20.5.2026
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Hallo zusammen,
guten Morgen aus La Plaine sur Mer. Auf einem Stellplatz stehen wir von Camping Car Park. Von 47 Plätzen sind vier belegt. Sehr ruhig also. Aber hier gibts auch nix außer Mülleimer und Ruhe. Selbst Internet kommt keins rein.
Als ich aufwache, ist es draußen grau und trüb. Sollte es heute nicht sonnig werden? Hm....oder läuft das wie gestern. Regen, Wolken, Wind, Sonne, Sprühregen, Sonne und am Ende wieder Wolken? Hm....
Erstmal entspannt aus dem ersten Stock runter schwingen um kurz vor 9 Uhr. Porridge zubereiten. Essen. Arbeiten nebenher. Die Bärenbande pennt noch selig.
Um 10:30 Uhr gehe ich vor die Tür. Kurz mal runter ans Meer. Schon vor der Tür merke ich, was fällt da vom Himmel? Kaum die ersten 500 m gelaufen...Nieselregen...dann Regen...ALTER...was ist los hier?
Als ich am Meer bin, ist der Spuk erstmal vorbei. Wieder trocken aber alles grau. Weniger Wind als gestern immerhin.
Ich stehe an der Jade Küste, Felsküste mit nur wenig Sand hier und da zwischen den Felsen. Ich laufe ein Stück den Klippen entlang, hart am Abgrund teils. Schöner Wanderweg der hier die Küste entlang führt.
Als der Nieselregen wieder einsetzt, laufe ich zurück zum Van. 15 Minuten bin ich dafür unterwegs. Mit dem Fahrrad ginge es schneller.
Zurück am Van ist die Bärenbande wach. Und ich könnt wieder ins Bett. Irgendwie unfit heute. Van aufräumen, Müll entsorgen und dann fällt mir ein: Wie komm ich wieder vom Platz? Meine Camping Car Park Karte hab ich nicht dabei, liegt im KaiMAN. Für die APP benötige ich Internet. Das gibts hier aber nicht. Äh....oh neee.....ich muss die Starlink Antenne, die ich gerade abgebaut habe, wieder ans Auto pappen. Damit hab ich Notfall Internet in Kriechgeschwindigkeit. Kostet 4 CHF bisher dieser Starlink Pausetarif. Vorhin bekam ich ne Mail, dass dieser Tarif sich VERDOPPELT auf 8 EUR pro Monat. Mir scheint, Starlink braucht dringend Geld. Börsengang und so...Saftladen!
Also alles wieder an und aufbauen. Netz steht, wir fahren ab, vor an die Schranke. Dort komme ich noch kurz ins Gespräch mit Vertretern von Camping Car Park die hier auch gerade stehen. Da muss ich mal wieder mein bestes Französisch auspacken. Nette Dame mit der ich da ins Gespräch komme, sie gibt mir noch eine Übersichtskarte der Camping Car Park Stellplätze mit und informiert, dass sie bis Ende Jahr auch 40 Plätze in Deutschland in Betrieb haben werden.
Nach diesem Schnack verlasse ich problemlos den schönen und ruhigen Platz, baue die Starlink Antenne wieder ab vom Nasenbär und ziehe weiter. Nächster Stopp wird im Golf du Morbihan sein. Hab mir da n Parkplatz ausgesucht an einem Gezeitenüberweg zur Insel Tascon. 100 km. Mit zwei bescheuerten Traktoren vor uns, die nicht zur Seite fahren um mal Verkehr vorbei zu lassen, dauert es länger als geplant.
Und als wir schließlich den Parkplatz anfahren wollen....Verbotsschild für Camper. Alles nur auf Französisch geschrieben. Camper sollen irgendwo 2 km weit entfernt parken...äh...ja...genau...als hätte ich die Zeit und Lust jetzt 4 km zu laufen. Ich fahre weiter. Wir sind kaum größer als ein PKW mit unserem Nasenbär....somit sind wir praktisch ein PKW.
Über schlanke Straßen fahre ich weiter bis ich an den Parkplatz komme....und nicht drauf kann. Höhenbarriere. Naja...auch egal...ich stell mich an die Straße.
Wir sind hier in Frankreich, das ist praktisch wie Italien, Schilder sind....naja....Vorschläge hier und da...mal hält man sich dran...mal nicht so ganz. Heute ist der "Nicht so ganz" Tag bei mir. Es muss sich niemand gezwungen fühlen, dies auch so zu tun oder uns diesbezüglich als Vorbild zu sehen.
Alleine bin ich hier nicht, eingei Touris vor Ort. Niemand stört sich an meinem Vorgehen. Ich schnappe meine Kameras und laufe los. Steh praktisch genau am Meer jetzt. Wobei das Meer weg ist. Ebbe. Absoluter Tiefpunkt. Das haben wir ja prima hinbekommen ohne je zu checken, wann wirklich Ebbe ist.
Der Weg etwas rutschig, von der Insel kommen einige Auto runter, fahren den vielleicht 400 m langen und befestigten Weg entlang. Kreuzen ist nicht, nur Platz für einen PKW. Und es braucht eine Genehmigung um hier fahren zu dürfen. Ich laufe bis zur Hälfte der Strecke und werde dann ausgebremst. Nicht von einem Auto aber von Wasser, dass noch auf dem Weg steht. Da ich keine Gummis anhabe sondern meine defintiv nicht wasserfesten HEAD Siebenmeilenschuhe...ist hier für mich Schluss. Auf durchweichte Schuhe hab ich echt keine Lust. So drehe ich um und schlendere zurück. Wetter besser...Himmel mit blauen Lücken und Sonne.
Und wohin nun? Der Tag noch jung, einige Stunden haben wir noch. So entscheide ich, die Halbinsel Rhuys zu Ende zu fahren, bis Arzon. Sind nur 20 km von hier.
Die Strecke unspektakulär, aber irgendwann grummelt der Co-Pilot von hinten. Er will fliegen....vorhin ging es nicht, war verboten. Aber nun auf der Departement Straße, sind wir außerhalb des Naturparks. So suche ich uns einen Parkplatz und der Co-Pilot darf seinem liebsten Hobby fröhnen. Er fliegt ne ordentliche Runde. Allerdings nicht mörder hoch. Vorhin waren hier einige Flugzeuge im Tiefflug unterwegs.
Doch der Flug läuft problemlos und so wird gelandet und alles wieder weggepackt. Danach noch ein kurzes Telefonat mit Pössl zur Terminabstimmung und schon düsen wir wieder los gen Arzon. Kurz darauf sind wir dort, ich parke am letzten möglichen Parkplatz, zahle 1,5 Euro pro Stunde und laufe los. Die Sonne scheint, es ist warm und schön.
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Die Bucht liegt voll mit Booten, Restaurant, Cafe und alle genießen das schöne Wetter. Ein Ausflugsboot legt an im Hafen. Könnte mich jetzt hier auch hinsetzen und einfach nix machen. Doch das gäbe kein Filmmaterial. Auch irgendwie blöd. Somit laufe ich an allem vorbei und erklimme per Weg den Hügel um auf die Meerenge schauen zu können. In der Sonne und mit ohne Wind wird mir schon gut warm.
Nach 10 Höhenmetern bin ich den Hügel hoch und kann auf die andere Seite blicken. Sieht in echt schmaler aus als auf Google Maps. Strömung ist wenig, noch immer ziemlich Niedrigwasser, aber auflaufendes Wasser. Die Segelboote schleichen nur so dahin, wenig Wind, wenig Strömung. Einer hat es dann wohl eilig und stellt den Motor an und überholt alle.
Ich umrunde die kleine Landzunge, auf gutem Weg und oberhalb der kleinen Klippen. Und Blicke, als ich um die Kurve bin, auf Ungemach. Da kommt wieder Gewölk vom Meer.
Wenig später erblicke ich noch eine kleine Sandstrandbucht. Eine Dame marschiert gerade ins Wasser, der Strand mehr grün als weiss. Viele Algen die sich da in der Sonne sonnen. Ich setze mich etwas auf eine Bank und genieße die Wärme und Sonne...bis sie weg ist. Wolke! Das wars erstmal. Aufstehen. Zurück zum Van.
Dort angekommen kurze Pause und überlegen wohin jetzt? Ich suche auf Google Maps und finde einen schönen Strand, ohne direktes Dorf anbei. Großer Parkplatz....hm...schön. Fahren wir hin. Ist nur 15 Minuten und direkt beim Schloss Domaine de Suscinio.
Voller Vorfreude fährt das Team also zum Strand. Und wird mächtig enttäuscht. Alle. Erst fahren wir aber noch am Schloss entlang. Sieht toll aus, hat jetzt um 18:30 Uhr aber zu. Top restauriert und erhalten. Wirklich schön gemacht von außen .
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Paar hundert Meter später und einmal rechts in einer sanften Rechtskurve....Höhenbarriere.. 500 m VOR dem eigentlichen Strandparkplatz. Immerhin gibts ne Wendemöglichkeit. Ich stoppe. Überlege.
Laufen? Dauert zu lange und hier darf ich nicht parken! Nicht hin? Auch doof....hey Co-Pilot....der ist gleich Feuer und Flamme....also los. Der Aufklärer startet und übernimmt den Job von oben. Wenn uns die Franzosen nicht an ihre Strandparkplätze fahren lassen, dann greifen wir halt aus der Luft an. Die DJI Mavic 3 Pro und der Co-Pilot machen einen prima Job. Fangen auch gleich noch das Schloss aus der Luft ein. Vögel werden keine irritiert. Der Co-Pi fliegt so hoch, dass die uns gar nicht als Bedrohung wahrnehmen.
Nach 15 Minuten landet der Co-Pilot wieder. Einpacken. Weg hier. Etwas traurig bin ich aber schon, dass ich nicht persönlich vor Ort an den Strand konnte, nur weil wir einen Camper fahren, der halt höher als 2 m ist. Diese Höhenbarrieren können einem hier den Urlaub schon etwas versauen....
Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz, denn Freistehen darf man hier auch nirgendwo, fahre ich noch zwei kostenfreie Plätze an. Die sind beide nicht schlecht, aber ziemlich voll. In ne Lücke quetschen will ich mich nicht. Direkte Nachbarn haben...nee....keine Lust drauf. So fahren wir jeweils weiter und bis Vannes. Sind ja alles kurze Distanzen hier.
Auf P4N sah ich, dass es an der Uni von Vannes ne Menge Parkplätze gibt, ohne Barriere und kostenfrei und rund 20 Minuten bis zum Stadtzentrum. Tja..und als wir ankommen...stimmt das sogar. Keine Barriere, alles frei jetzt am Abend um nach 19 Uhr. Nur ein weiterer Camper. Leicht schräg das Ganze, aber so mögen wir es ja. Parken. Angekommen. Super.
Jetzt aber schnell was essen. 4 Maultaschen, 3 Eier in die Pfanne und 15 Minuten später esse ich entspannt und mache nebenher Büroarbeit und schneide. Auch meine YESIM eSIM aktiviere ich wieder. 25 Euro für 30 GB. Gültig 30 Tage. Nicht billig, aber hab da noch Guthaben! Ich muss dringend Videos hochladen. Könnte auch bei Starlink wieder einen Monat buchen, doch braucht die mehr Strom als mein Handy. Und Strom mit unseren zwei AGMs und der EcoFlow Powerstation ist knapp. Reicht für Laptop und Akkus laden, aber ich will es nicht übertreiben. Wenn wir wenig fahren, kann ich die Power Station über den Alternator Charge nicht lange genug laden und sie füllen. Dabei muss ich natürlich auch Aufpassen, dass ich die AGMs nicht aus Versehen dabei leere. Es ist ein schmaler Grad. Aber bisher läufts alles gut.
Bis 1 Uhr sitze ich noch im Wohnzimmer und schneide, tippe dann auch noch einen Teil des Blogs. Um halb zwei liege ich endlich im Bett. Draußen herrscht jetzt auch Ruhe, bis Mitternacht waren noch Jugendliche am rumreden und schreien 200 m weg von uns. Aber gut zu hören.
Für heute gute Nacht und bis morgen. Hoffen wir auf Sonne...denn der Himmel jetzt heute Abend ist sternenklar.
Gute Nacht und viele Grüsse
Kai
GPS Koordinaten:
abends: Uni Parkplatz 47.646725, -2.746156
Unsere heutige Route: ca.180 km
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Petra B. (Mittwoch, 27 Mai 2026 20:11)
Hoffentlich hast du nicht wieder Pech, dass morgens auf dem Uni-Parkplatz wieder krakelt wird . ;) Das mit dem Parken und den Höhenbeschränkungen ist ja echt krass und obernervig !