#1415 Schweiz - Wieder mal Krankenhaus

8. Juni 2026, Dornbrin

 

Hallo zusammen, 

 

schönen guten Morgen aus Dornbirn. Dort kamen wir gestern Nacht an, von der Messe Abenteuer & Allrad. 

 

Gegen 8:30 Uhr wach ich auf im KaiMAN. Gut geschlafen, die Autobahn im KaiMAN weniger zu hören als in Zottl oder dem Nasenbär. Besser isoliert der Mega Travel2 von MegaMobil. Feine Sache. 

 

Heizung braucht es keine, die Sonne scheint und erwärmt den KaiMAN langsam. Gegen 9 Uhr aufstehen und an den Rechner. Video der vergangenen Tage fertig stellen. Hab ja auch auf der Messe, jenseits der Messerundgänge, mitgefilmt. So bekommt ihr einen kleinen Blick hinter die Kulissen bei uns. 

Als das gemacht ist, vor die Tür, in die Halle und ne Wäsche anstellen. Im Anschluss den Laptop in "mein" Büro in der Halle stellen und den Videoupload starten. Video soll ja heute Abend um 18:30 Uhr online gehen. Möglichst zeitnah zur Messe. 

 

Gedanklich bin ich die ganze Zeit schon irgendwie bei morgen. Der Termin im Krankenhaus liegt mir natürlich schon etwas im Magen. Und da wir mit Zottl hinfahren, muss ich noch einige Dinge aus dem KaiMAN in Zottl räumen. Bei steigender Innenraumtemperatur in beiden Vans ist das eine schweisstreibende Arbeit. Ich laufe einige mal bis Kameras, Kühlschrankinhalt, sonstiges Zeug wieder in Zottl sind. Mit ihm fahren wir, weil wir ein paar Tage in der Schweiz bleiben, Zottl muss ja am 11. Juni zum MFK/TÜV in Schwyz. 

 

Als auch die Bärenbande in Zottl ist, topfe ich die Wäsche um und vergesse sie im Trockner komplett. Hätte mir besser einen Timer gestellt. Den Videoupload checke ich...läuft... mit Mara kann ich nicht spielen, sie ist nicht da. Weilt noch bei Monas Bruder im Urlaub. Schade!

 

Nach einem salatigen Mittagessen fahren Mona und ich noch kurz nach Weiler zu MAN und stellen dort einen Mega Travel2 zum Fahrwerkseinbau hin. Der fährt sich prima und ist fehlerfrei im Cockpit. Und als auch das erledigt ist, schnappen Mona und ich uns je zwei Gießkannen und befüllen Zottl schnell mit 60 Liter Wasser. Danke für die Hilfe, Mona. 

 




Um 15:30 Uhr lasse ich Zottls Motor an, Cockpit fehlerfrei und los gehts. Hier kommen wir erst Donnerstag Abend wieder her.

Die nächsten 1,5 h fahre ich durch die Schweiz nach Jestetten. Kurz bei Reisemobile Melzer vorbei, muss noch meinen Alternator Charger abholen. 

 

Um 17:50 Uhr bin ich dort, Clemens zum Glück noch da, der Alternator Charger schnell gefunden und eine STYYL Solarlampe haben sie noch im Nasenbär gefunden. Die darf auch wieder bei uns einziehen. Bis 19 Uhr reden wir noch, dann muss Clemens arbeiten und ich weiter. Meinen 45 Euro Strafzettel aus Frankreich für 2 km/h zu schnell verrechnen wir mit dem von mir mitgebrachten Wein. Hoffe, Friedrich rechnet das im Detail nicht nach.

Ich ziehe weiter: hab noch zwei Taschen voll mit Tupper die ich bei Schwager Ralf in Bühlach abgeben will. 

 

Vorher stoppe ich aber noch in Lottstetten hinter dem Lidl am Stellplatz. Der ist gut besucht, die V&E aber frei und sauber. BioTioo Urin weg, schnell ein wenig letzten Kartoffelsalat in mich werfen und weiter nach Bühlach. Das jedoch nicht so einfach, denn die Grenzer haben heute Lust, mich mal kurz zu stoppen. So darf ich dort rechts ranfahren, meinen Führerschein zeigen und warten. Einen anderen Ausweis hab ich nicht dabei. mein abgelaufener Reisepass liegt im KaiMAN. 

 

Glücklicherweise reicht aber der Schweizer Führerschein aus und sie lassen mich nach einigen Minuten weiter fahren. Uff....die ganze Wattefraktion wattet auch durch. Deren Ausweise liegen glaub auch alle im KaiMAN. 

 

Wir rollen also weiter nach Bühlach, finden zu Ralf, geben die Tuppersachen ab und labern noch ein halbes Stündchen. Ich buche dort noch schnell meinen Flughafenparkplatz für die nächsten 2 Tage, 58 CHF, Friedrich nimmt es gelassen. Was sein muss, muss sein. Teurer Spass aber sehr praktisch weil direkt neben dem Uni Spital. 

 

Um 21:30 Uhr rolle ich endlich auf den P60 Parkplatz in Kloten. Muss diesmal nicht mal einen QR Code scannen sondern werde über das Kennzeichen erfasst und die Schranke hebt sich. Genial. Der Parkplatz bei weitem nicht voll, die Plätze für große Fahrzeuge mehrheitlich frei. Nur zwei andere Camper stehen dort noch rum. Wir parken, wo wir letztes mal auch standen. Motor aus. Angekommen. 

 

Zwei Stunden schneide ich nun noch, gehe duschen und rund um Mitternacht gehts ins Bett.  Zwei Handywecker stelle ich auf 6 Uhr. Um 8 Uhr habe ich Termin, um 7:30 Uhr muss ich vor Ort sein, um 7:20 Uhr bei Zottl loslaufen. Alles durchgetaktet und geplant!

 

Für heute also gute Nacht...hoffe, ich verschlafe nicht. 

 

Viele Grüsse

Kai

 

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Dienstag, 9. Juni 2026

 

Schönen guten Morgen, 

 

6 Uhr....der Handywecker klingelt...ich höre ihn dumpf durch meine Ohropax. Es ist also soweit...ich bleibe liegen. Frisch im Van, müde. Erst um 6:30 Uhr stehe ich auf, Bad, anziehen, Bärenbande wecken und parat machen für den Abgang. Das Wetter grau und leichter Nieselregen, passt zur Stimmung irgendwie. 

 

Um 7:17 Uhr laufe ich los. Mulmiges Gefühl im Bauch wie immer vor so einem Eingriff. Magenspiegelung mit Weitung des Mageneingangs. Hoffe, es geht alles gut und nichts reisst in mir bei dem Eingriff. Das würde bedeuten: Stationäre Aufnahme im Krankenhaus und ein längerer Aufenthalt. Was dazu führen würde, dass alles folgende über den Haufen geworfen würde. 

 

Der Nieselregen lässt mich immerhin in Ruhe, ich erreiche das Spital trocken und fahre mit den verschiedenen Liften in den 6. Stock. Werde dort wieder sehr freundlich empfangen und darf danach noch kurz einen Moment warten. 

 

Einige Minuten später holt mir eine Schwester ab und begleitet mich in meine Koje. Japp, MEINE, Koje D wieder, wie auch schon die letzten zwei mal. Das ist dann jetzt wohl meine!

Alles andere ist Routine, kurz ein paar Fragen, wann zuletzt gegessen, irgendwelche Krankheiten, lockere Zähne, etc. Pullover aus, OP Hemd an, Zugang legen, Blutdruckmanschette montieren, Sauerstoffmessgerät am Finger anbringen und dann heisst es warten. Aber ich liege gut, schließe die Augen, versuche mich zu entspannen und an irgendwas schönes zu denken. Zum Beispiel an die anstehende kurze Offroad Tour für die ich den Reisepass benötige. Der ist übrigens schon abholbereit in Sigmarszell. Das ging echt super schnell! Die Info bekam ich gestern. Freitag hole ich ihn ab. 

 

Um 8:00 Uhr nochmals ein kurzes Gespräch mit der Assistentin von Prof. Dr. Pohl. Auch sie super nett, wie alle anderen auch. 8:15 Uhr ist es, als ich  den OP erreiche. Geschoben auf meinem schmalen Bett. 

Nochmal ein kurzes Gespräch mit der Narkoseschwester/Ärztin und kurz darauf kommt der Professor. Nochmals ein kurzes Gespräch und dann legen sie los. Ich drehe mich auf die linke Seite, bekomme das Propofol über den Zugang eingeleitet, leicht schwummerig wird mir, ein Mundstück wird noch montiert und Sauerstoff für die Nase.  Nach rund 1,5 Minuten geht bei mir das Licht aus....ich bin weg. 

 

 

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Um 10:40 Uhr wache ich langsam wieder auf. Die Schwester kommt und fragt ob alles okay ist, Schmerzmittel tropft noch in mich und als ich etwas wacher bin, kommt Prof. Dr. Pohl vorbei und erklärt kurz wie es gelaufen ist. Die Weitung hat geklappt, ein paar Millimeter mehr als letztes mal. Kein Riss, keine Beschädigungen. Ich erinnere mich nur sehr bruchstückhaft an das Gespräch. Soweit ist es gut gelaufen, doch es war nicht der letzte Eingriff. Vermutlich wird Anfang August noch einer folgen für ein paar Millimeter mehr Weitung. Das muss leider sein. 

 

Bematscht aber nicht so kaputt wie letztes mal, laufe ich leicht betrunken zurück zu Zottl. Wieder filme ich im Krankenhaus noch Dinge, an die ich mich später nicht mehr erinnere. Das Propofol ist schon ein krasses Zeug. Löscht einfach alles. 

 

Froh bin ich, als ich Zottl erreiche, kurz noch ein paar Aufnahmen und schon falle ich in mein Bett. Bester Ort nach so einem Eingriff. Ich bin sofort eingeschlafen und wache lange nicht mehr auf. 

 

Erst um 16:30 Uhr komme ich wieder zu mir. Fühle mich besser, keine Schmerzen und bleibe einfach noch eine Stunde liegen. Muss ja heute nirgendwo mehr hin, hab nix mehr vor. Etwas schneiden und diesen Blog tippen noch, fahren ist nicht. Darf ich nicht. 

 

Eine Bouillon mache ich mir noch schnell heiss, andere Dinge darf ich nicht heute. Erst morgen wieder. Nachdem ich gestern auch nicht viel zu Abend hatte, hätte ich aber durchaus ziemlich Hunger gerade....so freu ich mich auf morgen. 

 

Essen, die letzten zwei Jahre eher etwas, dass ich nicht mehr genossen habe und jede Mahlzeit eigentlich eher ein notwendiges Übel war, macht nun wieder Spass. Mehr Appetit, mehr Freude am Essen, ich kann wieder mehr essen, es ist fast ein neues Leben. Manchmal erwische ich mich dennoch, wenn jemand fragt, was oder wann essen wir , dass ich denke...oh...nee...nicht essen...lieber nicht...noch kein Hunger.....doch dann fällt mir ein...es geht ja wieder...es funktioniert wieder...und dann freue ich mich einfach aufs Essen. Es ist in diesem Sinne wie ein neues Leben. Hat man das nicht erlebt, kann man es sich vermutlich nur schwer vorstellen, aber für mich fühlt es sich so an. 

 

Um kurz vor 21 Uhr gibts noch einen Sonnenaufgang. Die erste Strahlen für diesen Tag treffen uns. Dazu ein Regenbogen in die andere Richtung. Hoffentlich ein gutes Zeichen für die weitere Zukunft. 

Heute nächtigen wir noch hier, morgen fahren wir weiter nach Sattel. Zottl etwas leichter machen, einige Dinge ausräumen für den TÜV Termin am Donnerstag. 

 

Bis Mitternacht halte ich noch aus, dann ist Schluss für heute. Ab ins Bett. Bärenbande stapelt sich...ein Zeichen für besseres Wetter die nächsten Tage? Wir werden sehen...

 

Gute Nacht und Danke, dass ihr uns auch bei solchen Themen wie heute begleitet. Schön zu wissen, dass wir bei sowas nicht alleine sind. 

 

Bis morgen und viele Grüsse

 

Kai und Team Stapelbären

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Robert (Mittwoch, 10 Juni 2026 19:19)

    Hallo Kai,

    ich drücke Dir sämtliche Daumen (davon habe ich viele an zwei linken Händen) für eine dauerhafte Normalisierung. Essen, vor allem mit netten Menschen, sollte man vorbehaltlos genießen können. Wenn das nicht funktioniert, fehlt ein großes Stück Lebensqualität.

    Und vielen Dank mal wieder für Deine wirklich interessanten Videos. Ich schrieb es ja schon: Beeindruckend, wie es Dir immer wieder gelingt, auch aus banalen All-Tagen spannende und unterhaltsame Filmgeschichten zu kreieren.

    Beste Grüße und alles Gute, Robert.

  • #2

    Ulrike Siebers (Mittwoch, 10 Juni 2026 19:21)

    Lieber Kai�, es freut mich sehr zu lesen, daß wieder alles gut gegangen ist und Du wieder mehr Lebens- bzw. Essqualität bekommen hast����!!!
    Der Regenbogen ist ein gutes Zeichen, auch wenn er nicht direkt über Euch gewesen ist.
    Bei Deinem nächsten Arzttermin im August werde ich auf diesem Wege wieder dabei sein!

    Für Zottl wünsche ich viel Erfolg, daß er ohne Probleme beim MFK/TÜV durchkommt und Du deine Offroad Tour wie geplant machen kannst!
    Bin ganz gespannt, wohin die Reise geht�
    ❤️Grüße und weiterhin alles Gute� und Erfolg! Ulrike���

  • #3

    Michi Wild (Mittwoch, 10 Juni 2026 20:00)

    Auch ich drücke dir alle Daumen für diese und die nächste OP. Habe selbst schon zwei mal Endoskopie für die Galle dieses Jahr hinter mir und weiß wie das Gefühl ist. Alles Gute für die Zukunft wünscht Michi aus dem Illertal