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#736 Island - Diamaten Fund!

Sonntag, 6. August 2023, Islands Gletscherwelt und Eiswürfel

 

 

Moin Leute,

 

Gut genächtigt hier vor meinem Gletscher. Niemand hat gesehen, also ist es auch nicht passiert. Nicht nachmachen, ist verboten und vielleicht auch gefährlich. Ich: kein Vorbild! Eigentlich nie!

 

Um 10 Uhr kommen die ersten Touristen hier angerudert mit ihren Mietfahrzeugen. Da bin ich schon wach und bald dabei aufzustehen. Schön, wenn man schon da ist wo andere erst hinfahren müssen. 

 

Gegen 11 Uhr schaue ich mich von innen nach aussen auf dem Parkplatz um und sehe, wie ein Minicamper mit offener Haube da steht, und ein Skoda mit offener Haube gegenüber. In der Hand haben die Protagonisten Starthilfekabel. Aha…der Minicamper ist wohl nicht mehr startfähig und bekommt nun Hilfe. Ich schau mir das von innen kurz an. Denke an meiner Starthilfe Box. So klein wie ne Powerbank aber hat schon zig mal gute Hilfe geleistet beim Starten von Fahrzeugen. Geladen müsste sie auch sein. 

 

Wie ich das alles so denke, sehe ich, dass der Fahrer des Mietcampers am Steuer den Kopf schüttelt. Scheint mit dem anderen PKW und Kabeln nicht zu funktionieren. So ziehe ich meine Winterjacke an, hole meine Starthilfebox aus der H32 Box am Heck des KaiMAN und laufe kurz rüber. Stellt sich raus, sind Amis. Der Mietcamper hat ein Elektrikproblem und startet nicht. 

 

Ich frage, ob ich helfen dürfe. Ja gerne…so klemme ich meine Box an. Der Ami setzt sich ans Steuer, dreht den Schlüssel…kurz Gewürge des Motors, dann ist er an und läuft. 

Der Ami hoch erfreut und glücklich. Bedankt sich vielmals und will dann los. Ins nächste Dorf um den Van checken zu lassen. 

 

Ich packe meine Box wieder ein und gehe zurück zum KaiMAN. Leute, niemals ohne eine solche Box auf Tour gehen. Vor allem, wenn die eigene Starterbatterie schon etwas älter ist. Entweder kann man sich selbst schnell mal helfen, oder jemand anderem. Ich hab mit einer von einem Follower geschenkten Box schon einigen Menschen aus der Klemme geholfen. Und mir selbst auch. Beim Skoda mit 3,6 Liter Hubraum und meinem 600 ccm Moped. Hat immer funktioniert. MUST HAVE für mich. Ganz klar. 

 

 






Als nächstes schaue ich mir noch meine Reifen an. Die sind teilweise ziemlich angeschlagen. Vor allem rechts hinten. Schnitte im seitlichen Gummi und an zwei Stellen ist ein 5 Cent großes Loch im Gummi und man sieht die Stahlkarkasse dahinter. Muss ich weiter im Auge behalten. Immerhin hinten und nicht vorne. Links hinten hat der Reifen auch Einschnitte, seitlich im Gummi. Sieht auch nicht gesund aus. Die Lavasteine hier sind schon gefährlich. 

 

Gegen 14 Uhr fahre ich ab, vorher gab es noch 3Beas Porridge fürs Team, verabschiede mich vom Gletscher und will zur 1 zurück. Oh…da geht es links…wohin wohl…wir kamen von rechts. 

Also, links, der Flauschknödel neben mir rollt mit den Augen wie mir scheint…egal…links. Von hier sehen wir noch etwas den Gletschersee, Eisbärge und dann…oh…da fehlt was. Abrupter Stopp. Da ist keine Fahrbahn mehr! Die Brücke über den Fluss fehlt. Ups… Ich schau den Co-PILOT an, er schaut völlig unbeteiligt zurück…hm..der wird doch hier heut Nacht nicht ne Brücke zerbombt haben?

 

Die Straße ist hier versperrt von einer Mini Schotterrampe, die ich nen Meter hoch fahre. Der KaiMAN steht nun schräg und hat mehr Bodenfreiheit. Zeit, einen Blick unter den Van zu werfen. Doch zu sehen ist nix. Keine Verletzungen oder Schürfwunden am Unterboden oder Bauteilen. Alles gut eingestaubt, sonst aber gut in Schuss. Die Kardanwelle dünkt mir auch noch gerade. Alles bestens. 

 

Rückwärtsgang und zurück auf die 1. Nun den Weg den wir gekommen waren. Doch kurz geht auch noch die Drohen in die Luft. Einmal mit dem KaiMAN vor dem Gletscher fahren. Cooler Shot. 

 

Der 1 folgen wir weiter in östlicher Richtung. 40 Minuten. 1 km vor dem Bazhalparkplatz zum Diamond Beach stoppe ich an einem kostenfreien Parkplatz. Super, so sparen wir uns 900 ISK. Soviel kostet das Parken auf den Parkplätzen am Diamond Beach. Und den km hinlaufen bekomme ich auch noch hin. Friedrich wird stolz sein auf mich.

 

Ich schnappe meine Kameras und lauf los. Von Westen droht Regen. Hoffe, der hält sich noch etwas zurück. 1 km an der 1 entlang, dann irgendwie drüber…Alter ist hier ein Verkehr…und schon steh ich am Gletschersee Abfluss und danach am Strand.  

 

 

               

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Und tatsächlich, am Strand liegen Eisberge unterschiedlicher Größe rum. Hammer…ist das geil. Das Wetter zwar weiter grau…aber egal. Bringt Mystik in Bilder und Videos. Strand schwarz, drauf das weisse oder teils auch leicht blaue Eis. Grandios. Sowas hab ich noch nie live gesehen. Echte Eisberge…okay…vom Gletscher…aber egal. 

Die werden hier vom Gletschersee rausgespült und vom Meer an den Strand gedrückt. Auf der Westseite des Abflusses übrigens deutlich mehr Eis als auf der Ostseite. 

Und: alleine ist man hier natürlich auch nicht. Es ist gut was los. Als ich jedoch etwas den Strand entlang laufe und ne Weile bleibe…bin ich irgendwann alleine mit Wellen, Eisbergen im Wasser und am Strand. So geil…ich bin echt begeistert. 

 

Die Wellen krachen hier gegen die großen Eisbollen. Bewegen sie, drücken sie an und auf den Strand. Ich ziehe Schuhe und Socken aus, zum Glück kurze Hose an, mal wieder als einziger hier am ganzen Strand. Mit diesem Setup komme ich näher ans Eis im Wasser ran und bekommen….Alter…ist das Wasser kalt…schnell nasse Füsse und Beine. Das Wasser aber affenkalt. Meine Fresse!

 

Ich weiss nicht wie lange ich hier bleibe, 1 oder 2 h…laufe später noch zum Gletschersee, sehe riesen Eisberge. Drohnenflug wäre sicher cool. Aber ich verkneif es mir. Überall stehen Flugverbotsschilder. Und manchmal halte ich mich dann doch an die Vorgaben. Der Co-Pilot auch.

 

Gegen 18 Uhr bin ich gut erfrischt und leicht frierend bei 10 Grad wieder beim KaiMAN. Heizung…hallo Heizung…volle Möhre…aufwärmen bitte!

Und weil zur Kälte auch Hunger hinzu kommt, mache ich mir schnell noch einen Topf mit Tortellini mit Tomatensoße. Immer wieder ungerne gesehen im Team, weil das keiner mag, wegen der gefährlichen roten Soße. Ich liebe es allerdings. 

 

Um 20 Uhr bin ich vollgefressen und fertig für die Abfahrt. Dann mal los. Wohin…hm….heute wieder Campingplatz, jener bei Stokksnes. Dort gibts dann für morgen auch gleich was zu tun. 

 

 



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So überqueren wir die einspurige Brücke über den Eisbärgfluss und Blicken auf die vielen Parkplätze. An einem Van bleibt mein Auge kurz hängen…ein MAN mit Hochdach…ist das etwa Hannes mit Familie? Zu gerne würde ich hallo sagen, doch müsste ich dafür auf den Bezahlparkplatz mit Kennzeichenerfassung. Und da ich Hannes ja auf dem Schiff in ein paar Tagen sehe, entscheide ich mich gegen einen 900 ISK Stopp und rolle weiter. 

 

Wetter wird immer besser, sogar die Sonne zeigt sich noch. Grandioses Licht. Irgendwo auf der Strecke stoppe ich noch ne Stunde für eine Timelaps mit Wolken, Bergen und Sonne von hinten. Toller Anblick. 

 

Erst gegen 22 Uhr erreiche ich bei ohne Sonne den Campingplatz vor steiler Bergkulisse. Eine 4 km Schotterpiste führt hin. Gut zu fahren. Windig ist es bei der Ankunft und kalt. Der Campingplatz fast voll. Doch finde ich noch einen Spot für den KaiMAN. Schnell noch schauen ob wir zahlen können….äh - nein. Das Kaffee in dem gezahlt werden soll, hat nur bis 20 Uhr auf. Zugang zum Gebiet für morgen kann man am Automat kaufen. Kostet 1000 ISK wenn man hier nicht nächtigt. Pennt man hier, kostet die Nacht 2000 ISK pro Person, doch ist dann der Eintritt auf das Privatgelände schon mit drin. Immerhin!

Aber das ist Action für morgen. Wikinger Dorf! Freu mich drauf.

 

Jetzt aber schnell wieder zurück in den Van. Zu windig, zu kalt draußen. Schade irgendwie, dass man abends immer drinnen sitzt auf Island. Ich glaub, auf dem ganzen Trip gab es zwei Abende, wo man draußen sitzen konnte. Sonst zu kalt, zu windig oder zu ungemütlich. 

 

Im KaiMAN arbeite ich noch bis 1 Uhr und gehe, bei heulendem Sturm, pennen. Bin gespannt was das morgen gibt. 

 

Gute Nacht und bis nachher. 

 

 

 

Kai und Team-Rote-Soße-Verabscheuer

 

 

GPS Koordinaten:

 

abends: 

 

 

Unsere heutige Route: ca. 152 km

 

 

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