04.03.2025
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Hallo zusammen,
schönen guten Morgen. Willkommen zurück auf unserem Bergrücken. Das Wetter heute morgen um 8 Uhr etwas zweigeteilt. Oben...recht klarer Himmel, unter uns, so 10 m, Nebel. Dichter Nebel. Das ganze Tal ist gefüllt damit. Sieht cool aus, so lange man über der Suppe steht. Was wir tun, als hätten wir geahnt, wie das heute morgen läuft.
Von klarem Himmel und Sonne kann aber auch nicht die Rede sein, es ist auch obenrum diesig. Theoretisch Luft nach oben. Aber hoffen wir erstmal, dass der Nebel nicht noch weiter hoch zieht. Dann hängen wir drin. Und im Nebel abfahren ist keine Option. Wir stehen hier am Berg, müssen über Piste weiter fahren, da braucht es gute Sicht.
Der Nebel schwappt immer mal etwas höher, doch überrollt er uns nicht. Ich arbeite erstmal ne Runde, frühstücke später auf dem Dach als die Sonne etwas auf uns runter scheint und der Nebel beginnt sich aufzulösen. Gegen 11:30 Uhr ist die Suppe weg, wir können los. Aufklärer in die Luft und rückwärts über den kleinen Hügel zurücksetzen. Was bin ich wieder froh, hab ich ne gute Rückfahrkamera mit großem Display und Spiegeln, die große genug sind um alles gut zu zeigen.
Die Abfahrt klappt problemlos, nun nun folgen wir Google Maps einige Kilometer über Piste am Berg entlang. Die Strecke Dirt Road mit Steinen oder Felsen, einige kleinere Matschpassagen. Die meisten recht gut getrocknet, aber zwei auch noch ziemlich feucht. Das gibt Farbe für den KaiMAN.
Das größte Problem: die Bäume und Büsche. Die ragen hier und da doch ziemlich in die Fahrspur. Will mir gar nicht ausdenken, wie es wäre, hier mit einem offroadfähigen TI entlangzufahren. Die sind doch ein Stück breiter/höher als ein schmaler MAN TGE. Der Radstand dabei nicht das Problem. Die Breite/Höhe macht es aus. Naja, aber zum Glück fahren wir sowas ja nicht. Der KaiMAN geht überall, durch, rum und drüber und auch das letzte Matschloch, auch wenn der Hintern kurz wegrutscht, passieren wir problemlos. Ziemlich eingesaut und mit panierten Reifen erreichen wir wieder Schotterstraße, bergab. Ich hab da noch was gesehen was ich anschauen möchte bevor wir die Bardenas Reales entern und unsicher machen.
Gesehen sah ich auf Google Maps eine alte Kirche die restauriert wurde in den letzten vielen Jahre. Sie liegt fast auf dem Weg, also kurzer Halt.
Mit einmal verfahren erreichen wir die Kirche, ich parke, ziehe Gummistiefel an zu meiner kurzen Hose und laufe los. Die Kirchenmauern top instand gesetzt, doch ein Dach fehlt dem kleinen Gebäude noch. Eine Infotafel gibts. Kirche geht auf 1050 n Ch zurück. Ging durch mehrere Hände bis die lokale Bevölkerung sie 1927 kaufte und sie dann in den 2010er Jahren renovieren liess.
Schöner Ort, die weiteren Gebäude kamen nicht in den Genuss einer Renovation und verfallen weiter vor sich hin. Niemand hier, außer uns. Ich hab also meine Ruhe beim filmen. In das Gebäude komme ich nicht, abgeschlossen. Aber mit Hilfe von Selfiestick und Kamera könnt ihr einen Blick ums Eck werfen.
Jetzt aber zurück zum KaiMAN und weiter. Die Bardenas Reales wartet, Stunde von hier. Wir waren dort zwar schon vor 2 Jahren mit dem Rhön Camp. Doch wenn wir so nah dran sind, müssen wir da auch mit dem KaiMAN hin. Co-Pi will seiner Lena die Halbwüste zeigen. Also los....
Stunde später und ohne Müll erreichen wir den Eingang der Wüste. Heute kommen wir von hinten. Also nicht dort rein, wo das Besucherzentrum ist, sondern von der anderen Seite. Bevor es losgeht, aber ne kurze Futterpause. Brot mit Fisch in Tomate. Während ich kauen, kommt ein Ranger Pickup vorbei, ein VW Bus und n Traktor. Gut was los hier am Rande der Halbwüste.
Um 16 Uhr lasse ich den Motor an und fahre los. Auf in die Wüste. Bis zur Ringstraße sind es 12 km Piste. Unproblematisch zu fahren, auch für Frontkratzer. Tolle Landschaft. Und als ich gerade die Drohne in die Luft lassen will, kommen aus dem Nichts tieffliegende Kampfflugzeuge die verdammt lange ein Oval über uns fliegen. Ich packe die Drohne erst gar nicht aus. Das wird heut nix. Die Militärbasis in der Wüste auch keine 10 km von uns weg. Dann halt mehr Bodenaufnahmen. Dauert länger und ist mit Rennerei verbunden. Aber was soll.
Fahren, stoppen, Kamera aufstellen, fahren, stoppen, Kamera holen...Fotos vom Van machen in der herrlichen Landschaft. War es vorhin fast sonnig, ist es nun bewölkt und eher grau am Himmel. Schade. Mit mehr Licht kämen hier die Farben besser raus.
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Wir erreichen die Hauptringroute und folgen ihr rechts. Mehr Verkehr nun. Camper, Autos, ein weisser Pickup überholt uns rasant.
Wenig später erreichen wir meinen Highlight Spot in der Bardenas Reales: Castildetierra
Hier verbring ich bald eine Stunde mit fotografieren und Videos. Zwischendurch immer mal den Van umparken.
Besuch kommt noch vorbei in Form eines Wüstenfuchses. Null scheu, kommt er auf 3 Meter an mich heran. Stromert um den KaiMAN, findet MAN TGE wohl cool. Naja...wir ja auch. Der KaiMAN macht seinen Job prima auf dieser Tour. Keine neuen Fehler. Alles läuft wie es soll.
Um 18 Uhr kommt ein weisser Pickup auf den Parkplatz, Ranger. Sie halten neben mir und informieren, dass der Park nun schließt. Er schließt generell 1 h vor Sonnenuntergang. Da ich ohnehin im Begriff bin, abzufahren, stellt das kein Problem für mich dar. Die Ranger sehr freundlich, einer spricht sogar etwas Englisch. Gibt noch n Daumen hoch zum KaiMAN und fragt, ob ich YouTube sei! Wie kommt er denn jetzt da drauf....später fällt mir ein...muss an meinem Pullover gelegen haben.
Wir fahren Richtung Militärbasis, treffen dort auf Asphalt und einen weiteren Wüstenfuchs und fahren raus aus dem Nationalpark zum Besucherzentrum. Dort wird Müll entsorgt und gesucht, wo wir heute Nacht schlafen können.
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Die Entscheidung dazu fällt einstimmig.Wir beweisen, dass wir auch damit klar kommen auf einem Stellplatz zu parken. Daher suche ich einen in Cabanillas raus, 40 min Fahrt von hier, kostenlos mit V&E.
Die Fährt verläuft problemlos und auf dem Stellplatz sind auch noch gute Plätze frei. Ich wähle einen wo sich niemand direkt neben uns stellen kann. Ich mag es nicht, direkte unbekannte Nachbarn zu haben. Deren elendes Gepolter im Van zu hören, das Türenknallen und das Gerede. Ist einfach nicht meins!
Rückwärts auf den Platz, Angekommen. Der Platz selbst noch recht neu, die Anlagen super sauber. Strom gibts keinen, aber V&E. Von den 15 Plätzen ist ungefähr die Hälfte belegt. Alles ruhig, kaum ein Mensch zu sehen den ganzen Abend.
Nach meiner Runde über den Platz zurück zum KaiMAN und Abendessen. Maultaschen mit Nudeln in Suppe. Nebenher wird geschnitten und gearbeitet. Und überlegt was morgen laufen könnte, ohne dabei aber auf einen grünen Zweig zu kommen. Klar ist: irgendwann morgen soll aus Osten Regen kommen. Und wenn der auftritt, sollten wir raus aus der Wüste sein.
Um Mitternacht klappe ich den Laptop zu und gehe ins Bett. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Video von heute fast fertig geschnitten. Morgen früh noch das Finetuning und hochladen via Starlink.
Gute Nacht und seid gespannt auf morgen...wird cool.
Viele Grüsse
Kai und Team
GPS Koordinaten:
abends: Stellplatz Cabanillas
Unsere heutige Route: ca. 90 km
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