5. Januar 2026, Montag
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Hallo zusammen,
Montagmorgen...und so fühle ich mich auch. Die Nacht war Mist in der teilvermieteten Wohnung in Sattel. Sau schlecht geschlafen. Fehlt nur noch, dass um 6:30 Uhr der Wecker klingelt und ich zur Arbeit ins Büro muss. Doch das bleibt mir immerhin erspart. Ich stehe gegen 9 Uhr auf, dusche, setze mich an den Rechner und überlege, wie es heute weitergehen soll. Draußen grau, keine Sonne, so auch mein Gemüt irgendwie. Noch eine Nacht in der Wohnung? Nope! Unmöglich! Noch so eine miese Nacht überleb ich nicht. Ich muss wieder im KaiMAN schlafen. Aber wohin?
Zudem entwickelt sich so langsam der Rest der Woche. Freitag zu Mona und Niko, die sind zurück aus dem Urlaub. Van Tausch steht an. Wir ziehen für einige Wochen zurück in Zottl. Der KaiMAN bleibt erstmal für einige Nacharbeiten bei Mona und Niko, muss dann auch noch zu Timberline und MAN Österreich. Diese beiden Themen aber wohl erst nach der CMT, die ja schon am 17. Januar startet. Wir sind dort am ersten Wochenende. (Anmerkung: STYYL Bub Timo auch, man findet in in Halle 10 auf dem Stand von Camper & Go. Einige seiner coolen Produkte hat er auch dabei. )
Für Mittwoch ist nun neu der Plan, bei Timo aufzuschlagen. Es geht ihm langsam besser. So wären wir zumindest für zwei Abende dort. Dann Freitag zu Mona und Niko nach Wolfurt und am Samstag wieder zurück in die Schweiz mit Zottl. Jolanda, die Frau von Roland (Womorol.ch) hat Geburtstag und feiert etwas Rundes. Wir sind eingeladen und feiern sehr gerne mit.
Soweit also mal die Woche...aber wohin heute?
Ich suche eine Weile auf Park 4 Night und stelle fest: die Thur ist cool. Jede Menge Parkplätze die man beparken kann. Somit ist klar wo es hingeht. Vorher aber noch die ganze saubere Wäsche in den Van laden, Jacke und Skihose nicht vergessen. Ob wir vor der CMT nochmal nach Sattel kommen, ist unklar. Daher: nix hier liegen lassen.
Gegen 16 Uhr sind wir abfahrtsbereit. Düsen über Rothenthurm nach Schindellegi auf die Autobahn und dort zum Rastplatz Herlisberg zur V&E.
Was mich dort erwartet, schlägt dem Fass den Boden aus und ich werde doch etwas stinksauer im Video.
Die V&E Station ist total versaut mit Fäkalien. Irgendein gottverdammtes Arschloch hat hier seinen Fäkalientank ausgeleert. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ich tippe auf ein großes Fahrzeug mit Zerhackertoilette. Besitzer war zu blöd zum ordentlichen entsorgen und hat eine riesen Sauerei hinterlassen. Ich nenne hier keine Details, aber es liegt brauner Schnee rum, sonstiges braunes Zeug und es ist einfach nur ekelhaft. Ich entsorge nicht und hoffe, dass den Penner, der das hier angerichtet hat, der Blitz beim Scheissen trifft. Möge er tot umfallen...im geflügelten Sinne. Ich bin sauer.
Ich fahre weiter bis kurz vor Zürich, entsorge dort und stelle mich im Anschluss in den Stau durch Zürich. Das dauert n Moment, aber macht ja nix. Ich genieße tatsächlich die Fahrt durch Zürich ein wenig.
Gen Winterthur läuft es wieder und auch in Richtung Schaffhausen tortz Baustelle kein Stau. Irgendwann verlassen wir die Autobahn und fahren über 10 km noch Landstraße an die Thur. Von Schnee hier nicht mehr viel zu sehen, nur ein Hauch liegt noch, aber kalt ist es. Die Nacht soll bis minus 10 Grad gehen.
Nach Altikon erreichen wir endlich die Thur, am Parkplatz schieße ich fast noch vorbei, treffe dank starker Bremsung aber doch noch die Einfahrt. Schotterparkplatz etwas unterhalb der Straße gelegen. Ganz nett. Niemand hier ausser uns. Ist auch schon dunkel und 18 Uhr durch.
Ich hole ne Portion Grünkohl aus der EcoFlow Glacier Tiefkühlbox, die liebe ich weiterhin sehr. Arbeitet leise, unauffällig und gut. Was will man mehr. Und während das Essen auftaut, sitze ich am Rechner. Das Cockpit ist schon für die Nacht fertig. Project Camper Matten an den Scheiben. Bei minus 10 Grad macht das durchaus Sinn.
Bis 23:30 Uhr halte ich heute durch und gehe dann schlafen. Hoffentlich wird die Nacht ruhig und besser als die Letzte.
Gute Nacht und bis morgen.
Kai und Team
6. Januar 2025, Die Sache mit den Ziegen
Schönen guten Morgen,
minus 10 Grad lagen an letzte Nacht. Was ist das Resultat? Kein Frischwasser mehr. Wird echt Zeit, dass Mona und Niko zurück kommen und wir dieses und andere Themen irgendwann angehen. Ist einfach Schade, dass MegaMobil es hier beim Bau des KaiMAN verpasst hat, Warmluft an die wichtigen Stellen zu transportieren. So hatten wir es vorgesehen in unseren Anweisungen. MegaMobil konnte es jedoch aufgrund des Zeitdrucks bei der Produktion des Womos nicht mehr umsetzen. Einfach schade.
Naja, Zähneputzen und waschen geht auch so, hatte mir gestern Abend noch etwas Wasser abgefüllt. Zur Not komm ich auch an den Tank, muss heute aber nicht sein.
Draußen alles ruhige an der Thur, der ein oder andere Gassigänger, sonst nix. Das Wetter zeigt einige Lücken im Hochnebel. Ganz okay für Januar, aber mit noch minus 6 Grad echt frisch.
Ich arbeite bis 10 Uhr, gehe vor die Tür, laufe rüber zur Thur und blicke überrascht auf dünne Eisschollen die mit der leichten Strömung den Fluss hinab schleichen. Das sieht ja toll aus. Am Rand ist der Fluss bereits gefroren. Enten sitzen auf dem Eis und machen sich warme Gedanken, träumen vom warmen Wetter. Einige schwimmen im zick zack durch die treibenden Eisschollen. Ein friedliches Bild hier an der Thur, wenn man bedenkt was sonst so in der Welt gerade los ist. Das verheerende Unglück in Crans Montana, Venezuela, Ukraine, Iran, Grönland... Die Welt ist komplett verrückt geworden und ein wenig gibt mir das zu denken für unsere gemeinsame Zukunft auf diesem Planet...
Ich genieße die Aussicht und die Enten und laufen nach 15 Minuten mit eiskalten Fingern zurück zum KaiMAN. Unserer Festung hier an der Thur.
Clemens vom Autohaus Melzer schreibt: Fahr um 14:00 Uhr nicht in die Firma, komme zu uns nach Hause. Kriegst auch noch einen Teller Suppe!
Oh...lecker....da freu ich mich. 20 Minuten Fahrt von hier aus. Nicht die Welt.
Nach einer heissen Schoggi und Arbeit, mache ich mich um 13:30 Uhr auf den Weg gen Altenburg. Der KaiMAN springt dank Reverse Charge vom EcoFlow Power Hub problemlos an und wir düsen los.
25 Minuten und eine Holzbrücke mit Durchfahrtshöhe 2,90 m später, sind wir bei Melzers. Clemens und Brownie stehen vor der Tür und Clemens drückt mir ein Ei in die Hand. Gelegt von seinen eigenen Hühnern. Die sind im Winter eher faul und produzieren kaum Eier. Daher "nur" eins. Danke dafür!!! Frischer geht es nicht.
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Im Anschluss sitzen Clemens und ich ne Stunde zusammen und reden, die Suppe schmeckt super und auch Monika, Clemens Frau, gesellt sich noch dazu.
Danach gibts Bewegung. Erst zeigt mir Clemens seinen Hühner- und Ziegenstall. Mehrere lustige Hühner gackern und picken hier durch die Gegend. Zwei Hähne und zwei kleine, wuschelige Ziegen. So süss!!!! Ein kleine Farm die die Melzers hier im Garten am Hang mit Blick auf den Rhein haben. Herrlich anzuschauen!
Und dann wirds etwas skurril. Wir gehen gassi. Mit den Ziegen. Und Brownie. Wobei letzterer davon nicht begeistert ist. Er hat schlechte Erfahrung mit den teils angriffslustigen Ziegen gemacht und hält ne Menge Abstand zu den Biestern. Wurde er doch schon einige male unsanft in die Seite oder den Hintern geboxt von den beiden. Somit ist er überhaupt nicht erfreut, dass die beiden mit auf seine Gassirunde kommen. Erst will er gar nicht mit, dann hält er 30 m Abstand zu den Ziegen und trottet unmotiviert hinterher. Clemens muss ihn an die Leine nehmen. Was die Sache allerdings nicht viel besser macht.
Die Ziegen erfreuen sich ihrer Freiheit, laufen, traben, knabbern. Bleiben immer in der Nähe, fressen jede Hecke, jeden Strauch an. Knabbern sogar vertrocknetes Laub und kleine Baumtriebe. Gibt glaub nix, was vor ihnen sicher ist. Sehr lustige Tiere so lange sie friedlich sind.
Nachdem wir runter zum Rhein sind, kehren wir um und traben den Berg wieder hoch. Zurück im Freilaufgehege, treffen wir auf Hühner und Hähne. Ein Huhn wurde kürzlich vom Fuchs geholt. Eigentlich sollen die Ziegen das verhindern, doch hatten die sich im Stall selbst eingesperrt und konnten nicht eingreifen. Somit....minus ein Huhn im Jahr 2026. Die Fuchsfamilie hatte einen Festschmaus.
Bei leckerem Kaffee und Käsekuchen sitzen wir noch bis 19 Uhr zusammen. Draußen wird es dunkel, es schneit sogar kurz einige große Flocken. Um 19 Uhr brechen wir auf, mit drei Eiern, Käsekuchen und Suppe im Kühlschrank und der Melzer Tochter auf dem Beifahrersitz. Co-Pi, Frieder plus Lena sitzen etwas grummelig hinten. Neben mir Sophia die nach Schaffhausen ins Sporttraining muss. Und da ich eh gen Schaffhausen fahre, hatte Clemens, aus Unlust selbst zu fahren, die Idee: Kai, nimm sie doch mit!
Jo, mache ich natürlich gerne. So fahren wir also gemeinsam nach Schaffhausen auf den Emmersberg, wo zum einen die Sporthallen stehen und zum anderen der Munot. Eine Zirkularbefestigung und das Wahrzeichen von Schaffhausen. Bis heute hatte ich davon noch nie gehört. Clemens meinte, wenn du eh schon dort bist, schau es dir kurz an.
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Somit lasse ich also seine Tochter da oben raus, suche mir einen Parkplatz, der sogar kostenlos ist über Nacht, und laufe zum Munot, das in Sichtweite liegt. Affenkalt, keine Handschuhe dabei, die Befestigungsanlage rund gebaut mit zwei Wehrmauern die runter in die Stadt führen. Ein riesen Teil, im 16. Jhd. gebaut, kam jedoch nur einmal zum Einsatz als die Franzosen hier aus Österreich kommend vorbei kamen. Eine Erweiterung wurde am Ende des 30 jährigen Krieges zum Glück durch das Ende eben dieses Krieges und hoher Kosten nicht mehr gebaut.
Nach 30 Minuten hab ich alles gesehen von außen, öffnet erst um 9 Uhr morgen wieder, eine Besichtigung innen also nicht möglich, aber sicher interessant.
Ich steige in den KaiMAN und fahre ab. Wohin? Hm....erstmal an die Grenze und nach Deutschland. Wir müssen tanken. An der Grenze nix los, an der Avia in Bietingen auch nicht. 50 Liter...für 1,60 Eur/Liter...autsch...aber dafür schenkt man uns noch ein Croissant. Die Tanke schließt gleich und es würde sonst im Müll landen. Dankeschön!
Weiter geht es auf die Autobahn, bei Singen runter und gen Steißlingen. Parkplatz außerhalb des Dorfes im Wald. Die Straßen rutschig, das letzte Stück bergauf und zack stehen wir auf einem Schotterparkplatz mit Grillstelle, Mülleimer, Tischen und Stühlen. Schön! Und keiner hier.
Wir parken uns an den Rand. Feierabend. Suppe wird erwärmt und gegessen, der Laptop läuft, alles wie immer. Das Wasser übrigens wieder zurück. Super Sache. Die Temperatur bei minus 5.
Um 23 Uhr hab ich genug für heute erlebt. Ab ins Bett. Morgen müssen wir einkaufen und zum Bub fahren. Hoffe, der Kerl ist endlich wieder fit.
Gute Nacht und bis morgen.
Kai und Team
GPS Koordinaten:
abends: Steißlingen am Waldrand
Unsere heutige Route: ca. 120 km
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