#1358 Spanien - Morgens und abends Piste, zwischendurch Pamplona

03.03.2026

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Hallo zusammen, 

 

schönen guten Morgen hier von unserem Stausee in Spanien. Keine Besucher, keine Geräusche, keine Sonne....fasst es wohl am besten zusammen. Der Himmel hochnebelig bewölkt. Ob das heute noch aufmacht?

 

Frühstück auf dem Dach is also nicht. Dann halt im KaiMAN, unserem MegaMobil Mega Travel2, in dem sich das ganze Team weiterhin pudelwohl fühlt. 

 

Nachdem die erste Arbeit und das Frühstück mit 3Bears Granola erledigt ist, ab vor die Tür. Ein paar Videoaufnahmen und überlegen, wie ich die Abfahrt den steilen Berg rauf filmen soll. Wo Kameras hinstellen? Besser immer etwas mehr als zu wenig. Aus Erfahrung weiss ich, dass nicht immer alle Aufnahmen passen oder gut sind. Daher ist Redundanz wichtig. Schießen aus verschiedenen Winkeln. 

Am Ende hab ich einen Plan und lege los. Kamera oben am Berg, eine unten am Berg, eine an die Karosserie und am Ende noch die Drohne in die Luft. Dann mal los. Hoffentlich kommen wir auch den Berg hoch. Der Untergrund recht fest, Stein, Schotter, Gras. Alles gut trocken. Eigentlich müsste das gut gehen. 

 

Motor an, Team parat und sitzt neben mir mit großen Augen. Lena vor allem, das Offroaden ist sie noch nicht so gewöhnt. Aber das wird schon. Co-Pilot, der Fachbär, erklärt ihr ganz genau was läuft. Als sie hört, am Berg anhalten um die Kamera am Himmel umzusetzen, beruhigt sie das aber nicht unbedingt. Oh je....

 

Ich lege los, vorsticht rechts, der dicke Stein....dann weiter, links rum und es wird steil. Ziemlich steil...uff....der KaiMAN fährt stur hoch, ist gänzlich unbeeindruckt. Hat genug Power und Traktion...wow. Im steilsten Stück muss ich stoppen. Die Drohne muss von hinten nach vorne um die Auffahrt auf die "Straße" oben zu filmen. Ich stoppe....Co-Pilot stellt die Drohne am Himmel um, dann weiter. Ich trete aufs Gas, der KaiMAN fährt los. So als stünden wir auf Asphalt, in der Ebene. Schon geil was Allrad kann. Mit nem reinen Fronttriebler käme ich hier nicht hoch, geschweige denn, dass man am Berg anfahren könnte. 

Wir rollen los, durch eine steile schottrige Rechtskurve, links vorne sucht der BF Goodrich AT kurz nach Traktion, dreht etwas durch, aber alle anderen Räder haben top Grip und schieben uns hoch. Oben...geil! Wow! So macht das Spass. 

 

Weniger Spass macht: jemand muss die Kameras wieder einsammeln. Fragender Blick in die Runde. Alle tun beschäftigt. Lena zupft ihre Margeriten zurecht, Co-Pilot drückt seine Watte an die richtigen Positionen und Friedrich ist etwas bedrückt, weil wir heute wieder tanken müssen. Ooookayyyy....ich geh ja schon. Steige aus, renne den Hügel runter, renne wieder zurück und weiter. 

 




5 km Schotte rspäter erreichen wir die Hauptstraße, kurzer Stopp noch am Stausee, Badestelle. Ganz nett, nix los, kein Wunder bei dem Wetter. 

Die nächsten 45 km fahren wir an grünen Feldern vorbei und erreichen staufrei Pamplona. Kommen dort an einer super günstigen Tanke vorbei, 1, 29 EUR der Liter Diesel. Ansonsten der Preis gerne bei rund 1,40 bis 1,50 Euro (42.831263, -1.620459) . Wir machen voll. 60 Euro....Friedrich nimmts mit Fassung. Hätte teuerer sein können. 

 

Wenig später sind wir an unserem angedachten Parkplatz (42.821886, -1.648244) , in Gehdistanz zur Altstadt von Pampolona. Parken wird per App bezahlt, Telpark. Sehr intelligent ist die nicht, findet die Parkzone in der man steht nicht selbst, wie bei Easy Park, man muss sie manuell eingeben. Rund 10 stehen zur Auswahl..ich hab keine Ahnung wo ich stehe. Alles auf Spanisch! Toll.

Ich wähle ein, hoffe es stimmt, 2h 2,20 Euro. Günstig immerhin. Am Ende läuft der Timer bei 3 h los. Vermutlich gibts eine h for free. Gut zu wissen für nächstes mal. 

 

Ich packe meine Sachen, verstecke gewisse Sachen und hoffe, dass in meiner Abwesenheit nix passiert. Auch die Bärenbande kommt nach hinten. Besser das Cockpit sieht leer aus. 

 

So latsche ich los, überquere die Straße, den Fluss und wundere mich, warum dort drüben über die Straße Leute vor Türen anstehen. Seltsam. Die Straße führt doch hier links den Berg hoch... Ich checke google Maps....ja leck...das ist ne Standseilbahn die hoch in die Altstadt führt. Damit hätte ich ja jetzt als letztes gerechnet. Ich dachte, die geben da vielleicht Drogen oder sowas aus....

Ich stelle mich mit an. Fußgänger und Radfahrer warten hier. Dei Bahn kommt und wir nicht mit. Die Radfahrer mit ihren Bikes nehmen zu viel Platz in der engen Kabine ein. Eigentlich gibts hier zwei Bahnen doch eine scheint außer Betrieb. So warte ich weiter, die Bahn kommt wieder, diesmal komme ich mit und stehe 40 Höhenmeter später am Rande der Altstadt. Wo lang??

 

Keinen Plan! Links...rechts ist Abriss und Baustelle. Die nächsten knapp 2 h laufe ich durch die Stadt. Erst die engen Gassen der Altstadt und via den Platz del Castillo in die Neustadt mit breiten Straßen. Schade ist, dass fast überall noch Autos fahren dürfen. Es sind nicht viele, aber das stört einfach etwas. Sonst aber schön, sauber, 4 stöckige Häuser, kaum was los. Kaum andere Touristen. Aber auch keine Stiere, die werden hier ja einmal im Jahr durch die Gassen gejagt zusammen mit Menschen. Einzige eine Statue erinnert an dieses Ereignis. 

Vor der Stierkampfarena stoppe ich meinen Rundgang und laufe auf anderem Weg wieder zurück. Komme zur alten Stadtmauer, folge ihr und genieße einen schönen Blick in Richtung Berge und Parkplätze. Davon gibts hier nämlich viele. 

 

Am Ende steh ich wieder an der Standseilbahn, die kommt, ich rein und runter. Die Schlange unten nun bedeutend länger als vor 2 h. Alles richtig gemacht...zurück zum KaiMAN. 

 

 

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Den find eich unversehrt vor. Da bin ich doch jedes mal wieder etwas erleichtert in Städten. Egal wo das nun ist. Ist ja schließlich mein Zuhause mit vielen wichtigen Mitreisenden drin wie Co-Pilot, Friedrich, Lena, Flauschy....etc. 

 

Bevor ich nun abfahre, esse ich was. Abfahren ginge auch gar nicht, ich weiss ja gar nicht wohin?! Das muss ich noch herausfinden. 

 18 Uhr ist es, als alles geklärt ist, das Team bereit und ich den KaiMAN und seine 200 Pferdli in Bewegung setze. Runter vom Parkplatz geht trotz langem Radstand problemlos. Ich verliere immer mehr die "Angst" vor langem Randstand und bin froh, entschied ich mich FÜR das lange Fahrzeug vor 2 Jahren. Er ist schön große die "Gegner" auf der Straße machen eher Platz und ich fühl mich immer so ein ganz klein wenig wie in einer Burg, Festung, einem Panzer. Höher, länger, breiter, größer....sowas wird eher respektiert als kleine Dinge. Ist überall so, bei den Tieren, Menschen, etc....die Grüße zählt...oder so. Ach, keine Ahnung...so fühlt es sich halt für mich an. So erlebe ich es. 

 

Zudem...die Blicke wenn die Leute den KaiMAN sehen...immer wieder eine Freude. Daumen gehen hoch, gewunken wird, die Leute freuen sich, sind verblüfft, haben so einen MAN TGE wohl noch nie gesehen. Sprinter kennt man ja, die werden ja überall gebaut...aber so einen schönen MAN TGE, den bekommt man nicht alle Tage zu sehen. 

 

Wir suchen unseren Weg raus aus der Stadt, 1 h Fahrt gegen die Dämmerung. Die letzten Kilometer werden offroad sein. Das würde ich gerne noch bei Licht machen. Das Wetter.....wird schlechter...es tröpfelt. Toll!


Müll entsorge ich noch fachgerecht und nach 55 km...links...auf Schotter, über einen Bach und dann Dirt Road. Ausgewaschen, Querrillen, dämmeriges Licht. Was bin ich froh hab ich meine Killerbeleuchtung von STRANDS. Die wird angestellt....taghell vorne raus. Immer wieder geil und auf solchen Strecken wie jetzt echt wichtig. Steine, Senken, Wurzeln, Bodenbeschaffenheit ist top zu sehen. Keine Unklarheiten was das angeht. 

Teils steil geht es bergan auf häufig trockenem Lehmboden. Der KaiMAN...naja...er denkt sich wohl...warum kitzelt es mich so am Bauch. Es stehen ein paar Gräser zwischen den Fahrspuren. Ansonsten...kämpft er sich unaufgeregt den Berg hoch. Durchfährt auch die tiefsten Querrillen top, hat immer Traktion und macht seinen Job. Geil! Ohne Allrad...hier hoch...nope...würde wohl eher nicht funktionieren.

 

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Etliche Kilometer schauben wir uns hoch durch alte Weinberge oder Olivenhaine. Keine Ahnung was es mal war. Heute wächst hier nur noch Buschwerk. Drei kleie Rehe überraschen uns noch. Plötzlich hüpfen sie durch die Gegend als wir um eine Kurve biegen. Erst denke ich, das sind Kängurus so wie sie springen...aber das kann nicht sein, sagt mein Hirn dann. 

 

Bei fast Dunkelheit erreichen wir den angepeilten Platz. Direkt am Weg...aber Moment, da geht der Weg noch über eine kleine Kuppe weiter...steil hoch...drüber...aha...schöner! Ebener Platz. Aber keine Wendemöglichkeit. Den kurzen Hügel müssen wir morgen rückwärts wieder hoch. Egal...das geht. Motor aus. Angekommen. 

 

Schnell noch mit letztem Licht ein paar Aufnahmen und dann...ab an den Rechner bis Mitternacht. Schneiden, Brot mit Ei und weiter schneiden. Video von heute wird fast fertig. Blog tippen schaffe ich aber nicht mehr. bin durch für diesen Tag. Draußen alles ruhig, niemand sonst auch nur in der Nähe. Ich gehe schlafen und bin gespannt, was uns morgen bevorsteht wenn wir hier wieder runter fahren. Seid gespannt und schaut hier wieder vorbei. Ich vermute, es lohnt sich...

 

Gute Nacht und viele Grüsse

Kai und Team 

 

 

 

GPS Koordinaten:

abends: aufm Berg bei Eslava

 

Unsere heutige Route: ca. 140 km

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Schmidt, Jutta (Mittwoch, 11 März 2026 08:35)

    Hallo Kai,
    An dieser Stelle wieder einmal ein großes Dankeschön für deine immense Arbeit,die vielen Zuschauern eine entspannte Zeit ermöglicht. Bin immer wieder erstaunt, wie du das Arbeitspensum bewältigst.
    Grüße von Jutta, die schon lange mitreist.