#1411 Frankreich - Einmal quer durch mit Stopp

28. Mai 2026

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Hallo zusammen, 

 

guten Morgen aus Chateau9 sur Loire. Gestern hier bei Nacht geladndet. Gut geschlafen. 9 Uhr wieder auf den Beinen. Aber nicht warm im Van. Was ist los?

Blick raus: Schatten! Der ganze Stellplatz. Überall Schatten. Ist es bewölkt...äh...nee...aber belaubt. Überall hohe Bäume die einen wunderbaren Schatten auf den ganzen Platz werfen. Ist ja ein Traum der Spot bei Sonne. Bei Regen wohl eher nicht. Aber egal...wir haben ja Sonne. 

 

Daher also auch schön kühl im Van. Aufstehen, Bad, arbeiten, Frühstück....letzte Milch....ups...wir sitzen auf dem Trocknen. Ein Raunen geht durch die Bärschaft...oh, oh....aber noch bleiben alle ruhig. 

 

Der Kampf ums Porridge dann aber groß, jeder will seinen Teil abhaben, könnte ja das Letzte mit echter Milch sein. Wer weiss, vielleicht finden wir heute ja nur H-Milch...

 

Gegen 11 Uhr mache ich mich auf den Weg. Die brummelige Bande kommt natürlich mit. Aber nur unter Protest. Wir haben erstmal 150 km vor der Brust. Über Land. Aber so richtig. Erst noch an der Loire entlang, dann ins Hügelland. Felder, Felder, Dörfer, Felder, Felder...Windrädli. Mei o mei....

 

Nach einer ewigen Gurkerei kommen wir eindlich in Sanit-Pere an. Dem Ziel, das wir von Clemens erhielten und wo wir was besorgen sollen. Mini Dorf, mit schön geschmückter Kirche. Am Dorfeinede eine enge Einfahrt....ich fahre dran vorbei und parke 200 m weiter beim Friedrhof. Schauen wir erstmal zu Fuss. Die Toten wirds nicht stören wenn wir hier kurz stehen. 

 

Worum gehts hier? Na um was wohl? WEIN. Ich soll da wieder was mitbringen von der Domaine DUPONT Yves et Delphine. Da bin ich jetzt. Kein herrschaftliches Chateau, nur alte Gebäude und ein Schild, dass anzeigt, dass ich wohl richtig bin. Doch niemand da. Tür zu. EIne Telefonnummer kann man anrufen. Sonst....nix. Hm...

 

Gerade als ich unschlüssig rumstehe, öffnet sich die Tür eines Nachbargebäudes, ein Mann erscheint, Um die 40 vielleicht und spricht mich auf Französisch an. Ich versteh kein Wort. Sage stattdessen, dass ich mich für Wein interessiere und etwas kaufen möchte. 

 

So treten wir ein in ein kleines Gebäude mit Verkaufscharme. Einige Falschen stehen rum, Paletten mit Weinkartons. EIn Tresen mit Flaschen. Kein Schnickschnack, eher so gemacht als fehlte die Zeit, es zu vollenden so richtig. Der Mann, ein Ukrainer der seit 4 Jahren hier arbeitet, spricht Französisch und etwas Englisch. Die Verstädigung klappt ganz ordentlich. Ich darf 4 Weissweine probieren, denn darum geht es.

Jenen, den Clemens wollte, gibts aber gar nicht. Da hat er wohl was falsch in Erinnerung. Die Weine eher auf der trockenen Seite, was ich mag. Doch einer hat ne deutlich fruchtigere Note....japp...den nehme ich. 12 Euro die Flasche. 3 Kartons. Zwei für Clemens, einen für mich. Teurer Spass, Friedrich wird kotzen! Aber der Wein lecker. Würd mich jetzt am liebsten hier in den Schatten setzen, ein Fläschlein kalten Wein trinken und dann einen ausgiebigen Mittagsschlaf in der Hängematte machen....träumen darf man ja, oder?

 




Ich zahle, gehe den Van holen, fahre in die enge Einfahrt und halte auf halber Strecke. Da an den engen Wänden vorbei...muss nicht sein. Die 3 Kisten Wein kriegen wir auch so rein. 

EInen Blick darf fch noch ins lokale Lager werfen, die Weinfässer lagern jedoch hier nicht. 

So verabschiede ich mich und steige in den warmen Nasenbär und fahre weiter. Doch ist nach 3 km schon wieder Schluss. Wir erreichen Vézlay. 

 

Parken am Ortsrand. Das Dorf liegt auf einem Hügel, an der höchsten stelle eine Basilika. Clemens meinte, wenn du schon beim Wein bist, dann schau dir das auch noch an. Also gut...kostet mich 4,20 Euro fürs parken für 1,5 h...autsch...für am Arsch der Welt aufm Land echt heftig. Aber...der Ort weltbekannt bei Pilgern. Ein Pilgerort nämlich. Hier liegen Reliquien von Maria Magdalena. 

 

So laufe ich in der Mittagshitze also los. Bis zum Anfang der Shopping Meile die hoch zur Kirche führt. Kunstgalerien, Eis, altes Zeug...unterscheidet sich durchaus von den Shops in Concarneau. Weniger Ramsch, mehr hochpreisiges. Pilger scheinen Kohle zu haben. 

Ich bin kein Pilger, hab also demnach auch keine Kohle für sowas. Laufe an den Shops vorbei, quäle mich in der prallen Sonne den Berg hoch. Zum Glück nur moderat Steil. Und hier und da ergattere ich etwas Schatten. Temperatur heute wieder über 30 Grad. 

 

Nach rund 600 m moderat bergauf, stehe ich an einem großen Platz und vor mir ragt eine top renovierte Kirche empor. Wow...sieht architektonisch gut aus. Gefällt mir. Ich wandere einmal drum herum, links ist ein Teil angerüstet, die Erhaltungsarbeiten laufen also noch. Auf der anderen Seite gibts einen schönen Blick ins Tal, aber irgendwie fehlt der Atlantik. Der war aber wohl mal hier, denn der Weinukrainer erzählte mir vorhin, dass sie hier viele versteinerte Meerestiere finden. 

 

Nach dem Rundgang, erst im Schatten, dann in der Sonne...wage ich mich ins Gebäude durch einen Nebeneingang. Die Haupttore, groß und gewaltig, sind verschlossen. Innen....herrlich...kühl....15 Grad weniger als draußen. Hohe gewölbte Decken, schöne Verzierung...wow. Toll anzuschauen. Dann geht es durch eine weitere Tür und wir kommen vom Eingangsbereich ins Hauptportal der Kirche. Hui....auch hier....sehr schön...nicht prunkvoll, sondern bodenständig. Kein Protz und Reichtum sondern schlichte Schönheit. Cool...der Aufstieg hat sich tatsächlich gelohnt. Danke für den TIpp Clemens. 

 

 

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Filmen ist kein Problem, und in die Kammer unter dem Alter mit den Reliquien von MM komme ich auch. Da wird es schon fast ein wenig unheimlich. Spärlich beleuchtet, noch kühler, die Decke getragen von Säulen, die Reliquien....uh....etwas schaurig. Und ich bin hier unten komplett alleine. Es ist kaum was los an Touris. Sehr angenehm. 

 

Nach einigen Aufnahmen geh ich die enge Treppe wieder hoch und steh wieder in der großen Kirche. Umrunde den Alter und sehe noch die Treppe die nach oben führt zu einer TÜr...die ist offen...hm....ich laufe die Treppe hoch, durch die Tür und ne enge weitere Treppe hoch. Ich glaub, hier ist sonst zu. Aber durch die Bauarbeiten, ist die Tür offen. Oben angekommen, schaue ich herab auf die Altarregion. Anderer Blickwinkel. Cool. 

 

 

Ich könne nun auch noch einen Stock höher durch eine sehr enge Wendeltreppe, will aber mein Glück nicht überstrapazieren und lasse es. Will keinen Ärger in einer Kirche provozieren. Ich steige alle Treppen wieder runter und verlasse die Kirche, stehe wieder in der Hitze. 

 

Zwei Mädels fragen, ob ich ein Foto von ihnen mache und sie drücken mir ernsthaft eine Einmal-Wegwerf-Kamera in die Hand...ich biete ihnen an, gescheite Fotos mit meiner Sony zu machen und sie ihnen via Insta zu schicken...doch sie wollen die Einwegkamerabilder...okay....klick....na ob das was geworden ist???? Ick wees nich. 

 

Jetzt aber zurück zum Nasenbär. Wir haben heut noch ein paar Kilometer zu fahren. 

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Am Van erstmal kurz ne Pause machen, Mona ruft an, MAN Update...und jetzt...wo ich das schreibe, am nächsten Tag also...fällt mir ein, dass ich letzte Nacht träumte, dass der KaiMAN zurück ist und keinerlei Fehler mehr bei der Fahrt anzeigte. Nix. Gar nix. Alles fehlerfrei! Aber eben...ein Traum...am 1. Juli sehen wir, was die Wirklichkeit zeigt. 

 

Gegen 16 Uhr fahren wir ab. Klimaanlage an, Verbrauch nun bei 9 Liter/100 km über die ganze Tour, und los. Ein fröhliches Gurken über Land. 

Irgendwo vor Dijon stoppe ich an einem Netto und kaufe den letzten Liter frische Vollmilch. Das Team wattet durch und freut sich auf die nächste 3Bears Porridge Portion. Stimmung also wieder entspannt im Van. Uff...was n Glück. Meuterei abgewendet. 

 

Und weiter gehts. Gegen 20 Uhr ein weiterer Stopp Mitten im Nirgendwo auf einem Rastplatz entlang einer Landstraße. Hunger! Maultaschen mit Ei. So wären die auch mal gegessen. Nebenher schneiden und gegen 21:15 Uhr fahren wir weiter. Sonne weg, bald wirds Dunkel. 

 

Auf den nächsten Kilometern...Igel, Katzen, Rehe, Füchse auf der Strecke. Ein Wunder, dass wir nix davon erwischen. Die Viecher zum Teil echt lebensmüde. Richtig Glück hab ich auf der Autobahn kurz vor Deutschland. Ein Reh mitten auf dem Seitenstreifen! Wie kommt das hier hin? Die Autobahnen sind eigentlich mit Zäunen gesichert. Wenn das mal gut ausgeht.... Für uns schon...kaum gesehen...sind wir vorbei...uff. 

 

So erreichen wir etwas vor Mitternacht Deutschen Grund und Boden. Durchziehen will ich es heute jedoch nicht. So fahren wir in Ettenheim runter und parken bei Caravan Ernst. Kostenloser Stellplatz. Danke dafür. V&E gibts auch. Nah an der Autobhan, man hört sie draußen, im Van aber nicht. Die Temperatur draußen angenehm und im inneren mit Fenster auf auch top. Super zu schlafen. Und das mach ich nun auch. Um 2 Uhr liege ich endlich im Bett. 

 

Gute Nacht und bis morgen. 

 

Viele Grüsse

Kai und Team

 

 

 

 

GPS Koordinaten:

abends: Ettenheim, Ernst Caravan und Freizeit

 

Unsere heutige Route: ca. 600 km

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Petra B. (Mittwoch, 03 Juni 2026 19:17)

    Da hast du dich ja bei Hitze den Berg für uns raufgeschleppt. Das ist Einsatz ! Alles Gute bei der Messe jetzt. LG

  • #2

    Erika (Mittwoch, 03 Juni 2026 19:20)

    Danke Kai für den Blog hat gestern und heute alles geklappt Gruß Erika