08.03.2026
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Hallo zusammen,
schönen guten Morgen von unserem 2,408 m hohen Berg in Andorra. Viel höher geht es hier und heute mit dem Auto wohl nicht, vermute ich. Die Nacht war ruhig, der Morgen auch. Als ich um 9 Uhr rausschaue, ist der Himmel recht wolkenfrei und die Sonne scheint. Temperatur knapp unter null. Die MAN TGE Standheizung hat uns gut warmgehalten über Nacht. Fast etwas zu warm sogar. Nächstes mal ne Stufe kleiner stellen bei rund minus 3 Grad.
Zum Frühstück gibts 3Bears Granola mit dem letzten Liter Milch der jetzt dann bald alle ist. Notstand wird da heute wohl noch ausbrechen...oh je...
Die nächsten zwei Stunden sitze ich erstmal am Rechner und arbeite noch ne Runde. Sonntag....da kann man es ja mal etwas ruhiger angehen lassen. Das Wetter entwickelt sich leider nicht so vorteilhaft während dieser Zeit. Es zieht mehrheitlich zu. Und als ich gegen 11 Uhr vor der Tür stehe, ist von Sonne nur noch hier und da was zu sehen.
Kurzer Gang hoch auf den Schnee...soooo sieht das hier also aus. Berge, Schnee, Täler, diverse Skilifte. Praktisch direkt hinter uns führt eine blaue Piste lang.
Unsere kleine Schicht Neuschnee auf dem Dach ist weg, wir können also eigentlich los.
Aber Moment...hier ist soweit ich sehe keine Flugverbotszone. Also....CO-PI....mach was! Er macht was. Fliegt ne ordentlich Runde in dieser weissen Landschaft. Wow...
Um die Mittagszeit dann Abfahrt. Runter vom Berg. Ziel: Carcassonne, Frankreich. Tipp von Dirk. Mal sehen was das kann. Wir rollen die nächsten, ich weiss nicht wieviele Kilometer, bergab. Kommen an die Grenze zu Frankreich. Kurz anstehen....als wir zum Grenzbeamten kommen, ist der weg. Sie haben schon zwei Fahrzeuge rausgezogen die sie durchsuchen. Sind also beschäftigt. Wir kommen problemlos nach Frankreich und fahren weiter bergab...bis es über den nächsten Pass geht. Hoch, Col de Puymorens....wieder runter und noch weiter runter. Der Schnee verzieht sich, das Wetter bessert sich etwas. Die Lücken am Himmel werden etwas größer. Doch ist das nicht von langer Dauer.
Gefahren wird hier in den Bergen, als hätten die Franzosen diverse Leben. Überholen vor Kurven...klar...wird schon keiner kommen. Wie die hier alt werden können, ist mir echt ein Rätsel bei der Fahrweise!
Wir folgen lange der N20, wechseln später auf die D66 die uns wieder etwas in die Höhe bringt. Irgendwo stoppe ich nach 1,5 Fahrt um einen Schleicher vor mir ziehen zu lassen und einen Happen zu essen. Nudelsuppe. Als ich mir nach dem Essen etwas die Beine vertreten will....beginnt es zu regnen. Danke dafür.
Fahren wir halt weiter. Motor an und los. Es geht nochmal hoch über den Col de la Perche, vorbei am Stausee Lac de Matemale und später durch eine endlose Schlucht auf der D118. Hunderte Kurven, immer bergab, eng, gewunden, Felsen, die in die Fahrbahn ragen. Was eine Strecke! Was bin ich froh, fahr ich einen schlanken MAN. Es ist die Gorges de l'Aude die mich hier gefühlt stundenlang beschäftigt. Ein Wahnsinn.
Gegen Ende, nach zweihundertausendneunhundertzweiundsiebzig Kurven...oder so...noch eine einspurige Strecke durch die Schlucht mit krassen Überhängen und kaum Platz. Ein Wahnsinn. Hier passen nur Fluss und Straße durch die Schlucht. Da steht noch nicht mal irgendein Baum oder Strauch. Nix. Wow! Geil!
Was dann auch noch folgt ist die Gorges de Saint-Georges. Auch eng, gewunden und cool. Als die uns auch endlich ausspuckt, kommt ein größerer Rastplatz und ich stoppe kurz. Mal eben durchschnaufen, etwas vor die Tür. Das war ne anstrengende Fahrt. Aber geil.
Ich vernichte heimlich die letzte Milch, tunke darin die letzten Ballerina Kekse. Sind die doch auch mal Geschichte. Flauschy ist zu erschlagen um etwas mitzubekommen. Sie richtet ihren Flausch der verrutscht zu sein scheint nach all den Kurven. Ich tunke.
Nach 30 Minuten jagen wir weiter. Das Ziel Carcassonne nun so nahe, dass wir es durchziehen. Währenddessen auf SWR 3 die ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg. Die Grünen knapp vor der CDU. Spannend...ein echter Krimi wer da das Rennen macht.
Gegen 19 Uhr, Dämmerung, erreichen wir endlich Carcassonne. Uff....doch als wir in die Straße meines angedachten Parkplatzes einbiegen...ist auf diesem Parkplatz Kirmes. Das gibts doch nicht oder? EINMAL in meinem verdammten Leben komm ich hier hin, benötige einen Parkplatz...und die feiern auf genau diesem Parkplatz Kirmes. Unfassbar. Ich schimpfe mal kurz etwas los....hab dann aber sau Glück, dass entlang der Straße eine Parklücke für uns frei ist. Uff...rein da....japp...passt. Angekommen. Mitten in Carcassons. Fast direkt neben der Altstadt und Fussgängerzone.
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Ich verstecke diverse wichtige Dinge im Van, hoffe, dass sich niemand hier zu schaffen macht und laufe los. Mittlerweile fast dunkel. Ab in die Innenstadt. Dank Google Maps finde ich die und schlendere durch die Fußgängerzone und die großen oder kleinen Plätze.
Sind wir ehrlich, es haut mich nicht um. Die Innenstadt ist jetzt nicht der Burner. Die ganze Stadt ist im Karree angelegt. Einfach für die Navigation. Auch die Häuser, bis auf einige Ausnahmen, sehen ähnlich eckig aus und meist dreistöckig. Ganz nett durch zu schlendern, aber jetzt kein absolutes Must See.
Zwei Waschsalons treffe ich an, jedoch beide so gelegen, dass man nicht parken kann. Unpraktisch wenn man viel Wäsche hat.
Ich schlendere weiter, treffe auf Kirchen, Immobilienverschacherer und die Tourist Info. 20 Uhr durch...Zeit für den Rückweg.
Noch eine letzte Kirche und zack...ohne Verlaufen steh ich wieder beim KaiMAN. Das Boxauto ist abgebaut, die sind hier echt schnell. Ich auch. Motor an und los. Das Ziel ist klar. Flauschy schmeisst ne Runde Stellplatz hier in Carcassonne. Zwischen Stadt und Cité, der Altstadt auf dem Berg, liegt ein Stellplatz und Camping. Von dort kann ich morgen auch entspannt gen Cité spazieren und mir diese anschauen.
Keine 10 Minuten später biege ich auf den Stellplatz ein. Max. 8 m lang sein darf man. Zahlung läuft via Touch Display easy. Kreditkarte...zack...12 Euro irgendwas. Sehr harmlos der Preis. Dafür gibts keinen Strom, aber V&E.
Der Platz selbst ist halb voll. Bei Nacht einen ordentlichen Parkplatz suchen, ist schwierig...gelingt aber. Am Ende haben wir rechts Gebüsch, links ist frei und dann kommt der nächste Camper. Prima. Auf dem Platz ist alles ruhig, obwohl er halb voll ist.
Nach der Rennerei durch Carcassonne bin ich recht durch. Baue mir nur noch schnell ein Brot mit Schmierkäse und Geramont. Ab an den Rechner. Der Arbeitstag beginnt jetzt. Video schneiden ist angesagt. Jeden Tag ein 25 Minuten Video produzieren ist heftig. Doch dauerhaft Tage zusammenfassen, will ich nicht. Dann bleibt zu viel auf der Strecke. Daher....schneide ich noch bis halb 1 Uhr. Dann fallen mir die Augen zu und ich muss ins Bett.
Morgen wird auch nochmal intensiv. Auf in die Cité. Da wird es viel zu sehen und erzählen geben. Freu mich drauf. Hoffen wir mal auf trockenes Wetter. Von Sonne mag ich ja gar nicht träumen.
Für heute gute Nacht und bis morgen.
Viele Grüsse
Kai und Flauschy.
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