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419.5 Kvaløya - Strandtag mit Vöglen

Montag, 2. Mai 2022, Hochland vor Sommaröya zum Sandstrand bei Sommaröy

 


Hallo zusammen,

 

9 Uhr…..draußen…Ruhe. Kein kratzen, keine sonstigen Geräusche dringen zu mir in Zottl. Montag. Früher ein verhasster Tag. Heute…schön…denn alle sind zu Hause und auf dem Land herrscht wieder Ruhe. Draußen schneit es noch etwas unmotiviert vor sich hin, der Parkplatz weiss mit ein paar cm Neuschnee. Ein PKW steht 10 Meter weg von uns. Sonst….nix. 

 

Nach der morgendlichen Social Media Runde, die heute schneller ausfällt, weil ich derzeit weniger poste, stehe ich auf und setze mich in die warme Dinette. Video von gestern fertig schneiden. 

 

Danach mal anziehen und vor die Tür. Der Parkplatz mittlerweile fast wieder schneefrei und getaut. Straße auch frei. Temperatur um die Null Grad. Aber sehr grau alles. 

 

Als ich zurück zu Zottl laufe, sehe ich, dass meine Schneeschuhe noch unter Zottl liegen. Ups…da sollte ich nachher nicht drüber fahren. Aber ich hab ja auch n Zettel am Lenkrad, der mich dran erinnert, dass was unter Zottl liegt. 

 

Zurück in Zottl wird aufgeräumt, ne Schüssel Cornflakes gegessen, die Mitfellreisenden geweckt und alles klar für die Abfahrt gemacht. 

 

 




Parallel steh ich in Kontakt mit Silvio. Der ist nicht weit von mir und wir wollen uns heute nochmal treffen auf ein leckeres Abendessen. 

 

Gegen Mittag machen wir den Abflug von unserem Parkplatz. Es schneit noch immer, ist windig und der Abschied fällt leicht. Sch(n)ee wars…aber jetzt, ab auf die Rumpelpiste. Die kennen wir ja schon, sind sie ja vor 1,5 Wochen schonmal gefahren. 

 

Das Ziel für heute ist der breite Sandstrand vor Sommaröya Letztes Mal hatte ich da nur kurz gehalten, heute wollen wir uns dort mit Silvio treffen. 

 

Also, auf der 862 runter zum Nordfjordbotn, dem Fjord folgen, begleitet von Schneefall der nicht liegen bleibt, über eine teils üble Piste. 30 Minuten gibt Google für die Fahrt an. Wir brauchen deutlich länger. Nur selten fahren wir mal schneller als 60 km/h. Meist eher 40-50 km/h. 

 

4 km vor unserem Ziel erreichen wir Sandneshamn. Auch hier gibt es herrlichen Sandstrand und türkisfarbenes Wasser. Ich stoppe daher am Parkplatz und gehe noch ne Runde ans Wasser. Auf einer kleinen Landzunge liegen hier zwei Strände Rücken an Rücken. Super schön…bei gutem Wetter. Heute…bei etwas Schneefall und starkem Wind…naja…norwegisch halt. Dennoch schön und einen Besuch wert. 

Da der Strand total eingeschneit ist, muss sich teils im Meer laufen um vor zur Spitze dieser kleinen Landzunge zu kommen. Gummistiefel sei Dank, kein Problem. Einen Schwarm Wildgänse schrecke ich auf, die dann wenig graziöse und ohne Formationsflug davon fliegen. 

 

Mir peitscht der Schnee/Graupel ins Gesicht und der Sturm. Puh…garstiges Wetter. Aber schön hier! Der Stopp lohnt sich. Bei schönem Wetter noch mehr! Und der Blick ins Grau und die Berge weit, weit weg ist auch toll. 

 

Zurück bei Zottl, Motor an und weiter. Raus aus dem 10 cm Pappschnee und wieder auf die 862, noch ein paar Kilometer am Meer entlang bis zur Endstation für heute. 

 

                 

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Die Zufahrt zum Parkplatz des langen Sandstrandes Sandviksletta ist nicht geräumt. Aber schonmal befahren. Leicht bergab rolle ich auf dem einspurigen Weg runter zum Parkplatz. Na hoffentlich kommen wir da morgen auch wieder hoch. Wer weiss, was noch so alles an Schnee fällt heute und über Nacht. 

Der Platz ist, bis auf einen großen, geschlossenen Müllcontainer, leer. Super! Parken. Arbeiten!

Blick auf die Bucht, den Schneefall und ne Stunde später auf Curly. Silvio reist an und gesellt sich parkenderweise zu uns. 

 

Gegen späteren Nachmittag, nachdem ich hier Seeadler gesichtet habe, laufe ich vor an die Küste und versuche mein Glück mit der Seeadler Jagd. Dabei ist meine Sony Alpha mit 70-300 mm Objektiv. Bei starkem Wind und immer wieder Schneefall ist es es allerdings nicht leicht, zu filmen oder zu fotografieren. Aber die ein oder andere gute Aufnahme bekomme ich hin. 

Die Seeadler haben auch hier kein leichtes Leben. Meist gehen ihnen Möwen auf den Sack, Raben, andere Vögel oder sie sich gegenseitig. 

Einmal sehe ich ein Seeadlerpaar an den Krallen vereint zu Boden trudeln…erst kurz vor dem Wasser lassen sie sich los und fliegen normal weiter. Sieht halsbrecherisch aus. 

 

Nach ner Stunde der Jagd, bei der ich auch Silvio im Gelände treffe, begebe ich mich zurück zu Zottl. Aufwärmen. Daten sichern und gegen 20:30 Uhr Uhr mache ich mich auf den Weg an den Strand. Vollebbe. 500 m sind es vom Parkplatz bis zum Strand, der liegt riesig breit und tief vor mir. An der Wasserkanne hauptsächlich Möwen und ein zwar Paare Austernfischer. 

 

 


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Zwei Möwen finden es nicht so toll, dass ich ihren Strand betrete und fliegen Scheinangriffe. Drehen aber immer 10-15 m vor mir in der Luft ab. Ansonsten hätten sie auch einen Gong mit meiner Kamera riskiert!

Die Austernfischer haben hier auch kein leichtes Leben. Kaum picken sie was aus dem Sand, kommt ne Möwe und will es ihm abjagen. Die Möwen warten förmlich nur drauf. Während die Austernfischer die ganze Zeit im Sand picken, stehen die Möwen dumm rum und warten. Echte Saubiester!

 

Und am Strand….treffe ich auch wieder auf Silvio. Gemeinsam laufen wir zurück zu den Vans und besprechen noch kurz das Abendessen. Es geht auf 22 Uhr zu, noch taghell.

 

Wir machen uns heute ein leckeres Raclette in Zottl. Norwegischer Gummikäse ist dafür zwar nicht perfekt, aber wird schon gehen. Geschmacklich wird er mit BBQ Gewürz gepimpt. Kartoffeln werden auf Silvios Weise gekocht, 100 ml Wasser und dann ne halbe Stunde steamen lassen im Topf. Funktioniert hervorragend. Merke: Kartoffeln müssen nicht im Wasser schwimmen um gar zu werden. Diese Wasserverschwendung hat somit nun auch eine Ende in Zottl. Wieder was gelernt!

 

Gegen Mitternacht kommt der Rum auf den Tisch und um halb eins essen wir Eis als Nachtisch. Uns gehts gut heute. Draußen noch immer hell und bewölkt. Wind und Schneefall haben abgestellt. 

 

Halb drei ist es, als wir den Abend beschließen. Co-Pilot und Friedrich, no amused über das Raclette, hatten sich demonstrativ ihre Schals vor die Nase gebunden. Frag mich, wie sie das wieder hinbekommen haben. Dabei stinkt der norwegische Käse gar nicht. Er richt wie er schmeckt…nach wenig… Aber er eignet sich gut für Raclette, weil er schön schmilzt.

 

 

So, jetzt aber pennen. Ich brauch dringend ein paar Stunden Schlaf.

Gute Nacht und viele Grüsse

Kai und die Nasenbären

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Gleiches Video wie im Blog #419:

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Kommentare: 1
  • #1

    HorstChris (Dienstag, 14 Juni 2022 21:37)

    � "Nasenbären" ��, so süß �
    LG Christine