#1422 Bosnien - Runter von 2000 m mit überraschendem Ende

17. Juni 2026, Bosnien, 2000 m

 

Schönen guten Morgen, 

 

wow, was war das denn für ne Nacht? Top geschlafen. Wurde erst wieder wach, als es draußen schon hell war. Die letzten Nächte waren echt super. 

Jetzt ist es kurz vor 8 und ich liege noch ein Momentli im Bett, stehe dann auf, Video wurde über Nacht via Starlink hochgeladen, somit alles bestens. 

 

Dann stelle ich mal heisses Wasser an und gönne mir hier am Arsch der Welt ne schöne Dusche. Wer kann, der kann. Auf eine Dusche im Van würde ich nicht verzichten wollen. Ein MUST HAVE für mich. 

 

Wenig später stehe ich im Bad des Mega Travel2 von MegaMobil und genieße heisses Wasser. Herrlich.

Trocken reiben am Ende, mich und die Dusche. Fertig. 

 

Ne Schüssel Cornflakes mit Milch wandern problemlos in mich und nebenher schneide ich vor mich hin. Später geht der Co-Pilot noch in die Luft und fliegt weit und hoch. Wow...tolle Landschaft hier oben auf knapp 2.000 m. Verkehr heute morgen auch keiner, wir sind hier total alleine auf unserem Berg. 

 

Mona, Niko und Mara sind auch noch hier, filmen und fotografieren und irgendwann sind wir soweit, dass wir weiter können. 

 

Um 10:30 Uhr brechen wir auf. Bergab. Und fahren prompt falsch. Verpassen vor lauter offraod und filmen die einzige Abzweigung und fahren 700 m falsch bis Niko es merkt. So müssen wir irgendwie drehen und die steile und steinige Passage zurück. Bergauf. Die Autos und der Allrad werden gefordert auf dem groben Untergrund mit Stein, Erde, Fels.  Kommen aber locker damit klar. Bergauf macht echt Laune. Mein KaiMAN schlägt sich super, der Sprinter auch. Kein Unterscheid feststellbar. Ich fahre alles ohne Hecksperre. Die hat der MAN, der Sprinter jedoch nicht. 

 

Irgendwann sind wir dann auch wieder richtig und fahren auf über 2.000 m hoch. Fahrt hier bloss nicht mit ohne Allrad hoch. Das wird nix. Es braucht auf dem gesamten Track Allrad, auch wenn Pistenkuh im Buch schreibt, geht auch ohne. Auch die Lokals sind hier nur mit Allrad unterwegs. Das heisst dann schon was. 

 

Von oben geht es nun nur noch bergab. Ewig. Erst ohne Bäume und Sträucher, später durch Urwald. Die Bäume ragen in die Fahrspur, schleifen an unseren Vans. Wir werden gut durchgeschüttelt on Top. Die Strecke zermürbend. Die Vans machen es aber prima. Mit etwas breiterem als einem Van empfehle ich die Strecke aber nicht zu fahren! Ein TI ist definitiv zu breit. Kastenwagen Sprinter oder MAN. Selbst Stellantis, weil breiter, würde noch übler streifen. 




Nach gefühlt 30 km bergab kommen wir endlich in ein Dorf und wieder auf Asphalt. Die Häuser: manche nagelneu, andere uralt. Bei den einen ist der Wohlstand angekommen, bei den anderen noch nicht. 

 

Wir folgen dem Asphaltband und der Schlucht und stoppen wenig später für ne Pause. Bitter nötig für alle. Ich mache mir ein Brot und esse erstmal. 

 

Als wir weiter ziehen ist es bereits 14 Uhr. Auf zur nächsten Offroad Strecke. Doch vorher müssen wir noch 1,5 h Asphalt fahren. Alelrdings werden wir an der Offroadpiste heute nie ankommen. 

 

Wir kommen irgendwann durch Prozor-Rama, fahren übern Berg und sehen einen riesigen Stausee. Wow...das sieht doch einladend aus. Erstmal verfahren wir uns, drehen, fahren richtig und stoppen irgendwann noch zum Müll entsorgen. 900 m weiter nochmal ein Halt , Tankstelle, hat aber keinen Diesel, weiter. Kurz darauf noch ein Stopp, Navi checken. Und als wir so runter zum See schauen, sehen wir eine Weissware am See auf Gras stehen. Ich checke Google Maps...ein Camping wie mir scheint: Camp Rex-Ramae. 15 Euro die Nacht. Sollen wir da nächtigen und einen gechillten Nami verbringen? Alle dafür! 

Geschüttelt wurden wir heute auch schon genug, uns ist nach etwas Pause, relaxen und ausruhen...und arbeiten. 

 

Also wieder drehen, zum See runter...stellt sich raus, der Camping ist nicht da wo die Weissware steht, sondern etwas weiter. Leicht erhöht mit tollem Blick auf den See und Berge. Niemand da. Wir sind unschlüssig, dann kommt eine Dame, die Nachbarin des Stellplatzes/Campingplatzes und meint, wir können hier parken wie wir wollen, der Inhaber kommt um 16 Uhr vorbei. Wir folgen dieser Anweisung. Parken, Stühle raus, sonnig und heiss ist es. Fühlt sich fast an wie Urlaub. 

 

Zur Belohnung gibts n ordentlich großes Eis und wir legen tatsächlich mal 2 h die Füsse hoch und machen nix außer genießen. 

Um 16 Uhr kommt der Besitzer, netter Mann, hat das hier vor 3 Jahren gebaut. 15 Euro zahlen wir, ich gebe ihm 40 für beide Vans. Kein Papierkram. Er lädt uns noch aufn Bier ein und zeigt uns Küche, Sanitär, etc.. Sanitär brandneu, Küche funktional mit Besteck, Kühlschrank und Gaskochstelle. Super. Schöner Sitzbereich mit großem Tisch, Feuerstelle und der Blick über Stellplatz und See. Sau cool. Absolute Empfehlung hier zu stoppen. Lohnt sich. 

 

Um 17 Uhr machen sich Mona, Niko und Mara auf ne Gassirunde. Ich schnappe mir meinen Rechner und arbeite ne Runde  bis genau jetzt. 18:30 Uhr. Niko wirft den Holzofen an. Wir grillen oben an der Hütte. Da muss ich jetzt hin und filmen und evtl. auch helfen?! Mal sehen....

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Bis ich über den praktisch unbefahren Schotterweg das Gebäude erreiche, brennt schon ein schönes Feuer und Niko sitzt bei einem Bier und genießt die Aussicht. Ich setze mich in seine Aussicht und genieße auch, jedoch einen portugiesischen  Weißherbst. Kann man mal trinken, aber ziemlich süss. 

 

Mona gesellt sich auch dazu, natürlich kam niemand mit leeren Händen...so wird ein Tomate Mozzarella Salat gebaut und gewartet, dass das Feuer niederbrennt und wir Glut zum Grillen haben. 

 

Stunde später, der Magen hängt tief, ist die Glut gut und es kann los gehen. Hunger wie Sau alle. Die Burger schnell durch, die Fleischwerk Würstli auch. Beides schmeckt super und wandert in die Mägen. Schön. Einfach schön. 

 

Bis 22:30 Uhr sitzen wir noch draußen und genießen das Froschkonzert am See. Keine Autos, keine anderen Menschen. Ein Hase hoppelt vorbei und ne Katze schleicht um die Vans. Das wars. Was für ein friedlicher und schöner Ort. Hier könnte man auch problemlos zwei Tage verbringen. Doch...wir haben heute gemeinsam einen kleinen Plan für die nächsten zwei Tage gemacht. Der beinhaltet so langsam die Kompassrichtung Norden. Montag wollen Mona und Niko wieder in der Werkstatt sein. Zwei Tage Rückreise braucht es mindestens. WO wir die nächsten zwei Tage noch verbringen werden? Seid gespannt. Es kommt evtl. etwas überraschend für euch.....und für mich und anders als wir es heute geplant haben. Aber das ist ja auch nix neues. 

 

Um Mitternacht liege ich im Bett, Von draußen strömt kühle Luft ein. Gute Nacht und bis morgen. 

 

Viele Grüsse


Kai und Team

 

GPS Koordinaten:

abends: Camp Rex 

 

 

Unsere heutige Route: ca. 130 km

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