Samstag, 18. Juli. Stilfser Joch
Schönen guten Morgen,
leicht gerädert wache ich um 8:30 Uhr auf. Die Nacht war nix. Ich glaub, die Cola Rum Mischungen gestern waren nicht gut und haben mir in der Nacht eingeheizt. Mir war SOOOO warm! Zigmal aufgewacht. Zudem lag mir das Raclette im Magen. Ich werd alt!
Entsprechend unfit fühle ich mich. Wäre ich alleine ohne Zeitdruck unterwegs, fiele jetzt die Entscheidung, heute nicht weiter zu fahren.
Kurz an den Rechner, um 9:20 Uhr vor die Tür. Dirk schon wach und vor der Tür am Frühstück zubereiten. Ich hole meinen Stuhl und Cornflakes raus und esse ebenfalls. Vielleicht hilfts ja dem Allgemeinzustand.
Danach fühle ich mich tatsächlich etwas fitter und bereit für den Tag. Wir düsen weiter. Vorher aber abwaschen, aufräumen, alles verstauen. Meinen Benzinkanister habe ich nachts immer draußen auf dem Fahrradträger. Er müffelt leicht nach Sprit. Gut kommt das Zeug in Zukunft beim KaiMAN in die Heckbox. Generator wie Benzin.
Nun aber Motor an und los. 10:30 Uhr ist es ungefähr. Wir verlassen unseren kleinen See mit Aussicht und zottln zurück zur Hauptstraße, Fahrtrichtung Bormio, Italien. Den Pass runter ins Tal.
Die Fahrt landschaftlich echt toll. Die Berglandschaft schroff, steil und echt der Hammer. Weniger toll die anderen Verkehrsteilnehmer. Vorrangig die Motorradfahrer. Mei o mei...die fahren hier wie die besengten Säue. Sehr viele Deutsche die hier ihr Leben riskieren und ihren Schutzengel auf eine üble Probe stellen. Überholen vor Kurven, kurz vor Gegenverkehr...als hätten sie 10 Leben. Ich war auch Motorradfahrer, aber ich glaube, ich hatte etwas mehr Verstand als die, die hier und heute unterwegs sind. Ich hoffe einfach nur, dass das alles Organspender sind. So dass, wenn es sie zerlegt, sie immerhin damit ein Leben oder mehrere retten können. So wäre der Tod nicht ganz für nix.
Irgendwie kommen wir heil kurz vor Bormio an und biegen rechts ab gen Livigno. Hier weniger Motorradfahrer und etwas angenehmer zu fahren.
Wir folgen dem Tal hinter und irgendwann auch wieder bergauf. Überqueren noch einen Pass und eine Grenze nach Livigno. Gehört zwar zu Italien, gibt aber ne Grenze. Kurz nach der Grenze ein großer Stellplatz an einem Mountainbike Downhillpark.
Wir ziehen weiter und landen 15 Minuten später mitten in Livigno. Parkplätze mangelware. Hier muss man früh da sein um einen zu ergattern. Der große, teils matschige Parkplatz nahe der Fußgängerzone ist voll. Wir fahren wieder raus, finden Parkplätze, sind aber zu faul 2 km in die City zu laufen. Drehen um...ich hab dann Sau Glück, finde eine Lücke nahe der Fußgängerzone. Dirk muss noch ne Runde drehen, findet dann aber auch was. Zahlung der Parkgebühr mit Easy Park. 2 Euro die Stunde.
Bewaffnet mit Kameras laufen wir los und stehen 5 Minuten später Downtown. Verkehrsberuhigte Zone, ne Menge Shops und Restaurants. Keine Mehrwertsteuer hier, alles günstiger, Diesel bei 1,35 EUR. Traumhaft.
Von 12:30 bis 15 Uhr haben jedoch die meisten Geschäfte geschlossen. Somit können wir weder Parfum, Zigaretten noch Rum kaufen. Nüd. Friedrich freut das sicherlich.
Die Fußgängerzone ist gut besucht, nett gemacht, hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Sieht im Winter bei Schnee sicher noch schöner aus. Merken...muss ich mal hin.
Und weil Dirk etwas Hunger hat, sitzen wir wenig später in einer gut gefüllten Pizzeria und bestellen Pizza und Lasagne. Die kommt, ist gut und mit Getränken und Espresso zahle ich am Ende 48 Euro für uns beide.
Wir schlendern zurück zu unseren Fahrzeugen, gehen noch die Tanks mit Diesel füllen und verlassen Livigno in Richtung Schweiz und Berninapassstraße. Auch auf dieser Strecke heftig Verkehr. Hier sollte man besser unter der Woche hin und nicht am Wochenende.
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In die Schweiz lassen sie uns ohne Probleme wieder rein. Doch statt auf den Bernina, fährt Dirk, unser Rheinländer, links den Berg runter gen Puschlav. Naja....okay...dann halt nicht Bernina. Ein andermal. Läuft ja nicht weg.
Einige Höhenmeter verlieren wir, kommen noch an dem Ort vorbei, wo ich mal mit Bettina und Arthur Silvester feierte und kurz darauf bremst Dirk ab und fährt links in den Wald. Zufahrtsweg zu einem kleinen Waldparkplatz.
Ein PKW und ein Nissan Minicamper stehen dort. Wir würden hier nicht bleiben, doch die Nissan Crew teilt mit, dass sie hier nicht übernachten werden und später weiter fahren. So parken wir uns daneben und arbeiten mal ein wenig. Videoschnitt des heutigen Tags beginnt somit.
Der Nachmittagskaffee mit Schuss fällt heute aus. Erst zum Abendessen treffen wir uns im KaiRADO. Draußen kühl und immer wieder tröpfelt es. Daher heute mal die Einweihung des KaiRados. Dirk bringt Nürnberger mit, ich hab Kartoffeln mit Zwiebeln angebraten und Raclettekäse drüber. Super geworden...schmeckt beides prima.
Jetzt, um 20:26 Uhr, ist der Abwasch gemacht, naja bis auf den Topf...keine Ahnung ob ich den je wieder sauber bekomme.. Dirk hat sich in seinen Pickup zurück gezogen und ich sitze im KaiRado und tippe diese Zeilen. Glaube, alt werde ich heute nicht. Nach der letzten Nacht, wird diese hoffentlich wieder besser. Lasse heute Abend mal den Alkohol weg.
Gegen 21 Uhr klingelt mein Handy, Mona und Niko sind dran. Machen gerade Feierabend und dachten, sie halten mich mal kurz etwas von der Arbeit ab. Wir labern 20 Minuten, dann setzt hier der Regen ein und die anderen beiden essen zu Ende und machen sich auf den Heimweg. Feierabend.
Ich arbeite noch eine Weile weiter und gegen Mitternacht beschließe ich ebenfalls den Arbeitstag. Feierabend. Morgen geht es hier weiter mit neuen Kilometern. Mal sehen, wo wir dann enden werden.
Für heute gute Nacht und bis morgen.
Viele Grüsse
Kai und Team
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Erika (Donnerstag, 23 Juli 2026 19:42)
Danke Kai für den Blog viel Vergnügen im Wallis Gruß Erika