27.02.2026
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Hallo zusammen,
schönen guten Morgen aus Arcachon. Wir sind hier gestern Abend angekommen, haben uns in ein Wohngebiet, oder soll ich sagen Villengebiet, gestellt und dort einfach mal genächtigt. Und das hat prima funktioniert. Bis 7 Uhr. Dann höre ich ein laubbläserartiges Geräusch...stecke meine Stöpsel tiefer und schlafe bis 9 Uhr weiter.
Als ich endgültig aufwache, raus schaue...och menno....keine Sonne...Hochnebel...grau...ECHT JETZT Südfrankreich!!?? Muss das wirklich sein?
Ich checke das Radarbild mit Wolken und Regen....wir haben den einzigen Streifen erwischt, in dem heute Wolken vorherrschen. Sonst...Sonne und warm. Hier nicht. Fuck! Geht der Scheiss wieder los, oder was?
Na egal...nicht ärgern...das ändert nix an der Lage. Langsam aufstehen und in die andere Richtung schauen...huch...Autos...Vans....Dachdecker...was geht denn hier ab?
Das Haus gegenüber wird renoviert. Da steppt der Bär. Na das hab ich ja mal wieder gut getroffen mit meinem Parkplatz.
Ich setze mich an den Rechner, Arbeite ne Runde, hoffe auf Wetterbesserung. Die tritt...nicht ein. Es gibt sogar ein paar Tropfen von oben. Danke dafür!
Zum Frühstück gibts 3Bears Granola. Ich liebe das Zeug wirklich. Mit Schokostreuseln drüber auch nicht zu gesund! Und ich kann es mit Milch wirklich prima essen. Das zählt momentan ne Menge!
Gegen 11 Uhr trete ich vor die Tür. Kurz vor an den Strand, 100 m zu Fuss. Die Villen stehen hier fast bis ans Wasser. Ganz schön mutig. Die Gebäude aber alle schon deutlich älteren Baujahres. Damals war hier wohl noch einiges anders. Der Strand aber breit und sauber. Bei schönem Wetter sicher...schön. Bei Hochnebel...naja....ganz nett hier.
Zurück beim KaiMAN, parat machen und Abfahrt. 5 km. Zu der Dune du Pilat. Europas größtem Sandhaufen! Liegt direkt am Atlantik und muss ein Monster Ding sein. Drohne fliegen? Nope...nicht erlaubt. Militär in der Gegend, die ganze Ecke Flugverbotszone. Schade, aber nicht zu ändern. Ich will keinen Ärger. Drohne kommt also nicht zum Einsatz.
5 km düsen wir durch altes Villenviertel gen Düne. Plötzlich sind wir da, wie schnell 5 km vergehen können. Am Parkplatz gibts n Parkticket und das Kennzeichen wird erfasst. Über Preise und Kosten gibts keine Auskunft. Sauerei! Echt! Sowas kann ich nicht leiden wenn man keine Ahnung hat, was die Parkerei kostet.
Ich parke den filigranen KaiMAN auf P3. Da gehören Camper hin. Parkverbot von 2 bis 5 Uhr nachts übrigens. Übernachten ist also nicht hier. War aber auch nicht geplant. Aber zum Übernachtungschaos von heute später mehr.
Ich packe DJI Action 6, Handy und Canon EOS R6 und laufe gen Düne. Nicht viel los. Einige Fressbuden haben offen, die lasse ich links liegen und stehe nach einem kurzen Weg durch Wald vor der Düne. Leck mich am Arsch...da hoch??? Das ist ja als stünde ich vor dem Mount Everest! Der Ansteigt geht gefühlt senkrecht hoch. Die Düne endet gut unter uns im Wald. Frisst ihn quasi auf.
Hilft nix. Hoch da! Weicher, tiefer Sand...steil bergauf...Spass ist anders...aber ich komme, im Vergleich zu anderen, problemlos hoch. Praktisch wenn man nicht viel wiegt. Muss man weniger hoch schleppen!
Oben angekommen, muss ich dann aber auch mal kurz durchschnaufen. Für Filmaufnahmen einige Meter doppelt gemacht. Das ist echt Arbeit. Und ganz oben bin ich auch noch nicht...also weiter...bis auf 110 m hoch. So weit kommt man hier auf dem Sandhügel. Am höchsten Punkt ne Horde spanischer Teens auf Klassenfahrt. Machen einen Radau, als gäbs kein Morgen mehr. Ich mache einen großen Bogen um den Haufen und stelle mich 100 m weiter weg an den Rand der Düne. Die Ausmaße schon gewaltig. 500 m Breit, 2,7 km lang, 60 Millionen Kubikmeter Sand. Zum Meer fällt sie mit 5° ab, gen Wald mit 30 bis 40°. Sandfläche: 135 Hektar.
Im Süden bildet sicher derzeit eine neue Düne. Im Norden haben sie den Sandvortrieb gestoppt mit Bepflanzungen. So wird verhindert, das Häuser überlaufen werden von der Düne. 18.000 Jahre alt ist der Haufen übrigens.
Über eine Millionen Touristen besuchen die Düne jedes Jahr. Der Sandhaufen ist komplett unbefestigt, es gibt keine angelegten Wege oder sonstiges. Man kann überall entlang latschen. Gleitschirmfliegen kann man hier übrigens auch.
Der Blick in alle Richtungen herrlich. Im Meer vorgelagert noch eine lange Sandbank, leider alles diesig und für tolle Fotos nicht geeignet. Ärgerlich...aber ist halt so. Nach 1,5 h Stunden in Winterjacke im kalten Wind reicht es mir. Ich mache mich auf den Abstieg, zahle für knapp zwei h parken 10 Euro...das hier ist eine gewaltige Goldgrube bei der Masse an Touristen, und laufe zurück zum Van. Kippe eine halbe Sanddüne aus meinen Schuhen und starte den Motor. Etwas fahren ist schon noch drin heute.
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120 km bis Capbreton möchte ich. Dort gibts n Stellplatz direkt an den Dünen. Alleine bin ich da sicher nicht, aber voll ist es sicher auch nicht. Ist ja Vorsaison.
Aber erstmal hinkommen. Ich wähle die Route ohne Autobahn und fahre nun gefühlt kreuz und quer durch die Landschaft. Nebenstraßen, Singe Track Roads und einmal muss ich sogar drehen weil die Straße für uns nicht weiter zu befahren ist. Links Sackgasse, rechts Höhenbeschränkung irgendwo mit 2 m. Verdammt.
Irgendwo. verfahren wir uns nochmal und schliesslich würge ich uns noch durch Capbreton. Alter...eng hier. Eine Frau mit ihrem Kinderwagen regt sich übel auf, weil ich ihr mit meinem Heck verdammt nahe komm. Da frag ich mich: was spielt die Tussi auch an ihrem Handy und läuft mit ihrem Kinderwagen auf der Straße wenn 1 m links von ihr ein Gehweg ist!!! Manchen Menschen ist einfach nicht zu helfen. Dumm wie ein Sack Reis! Und das ist noch ne Beleidigung für den Reis.
Schließlich erreichen wir den Parkplatz der sich als riesiger Stellplatz entpuppt und voll ist. Eine Weissware neben der anderen. Es erschlägt mich fast. Später lese ich...120 Plätze gibts hier...und das Ding ist voll. Wochenende. Ne Menge Spanier. Ich bekomme fast ne Panikattacke und will einfach nur noch weg. Drehe ne Runde über den Platz und flüchte praktisch. Nee Leute, das ist nicht meine Welt. So dicht am Nachbar....nope...da bin ich echt raus wenn ich es vermeiden kann.
Kurz nach der Flucht stoppe ich an der Straße. wohin nun? Es wird schwierig...fängt auch noch an dunkel zu werden und zu regnen. Park4Night hat nicht viel. Ich fahre einmal quer durch die City zum Office du Tourisme.
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Doch sind die Parkplätze zu eng und kurz für den KaiMAN. Ich fahre weiter, treffe an fast allen Parkplätzen auf das Schild: Parkverbot für Fahrzeug über 1,90 m! Was für ein Mist...ich suche mich doof...und finde erst ganz am Ende einen Parkplatz ohne so ein Schild. Dafür mit Zahlautomaten...doch ist der Ticketgeber ausser Betrieb. Ich fahre drauf....nehme jedoch die falsche Einfahrt. Lande nicht auf dem Parkplatz sondern in einer Sackgasse. Was ist das denn jetzt? Weiter fahren darf ich nicht, Einfahrt verboten, nur für Anwohner. Einen anderen Ausweg gibt es nicht. WTF. Mittlerweile bin ich so genervt, dass ich einfach die einspurige Zufahrt als Geisterfahrer zurück fahre. Mir wurscht. Was der Autofahrer denkt, der gerade in die Spur einbiegt als ich rausschiesse....ich wills lieber nicht wissen. Aber egal, ich wende, fahre korrekt nun auf die linke Spur und auf den Parkplatz. Parke. Fertig. Mit allem für heute.
Mittlerweile ist es nach 20 Uhr. Ich hungrig und genervt wegen der Sucherei, dem Wetter. Schnell was Essen. Wird dann sicher besser. So ist es dann auch.
Bis nach Mitternacht geht mein Arbeitstag noch weiter. Video schneiden ist angesagt. Tag 1 und zwei der Tour. Gegen 1 Uhr liege ich müde im Bett. Hoffentlich ist morgen wieder besseres Wetter. Drückt mal die Daumen. Dankeschön!
Gute Nacht und bis dann.
Kai und Team
GPS Koordinaten:
abends: Capbreton, 43.656580, -1.442435
Unsere heutige Route: ca. 160 km
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