegt, herrscht Ruhe. Der Hafen ist unser. 

 

Da es ja noch früher Nachmittag ist, setze ich mich an den Laptop und schneide. Komme gut voran und genieße es, mal einen nachmittag "frei" zu haben und nicht zu fahren oder unterwegs zu sein. Nur entspannt in der Dinette sitzen und schneiden. Entspannung pur. 

Draußen nimmt der Wind zu, Nieselregen und Regen setzen ein, knapp über Null Grad. Wetter um im Van zu bleiben. Die Fähre kommt und geht, LKWs und PKWs kommen und gehen. Viele LKW! Jede Fähre bringt locker 3 Stück mit. 

 

Als Abendessen mache ich mir Maultaschen in Suppe. Keine Lust und Zeit auf Kochevent heute. Hab auch nicht mehr so viel. esse jetzt mal einiges der Reserven auf, sonst nehm ich die alle wieder mit nach Hause. Wir schreiben heute den 27. November. Am 22. Dezember wollen wir wieder zurück sein. Das ist nicht mehr ewig hin. 

 

Außer Arbeit läuft heute nix mehr. Außer, dass sich noch zwei LKWs zu uns gesellen die auch im Hafen nächtigen. Wir sind also nicht komplett alleine hier. 

Um 1 Uhr mache ich das Licht aus und schlafe sofort ein....morgen schauen wir uns hier die Insel an. Ich bin gespannt was uns erwartet. Hoffen wir auf ein wenig Wetterglück!

 

Gute Nacht und viele Grüsse

Kai und Team

 

 

GPS Koordinaten:

abends: Hafen Arnöya

 

Unsere heutige Route: ca. 15 km

 

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