#1406 Frankreich - Bretagne, Halbinsel Quiberon

22.05.2026. Frankreich, Bretagne, Quiberon Halbinsel

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Hallo zusammen, 

 

schönen guten Morgen. Knapp vor der Halbinsel Quiberon stehen wir, hatten eine ruhige Nacht und auch die nahe Straße hat heute morgen nicht gestört. Um kurz vor neun werde ich wach. Die Sonne scheint schon länger, doch warm ist es im Camper nicht unterm Dach. Aufstehen, unten noch ein Stück kühler als oben. 

Meine irischen Nachbarn fahren kurz nach meinem Aufstehen ab. Nun sind wir hier alleine. Und jetzt?

Frühstück wird verschoben. Ich mache uns klar für die Abfahrt. Standen hier lange genug. Wollen es ja nicht übertreiben. In Google Maps suche ich mir einen Parkplatz auf Quiberon, Westküste, 10 Minuten Fahrt von hier. 

 

Auf der Hauptstraße gut Verkehr. Wo wollen die alle hin an diesem Freitag? Kurz muss ich nochmal stoppen, irgendwie spinnt Google Maps. Obwohl ich das Ziel sauber eingebe und START drücke, verschiebt Maps das Ziel dann irgendwann irgendwo hin. Navigiert mich also ans falsche Ziel. So auch jetzt. Gut merke ich es frühzeitig, korrigiere und fahr weiter. Was ein Mist. Das letzte Maps Update war wohl Scheisse. 

 

Kurz darauf kommen wir nicht am Parkplatz an den ich eingegeben habe, sondern an einem anderen. Einem besseren, denn er hat keine Höhenbarriere. Was eine echte Seltenheit ist. Liegt daran, das sie bei den PKW noch nicht montiert ist. Für den zweiten Bereich scheint keine vorgesehen, zumindest stehen keine Pfosten dafür rum. So entscheide ich: wir parken hier. Schöner neuer Parkplatz, top angelegt. Muss man ja dann auch nutzen. 

 

Rückwärts parke ich unseren kleinen 5,40 m Nasenbär von Reisemobile Melzer ein. Angekommen. Zeit für Frühstück. Porridge. Ordentliche Portion. Geht super durch den Hals. Nebenher arbeiten und gegen später packe ich meinen Kamerarucksack und laufe los gen Küste. 500 m bis zum Wasser...wow....kleine Buchten, ordentlich Wellen, kaum Wind, super sonnig und warm. Traumkombination! Sehr geil. Und auch gut was los im Wasser und an Land. Alleine ist man hier nie. Auch auf dem Parkplatz standen schon etliche Camper. 

 

Ich laufe noch raus auf die Klippen zu einem verfallenen Haus. Die Wege vorgegeben und eingezäunt, so dass keiner durch die Dünen latschen kann. Macht Sinn. Von den Klippen am Haus gibts einen schönen Blick die Küste hoch und runter. Der Wind macht es angenehm und der Aufklärer geht in die Luft. Mit der Höhe darf ich es jedoch nicht übertreiben. Kleiner Flughafen ist 15 km entfernt. Daher ein moderater Flug. 

 

Nach der Landung noch ein wenig die Landschaft genießen, die Küste rau und felsig mit kleinen Sandstränden. Baden aus Sicherheitsgründen aber verboten. Strömung und so....Surfen darf man aber wohl. Sind einige im Wasser. 

 




Jetzt aber auf den Rückweg machen, wir haben noch ein paar andere Spots für heute auf der Liste. 

Zurück am Van, kurze Arbeitspause, aufräumen und Abfahrt. Die ersten Kilometer ohne Luftunterstützung, dann wird der Co-Pi ungeduldig. Klippen, Meer, Wellen, Nasenbär....da muss der Aufklärer in die Luft. Somit...kurzer Stopp...hoch mit ihm und weiter fahren. Adrenalin pur für den Co-Pilot. Mit raushängender Wattezunge kämpft er mit meiner Fahrt, der Drohne, dem Wind und den unterschiedlichen Perspektiven die für den Videoschnitt benötigt werden. Ein wahrer Meister seines Faches der große, Weisse! Der ganze Flug findet im Tiefflug statt, vielleicht 40 m über dem Boden. Das ist praktisch kein Flug, sondern nur ein etwas höher halten der Drohne. 

 

Ich darf die Drohne dann wieder reinholen, kurz vor einem Parkplatz, der auch keine Höhenbeschränkung hat...bzw. er hat ein, aber daneben ist freie Durchfahrt weil ein Querbalken fehlt. Sicher geklaut...hm...

Co-Pilot? Hast du damit was zu tun? Erklärt das evtl., warum wir einen 3,5 m Balken im Keller rumtransportieren? Co-Pilot schweigt...noch zu geschafft vom Flug!

 

Ich fahre rein, kurze Pause. Wieder raus auf die Klippen und Meer, Wind, Wetter und Aussicht genießen. Geil hier! Was für eine Kulisse. 

 

Nachdem wir von dem Flug und Beinevertreten erholt sind, geht es am Boden im Nasenbär weiter. Nach Quiberon. Einmal durch, was teils etwas eng ist und am anderen Ende raus auf die Landzunge. Dort gibts Parkplätze mit Höhenbeschränkung. Und da wo keine ist, ist parken für Womos verboten. Allerdings....steht genau dort schon ein französisches Womo. Kurz darauf zwei...mit uns. So langsam ignoriere ich gewisse Schilder in Frankreich. Die Franzosen scheinen das genauso zu handhaben. Da haben Franzosen und Italiener was gemeinsam: Schilder sind das Eine, das danach richten was völlig anderes. 

 

Kurz darauf laufe ich los gen Spitze von Quiberon. 15 Minuten laufe ich knapp bis es nicht weiter geht. Nicht wirklich spektakulär, wer nicht gerne läuft kann sich den Weg auch sparen und einfach das Video schauen. Doch wenn man da ist, ist es durchaus schön und ruhig. Tolle Sicht, kleiner Leuchtturm in der Ferne. Ich setze mich 30 Minuten hin und lasse einfach mal den Blick übers Meer schweifen. Versuche mein Hirn auszustellen und...naja..funktioniert nicht...ich greife dann doch irgendwann zum Handy und beantworte YouTube Kommentare. Macht ja sonst keiner. 

 

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Nach 30 Minuten, es ist bereits 18:30 Uhr, laufe ich wieder zurück, diesmal durch lauschigen Wald und bin wenig später kurz vor dem KaiMAN als mich jemand anspricht.

 

Hallo Kai....oh....ich glaub da hat mich jemand erkannt. Dirk, seit einigen Wochen selbsz schon hier unten unterwegs auf Urlaub mit seiner Frau. Stehen hier auf dem Camping Municipal. Wir unterhalten uns einige Minuten, dann ziehen wir unserer Wege...nicht wissend, dass sich unsere Weg nachher nochmal kreuzen sollen. 

 

Ich bin ziemlich platt, trinke was im Van, bemerke dass Schokipulver auch mit kalter Milch eine wahre Gaumenfreude ist und lasse gegen 19 Uhr den Motor an. Zurück an die Küste. Vielleicht ja heute Glück mit dem Sonnenuntergang. Vorhin sah ich einen Parkplatz an der Küstenstraße, ohne Höhenbarriere. Da will ich hin. 

 

Zufällig führt mich der Weg an einer Tanke vorbei, 2,09 Euro der Diesel. Autsch. Und wir brauchen viel. Am Ende 140 Euro gezahlt. Das wird Friedrich ziemlich aus der Bahn werfen. 

 

Und als ich gerade los will...erscheint Dirk nochmals mit seinem Fahrrad. Huch...er war gerade hier gegenüber beim Lidl und sah mich nun nochmal hier. Wir quatschen nochmals 15 Minuten. Dann muss ich die Zapfsäule freigeben und er zurück zum Campingplatz. Hat mich sehr gefreut, dich hier getroffen zu haben, Dirk! Schönen Urlaub noch und gute Fahrt weiterhin. 

 

Motor an und los...wieder verarscht mich Maps...ich merke es erst spät...korrigiere...fahre dann richtig und bin 5 Minuten später am Parkplatz. Sogar was frei und unser 540er passt perfekt drauf. Diese Fahrzeuglänge ist echt genial. 

 

Kurzer Check der Location. Wo kann ich nachher hin für den Sonnenuntergang. Links geht der Weg zu einer Bucht mit kleinem Sandstrand. Die Flut drückt langsam rein. Tolle Wellen rollen an. 

Der Weg nach rechts ist jener, den ich nachher für den Sonnenuntergang wählen werde. Gute Sicht gen Westen. Nachdem dies nun klar ist, zurück zum Van. Kochen. 

 

 

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Entweder esse ich heute das Gleich wie gestern und vorgestern, oder ich hau mir drei Bratwürste in die Pfanne,  Ketchup drüber und Curry. Jo, letzteres klingt nach einem Plan. In der Essecke empfängt mich ein Friedrich in desolatem Zustand und eine Flauschy die böse schaut. Ja, tut mir ja leid...aber was soll ich denn machen??? Ich musste tanken!

Flauschy streicht Frieder etwas über den Pelz und versucht ihn wieder aufzubauen. Das wird sie wohl nun ein paar Stunden beschäftigen. Oh je....

 

Ich kümmere mich um die Würste, arbeite nebenher, so dass Friedrich sieht, dass ich mich bemühe, dass hier auch wieder Geld in die Kasse kommt. 20 Minuten später hab ich einen Berg Würstli vor mir, mit zu wenig Ketchup, die Tube ist leer. Müssen wir kaufen. Wie so vieles andere auch. Ich denke, morgen müssen wir irgendwo stoppen. Neben all dem läuft der Laptop und ich arbeite vor mich hin. 

 

Um 21:30 Uhr trete ich wieder vor die Tür. Zeit für den Sonnenuntergang um 21:50 Uhr. Eigentlich genug Zeit. Doch....am Horizon ein breiter Streifen Dunst, Wolken oder whatever. Die Sonne kratz gerade daran und beginnt dort zu verschwinden. In Windeseile starte ich die Kamera auf und filme mit nicht perfekten Einstellungen den Sonnenuntergang. Was ein Mist mal wieder....

 

Ruckzuck ist die Sonne weg und ich steh etwas enttäuscht mitten aufm Weg und laufe zurück zum Van, mit kurzem Abstecher zur linken Bucht. Deutlich gefüllter mit Wasser und brausenden Wellen. Toller Anblick. Entschädigt etwas. 

 

Im Nasenbär...Rechner an und arbeiten. Plan für morgen steht grob. Dirk meinte, Concarneau wäre noch sehenswert. Hatte ich auch noch auf meiner Liste...und ich vertraue mal seinem Vorschlag und setze ihn morgen um...naja...es kommt anders...aber egal. Mittelalterliche Stadt, klingt gut nach so viel Strand und Wellen. Sonst wird es euch hier womöglich noch langweilige....oder so....

 

Irgendwann nach. Mitternacht beschließe ich diesen Arbeits- und Reisetag und lege mich ins Bett. Ja, wir nächtigen heute hier. Machen die Franzosen auch....wir passen und nur an und versuchen, nicht aus der Reihe zu tanzen.

 

Gute Nacht und bis morgen. 

Viele Grüsse


Kai und Team

 

 

 

GPS Koordinaten:

abends: Quiberon, auf einem Parkplatz wo man eigentlich nur max. 6 h parken darf. 

 

Unsere heutige Route: ca. 40 km

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lilly (Freitag, 29 Mai 2026 19:29)

    Hallo Kai,
    ich schaue gerade die fünfte lange Werbung und du bist immer noch/erst am frühstücken.
    Ich hoffe es klingelt ordentlich in der Kasse für die Steuer oder Rente...je nachdem wie man es sieht.
    Liebe Grüße �