17. Juli 2026, Freitag, Albulapass
Schönen Guten Morgen,
Um 8 Uhr klingelt tatsächlich der Handy Wecker. Um 9 Uhr wollen wir los. Uff....dabei lag ich erst gegen 1 Uhr im Bett. Naja....ich bleib noch 10 Minuten liegen, stehe auf, kühl im Van, aber Heizung anstellen lohnt nicht. Sonne scheint schon. Wird schon warm werden.
Arbeit keine, klar machen für die Abfahrt. Vor der Tür treffe ich Dirk...moin...der sieht etwas unterkühlt aus. Auf 2.300 m hatte er ne recht kalte Nacht. Heizung hat er keine dabei, nur seinen Holzofen, doch dafür war er zu faul ihn an zu machen. So schlief er in Jogginghose und Pullover...muss man mögen...wäre so nicht meins. Ich würde mir in den Pickup auf jeden Fall noch eine fixe Dieselheizung einbauen lassen. Aber darüber denkt Dirk nun auch verstärkt nach. Frieren ist einfach scheisse.
Um Punkt 9 Uhr starten wir die Motoren und fahren los. Runter ins Tal. Dort jedoch nicht, wie ich anfangs denke, noch durch St. Moritz....nope...wir fahren gen Zernez und dort weiter gen Ofenpass. Den hatte ich auch komplett vergessen. Dachte, wir fahren direkt den Umbrailpass. Naja...war schon lange nicht mehr hier. So jagen wir über den Ofenpass. Geiles Luder. Man fühlt sich streckenweise wie in Canada. Grandios. Das Wetter anfangs neblig, später sonnig und warm. Perfekt für die 80 km die wir heute fahren bis hoch zum Stilfser Joch auf 2.760 m Höhe.
Verkehr hält sich in Grenzen, gut sind wir früh unterwegs. Hinter dem Ofenpass tanke ich noch kurz für 2,10 CHF...autsch...aber nur 20 Liter. Wir wollen in den nächsten Tagen noch nach Livigno. Dort....steuerfrei alles...günstiger Diesel. Friedrich wird sich freuen.
25 km vor dem Ziel starten wir in den Umbrailpass. Der hat es in sich. Viele Serpentinen, schmale Abschnitte, immer am Abhang entlang für lange Zeit. Viele Mopeds und Radler. Letzter meinen, auf enger Straße auch noch nebeneinander fahren zu müssen. Die haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank! Das ist doch lebensgefährlich auf enger Strecke mit zig Kurven und unübersichtlicher Streckenführung!
Wir würgen uns hoch, immer weiter. Von 1.400 m auf 2.500 m. Sonnig, blauer Himmel, Königswetter. Ich voraus, Dirk hinter uns. Immer höher schrauben wir uns, die Aussicht immer cooler und wir kurbeln unsere Vans durch die Kurven. Wahnsinn wo die hier Straßen gebaut haben!
Als wir endlich 2.500 m erreichen, liegt der Umbrailpass hinter uns. Hallo Italien. Wir verlassen die Schweiz ohne Grenzkontrolle. Hier ist einfach niemand ausser Bikern, Radlern und uns.
Jetzt noch 260 Höhenmeter und wir sind auf dem Stilfser Joch. 10 Kehren noch. Der VW Crafter läuft wie ne eins. Geiles Auto. Schön schmal, ordentlich Kraft und Dampf am Berg, tolles Getriebe. Macht echt Laune. Keine Fehlermeldungen oder sonstiges. Ich habe meinen Spass mit ihm.
10 Kurven später stehen wir im Rummel des Stilfser Joch Passes. Gut was los für Freitagmittag. Ne Menge Mopedfahrer und Radler. Hier fährt glaub alles hoch, was irgendwie Urlaub macht in der Region.
Wir parken bei der Gondelbahn die auf 3.400 m hoch geht. Hier gibts ein Skigebiet, dass nur im Sommer offen hat und im Winter geschlossen ist. Kein Scherz! Im Winter kommt man nicht hin, weil die Passstrasse und somit der Pass geschlossen sind.
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Wir lassen die Vans auf dem Parkplatz und laufen eine Runde über den Pass. Dirk schmeisst ne Runde Bratwurst mit Sauerkraut, Dankeschön dafür. Sau lecker und seinen Preis wert. Volle Empfehlung.
So sitzen wir in kurzer Hose und Pullover auf einer Bierbank, kauen vor uns hin und schauen dem Treiben auf dem Pass zu. Mächtig Verkehr und gut was los. Was geht hier wohl erst morgen ab wenn Wochenende ist?
Nach der Stärkung eine Runde an den Souvenirständen entlang. Keine Sorge...ich kaufe nix. Wir brauchen nix. Haben ohnehin keinen Platz in unseren Vans.
Zurück am Van lässt Dirk ne Drohne hoch, später startet unsere Suche nach einem geeigneten Schlafplatz, auf getrennten Wegen. Dirk findet was nettes, ich folge seinem Ruf und so stehen wir Abseits von allem an einem kleinen See. Wunderschön mit Blick auf die Schweizer Alpen. Aber mit Wind und kühlerer Temperatur als auf der anderen Seite des Passes, wo ich ich war und der Co-Pi noch Drohne flog. Aber egal...
Wir parken uns hin, Stuhl und Solar raus. Sonne genießen. Später schneide ich noch eine ganze Weile, Dirk macht ein Schläfchen und um 15 Uhr treffen wir uns vor der Tür für Kaffee mit Rum. Freitag heute, da dürfen wir.
Später nochmal ne Runde arbeiten und um 19 Uhr werfen wir das Highfire an. Das Wetter noch sonnig, ab und an etwas Wind aber für 2730 m echt noch warm.
Somit..Raclette heute. Und endlich mal ein Abend ohne Regen. Italien kann halt was!
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Nach dem Essen noch ne Runde Rum und um 21 Uhr, die Sonne hinter Schweizer Wolken, gehts in die Vans. Dirk schmeisst seinen Ofen an, ich die Dieselheizung des KaiRado. Will nachher noch unter die Dusche.
Vorher heisst es aber noch schneiden, tippen und alles erledigen, was gemacht werden muss. Die Bären heute übrigens ein Totalausfall. Die Luft zu dünn für jegliche Aktivität. Sie sitzen nur rum und verhalten sich ruhig. Wobei Lena die Schweizer Bergwelt sichtlich genießt. Sie schaut sehr zufrieden aus. Gut...der Co-Pi ist kurz Drohen geflogen....aber sonst....nix gemacht.
Gegen 22 Uhr, die Arbeit ist soweit gemacht, gehe ich unter die KaiRado Dusche. Duschrost raus, nicht ganz einfach, geht nur bei geschlossener Tür. Ich muss also im Bad stehen dafür, Tür zu, Rost raus. Danach Duschvorhang an die Wände befestigen, magnetisch. Geht gut. BioTioo muss natürlich auch raus. Würde man hier das Gülleklo gegen die BioTioo tauschen, hätte man so richtig gut Platz, wenn man die BioTioo raus nehmen würde. Bliebe sie drin, wäre es wie jetzt mit Chemieklo.
Wasser marsch....warm...guter Druck, aber nicht so guter wie im Nasenbär, konstant warm, Mischer wird durch den Duschvorhang benutzt. Geht besser also erwartet. Platzverhältnis...naja...nicht üppig aber gut. Ich komme damit klar mit meiner Größe und Statur, 1,80 m, etwas über 70 Kg. Passt also. Der Vorhang bleibt an der Wand, doch berühr ich ihn hier und da, er klebt aber nicht.
Unterm Strich eine solide Dusche. Nicht so genial wie im Nasenbär oder im Pössl mit Raumbad damals. Aber für nen 6 m VW Crafter prima.
Im Anschluss etwas die feuchten Wände abwischen, Fenster auf...äh...Dachfenster auf...das seitliche kann ich nicht öffnen. Hat kein Fliegenviechgitter. Da käme jetzt alles mögliche rein. Carado, evtl. überlegt ihr nochmal, da ein Fliegenviechgitter zu installieren. Danke!
Nach den Duschfreude noch etwas am Handy Kommentare beantworten und gegen Mitternacht Licht aus und schlafen. Warm im Van, die serienmäßige Dieselheizung hatte gut eingeheizt. Über Nacht hab ich sie nun auf 8 Grad gestellt. Denke nicht, dass sie anspringt.
Jetzt gehts ins Bett. Gute Nacht und bis morgen. Da ziehen wir wohl weiter.
Viele Grüsse
Kai und Team "Abinswochenende"
GPS Koordinaten:
abends: Stilfser Joch
Unsere heutige Route: ca. 80 km
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Erika (Mittwoch, 22 Juli 2026 19:16)
Danke Kai für den Blog nochmals einen schönen Abend noch Gruß Erika