05.12.2025
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Hallo zusammen,
schönen guten Morgen aus Norwegen, Senja, Aussichtspunkt Tungeneset. Gut geschlafen, bis 10 Uhr. Draußen schon die ersten Touris unterwegs während ich Touri mich aus dem Bett schäle, heisse Schoggi mache und mein Hirn sortiere. Gut geschlafen und keinen Plan für heute.
Doch so langsam reift in mir das ein oder andere in Bezug auf heute und auch vRückfahrt. Doch noch nicht für heute. Heute...hm...ich glaub...ich will da mal was schauen fahren.
So räume ich auf, wasche ab, geh noch kurz vor die Tür, um die Null Grad rum, Asien steht auf den Felsen und ich mache den Abflug. Folge der 862, stoppe am Steinfjord kurz, Parkplatz der als Stellplatz nutzbar ist. Preis moderat mit um die 100 NOK. Toilette vorhanden im Sommer, jetzt verschlossen. Tolle Bucht, toller Strand, Schnee bis ans Wasser. Und als mich die Asiaten einholen, bin ich fertig und fahre ab. Nochmal treffe ich sie heute nicht.
Durchn Tunnel, Küste folgen und schon steh ich bei Bergsbotn auf der Aussichtsplattform. Toll erhöht über dem Fjord. Super Polarlicht Spot. Hier hatten wir schon coole Parties am Himmel. Auch zusammen mit Katja. Alles tief verschneit, Senja super winterlich.
Weiter gehts ins Hochland, Tunnel und wieder runder. Unten wieder Meer und die 86. Links oder rechts...hm...rechts. Auf nach Gryllefjord. Auch einer meiner Lieblingsorte im Winter. Fährt nicht jeder hin, weils nicht weiter geht. Im Sommer geht von hier die Fähre auf die Versteralen. Im Winter, leider oder zum Glück, nicht. Wer hier hin fährt und dann nach Andenes möchte als nächstes, muss 380-450 km fahren. Mit der Fähre wäre es rund ne Stunde.
Wir folgen nun also der 86 bis ans Ende. Doch das Ende ist hier näher als man denkt, nämlich in jeder Kurve. Die Straße schlecht bis gar nicht gestreut mit Steinen oder Sand. Es ist schweineglatt. Zum Teil fahre ich einfach auf Eis. Ich muss das Tempo deutlich drosseln und fahre in Kurven teils nur 10 oder 20 km/h. Bloss nicht in die Leitplanke knallen.
Landschaftlich ist es aber eine schöne Strecke. Keine Baustelle mehr, Strecke nun gut ausgebaut, am Meer entlang größtenteils. Das Auge fährt mit.
Wetter ziemlich grau, viele Schwarz-Weiss Aufnahmen heute wieder. Irgendwann erreichen wir den Ort des Riesentrolls. Der ist zwar schon lange abgebrannt, doch die Location gibts noch. Heut sind dort Stell- und Campingplätze. Buchungen laufen alle online, der Platz jedoch nicht gut geräumt. Mit dem KaiMAN aber locker zu befahren.
Kurz stoppe ich und schau mich um. Stellplatz Übernachtung kostet 200 NOK, V&E gibts, aber nicht im Winter.
Da wir nicht bleiben wollen, zahlen wir nicht und ziehen weiter. Weiter auf die Straße....ups...über eine Schlecht bis garnicht geräumt Ausfahrt. Gut sind wir mit Allrad und Höherlegung ausgestattet. Mit Zottl wäre ich hier gnadenlos am Schneewall hängengeblieben. Der KaiMAN...macht ihn einfach platt! Immer wieder geil und ein Grinsen zaubert es in mein Gesicht.
Weiter gehts und nach weiteren Kurven und eisigen Passagen erreichen wir den Tunnel nach Gryllefjord, jagen durch, über die Brücke und jetzt links. Ich möchte auf den alten Pass hoch...doch...nix da. Die Zufahrt komplett zugeschoben, die Straße den Fjord hinter nicht gepflügt. Keine Chance...och menno. War zwar zu erwarten gewesen, aber man darf ja hoffen, oder?
So geht es hier nicht links sondern nur recht. Richtung Torsken und Gryllefjord. Wie ich da lang fahre, erinnere ich mich an die Strecke nach Torsken. Da war doch auch noch was...also den Berg hoch, ins Hochland und zack...vorbei geschossen...drehen.
Eigentlich hatte ich einen Parkplatz linksseitig in Erinnerung, doch der ist null gepflügt, doch rechts geht auch ein Weg weg. Geschoben. Fahrbar. Leicht bergan und weg von der Straße führend. Ich biege ab, folge ihm in eine Art Steinbruch bis vor einen riesen Schneehaufen Schluss ist. Hm...okay....zurück. Drehen....ja, der 680 ist lang und groß, aber ich bekomme ihn mit einigen malen vor und zurück gedreht.
So fahre ich die 200 m zurück. Jedoch nicht bis vor an die Straße. Sondern bis zu dem etwas größeren, freigeschobenen Platz der hier 40 m von der Straße ist. Da passen wir prima hin, stehen nicht im Weg und stehen geschützt. Super...aber was macht der Front Loader hier jetzt plötzlich? Der fährt gegenüber eine 10 m Steigung eines Wege hoch, kommt rückwärts wieder zurück und verschwindet wie er kam. Das war ja jetzt mal schräg!
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Aber egal, Motor aus, angekommen. Und weil der Hunger schon da ist, wird sogleich gekocht. Und zwar vor der Tür. X-Boil Hobo Grill vor die Tür, anzünden, Kartoffeln schälen und ab damit im Topf mit Wasser auf die Feuerstelle. Ruckzuck kocht das Wasser und 15 Minuten später sind die Kartoffeln durch.
Dose Fisch in Tomate öffnen, Butter und Kartoffeln mit Salz. Lecker! Liebe es.
Im Anschluss wird draußen aufgeräumt und drinnen gearbeitet. Wird Zeit für ein paar Schnitte mit Final Cut und später, als das Video fertig ist und hochlädt, wird noch der Blog von gestern getippt.
Doch....die DEATTI Kamera meldet irgendwann Polarlicht. Der Hochnebel weg, klarer Himmel und ich spurte raus aus dem KaiMAN und stehe nun ne ganze Weile draußen. Einige tolle Aufnahmen kommen zu Stande. Bei Vollmond kann ich mit geringerer ISO filmen, was die Qualität des Materials verbessert. Doch durch die Helligkeit sind die Polarlichter nicht so farblich intensiv. Aber...sehr aktive Lichter heute, sehr viel Bewegung. Und ich steh hier alleine und nicht mit 20 anderen. Der Spot allerdings auch nicht ideal, direkt gen Norden ein Berg. Doch hab ich Glück, einiges läuft heute im Süden, Osten und Westen.
Bis 1 Uhr nachts muss ich immer wieder raus und rein. Nebenher schneide ich und beobachte die Deatti Kamera und die Polarlicht Vorhersage.
Gegen 1 herrscht Ruhe am Himmel und ich kann zusammenpacken. Laptop aus, Starlink aus, Stativ reinholen. Bärenbande ins Bett. Durchs Bad. Letzte Worte in die Kamera und gute Nacht. Ab ins Bett. Bin hundemüde.
Hier geht es morgen weiter mit einer finalen Entscheidung und einem KaiMAN Einsatz, wie ich ihn bisher noch nicht gefahren bin....
Viele Grüsse und gute Nacht.
Kai und Team
GPS Koordinaten:
abends: zwischen Gryllefjord und Torsken
Unsere heutige Route: ca. 50 km
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