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#949 Rumänien - Das Donau Delta, mittendrin statt nur dabei!

11.06.2024 Eine gewaltige Bootstour über 120 km

        

Schönen guten Morgen, 

 

7:15 Uhr wach. Nacht war gut, dank Ohropax kein Hundegebell gehört. Es ging aber gut was ab, wie ich von Dirk später erfahre.

Wird leicht warm im Van. Draußen Sonne und das Solarpanel pumpt schon Strom in die EcoFlow. Sehr gut. Jedes Watt zählt. 

 

Ich baue mir ein schnelles 3Bears Porridge und genieße es, während ich schnell noch einige Dinge am Laptop erledige. 

 

Als das erledigt ist, kurze Campingplatz Tour. Pool...klein aber sauber und schön... Dusch/WC Haus, sehr neu, super sauber, gut riechend. Wow! Und das für gerade mal 12 Euro die Nacht. Das hab ich auf Island teils auch gezahlt und bekam....praktisch nix. 

 

Vorne am überdachten Outdoor Kochbereich mit Spüle treffe ich unseren Nachbar aus Moldawien und komme mit ihm ins Gespräch. Er kommt auch mit auf die Donau Delta Bootstour. Spricht gut Englisch, macht n netten Eindruck. 10 min unterhalten wir uns, dann muss ich zurück zu Zottl. Ist 9:20 Uhr. Um 9:30 Uhr startet unsere Tour. Soll bis 17-18:00 Uhr gehen. Langer Tag auf dem Wasser. 

 

Um 9:31 Uhr sitzen wir alle im Auto des Campingplatzbetreibers und fahren ab. 2 km zum Hafen. Dort umsteigen in ein Langboot mit Dach und Außenborder. Für 10 Leute gemacht, wir sind fünf plus Kapitän. Dirk und ich setzen uns hinten hin, genug Platz und niemand im Weg. Perfekt. Die Tour kann starten. 

 




Um 10 Uhr legen wir ab. Fahren tanken, dann gemächlich aus dem Hafen und durch die Kanäle zum Fluss. Drei Donau Flussarme durchqueren das Delta und enden im Schwarzen Meer. 

Doch den breiten Strom fahren wir nur kurz, danach geht es in schmale Kanäle. Bäume, Schilf, Seerosen. 30 Grad, Wind. Perfekt für eine Bootstour. 

 

Immer wieder verlangsamt der Kapitän die Fahrt wenn Tiere zu sehen sind. Pelikane, Kormorane, kleine und große weisse Vögle, Graureiher. Keine Krokodile, Nilpferde oder Elefanten. Nur Vögel...und Wasserschlangen. 

 

Die Fahrt äusserst kurzweilig. Immer wieder gibts infos zum Delta. So sind die Kanäle rund 1,5 m tief, die Flüsse so 4 m die verschiedenen Seen bis zu 20 m. 

Mit dem Auto kommt man als Touri ins Delta nicht rein. Nur die Lokals dürfen das, es gibt alte Fähren und ein paar Strassen zu den Dörfern hier im Delta. 

Schilf Inseln gibt es, die sich vom Wind hin und her treiben lassen und mal hier und mal dort sind. 

 

Zwei Arten von Pelikanen sind zu sehen im Donau Delta. Das Wasser soll sehr sauber sein. Müll oder Dreck ist keiner zu sehen. Als unser Kapitän einen Plastikeimer im Wasser schwimmen sieht, stoppt er und fischt ihn aus dem Wasser. Bravo!

 

Das Wasser ist alles Süsswasser und recht warm wie der Fingertest zeigt. Zudem werde ich hinten auch immer mal etwas nass wenn es flott durch die kleinen Wellen geht. Es spritzt...was aber nicht weiter stört. Ich bin beschäftigt mit filmen und fotografieren. Mein 600er Canon Objektiv kommt heut meist zum Einsatz. Die Bild Stabilisierung ist echt der Hammer bei dem Teil. Mit der Sony ist bei nem 300er schon Schluss. Die bekommst es nicht stabilisiert. 

 

Bei Anglern oder Gegenverkehr geht unser Kapitän immer vom Gas, wir winken und grüßen und kaum vorbei, gibts wieder Speed. Umsichtige Fahrweise hier, von allen. 

 

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Gegen 13 Uhr erreichen wir St. Georg. Bis hier sind wir bereits 70 km Boot gefahren. St. Georg liegt am Schwarzen Meer, nur mit Boot erreichbar. Wir legen im kleinen Hafen an, unser Kapitän hat ne Kühlbox dabei und einen Toiletten Stopp gibts. Die Klos aber in recht desolatem Zustand. Klein ist okay...groß wollt ich hier nicht müssen. 

 

Das Dorf noch sehr ursprünglich. Einige Hotels, Gebäude aus der Russland Zeit und ein überdachter Picknick Platz mit Tisch und Bank. Perfekt für uns. Tischdecke drauf und dann gibts lecker Essen. Tomaten, Käse, selbst gemachter Aufstrich, Brot, Oliven, Kaffee.... Super! Die Tour ist eine Empfehlung! Alles organisiert und durchgeführt von unserem Campingplatz Casa din Delta Murighiol. Kosten: 60 Euro.

 

Nach der Futterzufuhr gibts noch einen Rundgang durch St. Georg. Sandige Straßen, schöne Gärten mit Rosen und Gemüse, kein Verkehr, Dirk gewinnt eine neue Freundin. Ein kleiner Welpe folgt ihm über hunderte Meter. Legt sich zwischen seine Füsse, auf seine Schuhe, in seinen Schatten. Sehr klein, sehr jung. Herzzerreissend! Sollte man gerade einpacken und mitnehmen. Doch nix da....keine Entführungen!

 

Zurück am Hafen mit etwas Sand in den Schuhen, aufs Boot und weiter. Was nun kommt ist wohl am Limit für Boot und Maschine. Es geht raus zum Schwarzen Meer auf dem St. George Flussarm. Doch der Wind hämmert ordentlich Wellen in den Fluss. Er geht heftig auf und ab. Spritzt und ist Spass pur. 1,5 m Wellen rollen uns entgegen. Mit unsere Nussschale schon ziemlich heftig. Aber wir haben alle Schwimmwesten an. 

 

Dennoch, der Kapitän dreht bei, zu viel Wellen und Wind. Bis ganz vor ans Schwarze Meer schaffen wir es auf dem Boot nicht. Dann halt zu Fuss. 

 

Denn der Kapitän steuert uns nun in einen kleinen Seitenkanal. Wasser ruhig, eng, überall Schilf und dann Ende. Wir legen direkt am Ufer an und laufen 15 Minuten zu einem Strand mit zwei Bars. Liegen am Strand, hallo Schwarzes Meer! Da sind wir wieder. Das zweite mal nun auf unserer Tour stehen wir hier am Strand. Heute aber dort, wo die Donau nach 2.850 km im Meer mündet. Wow...schon cool! Die Tour lohnt sich. Auch wenn die Tierwelt nicht der Burner ist. Aber das ganze Delta zu sehen und zu erfahren ist schon sehr geil. 

 

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Nach 30 Minuten Aufenthalt geht es zurück aufs Boot und nun mit Vollgas zurück gen Campingplatz. Mit 45 km/h übers Wasser...ich werde wieder gut nass. Immerhin kein Salzwasser. Und warm ist es auch. Somit eine willkommene Abkühlung. 

 

Gegen später wird das Wasser ruhiger und die Fahrt wieder entspannter. Schilf, Wald, Kanäle ziehen an uns vorbei und um 17 Uhr laufen wir wieder in den Hafen ein. Um 17:20 Uhr sind wir ziemlich geschafft zurück auf dem Camping. 300 Lei, also 60 Euro hat uns diese Tour gekostet. Ein Erlebnis. Sein Geld wert. Nicht überteuert!

 

In Zottl empfangen mich Co-Pi und Friedrich mit der Whisky Flasche im Arm. Der Co-Pi schaut noch immer sehr traurig wegen des Drohnen Crashs gestern. Friedrich liegt noch immer im Wattekoma. Doch scheint er wieder etwas mehr Farbe zu haben als gestern. Das wird hoffentlich wieder mit ihm. 

 

Unsereins öffnet sich ein Radler und setzt sich vor den Van. Prost Dirk! Danach geht Dirk duschen und ich kochen. Komme mir langsam vor wie der Koch der Tour. Gibt ähnliches wie gestern. Gemüse und Reis, Hühnchen Fleisch. Alles in einem Topf. Schmeckt wieder grandios. Selbst Dirk ist begeistert. Und er steht nicht auf Gemüse. 

 

Im Anschluss Abwasch, Eis und Schnaps plus Whisky und n selbstgebrannter Grappa unseres moldawischen Nachbarn. Von allem ein wenig. Um 21 Uhr geht Dirk arbeiten, ich streife nochmal über den Camping, laufe vor ans Wasser, treffe dort auf Rumänen die angeln und die Fische gleich frittieren. Ich bekomme sogleich einen kleinen angeboten, dazu einen Pflaumen Schnaps und 3.000 Mücken. Die Leute super nett, sind hier am zelten. 

 

Doch bevor ich von den Mücken komplett gefressen werde, sage ich danke und gute Nacht und verziehe mit um 22 Uhr in den KaiFORD. In dem fühlen wir uns alle weiterhin super wohl. Ein toller Van. 

Bis Mitternacht arbeite ich noch, dann noch eine Kuschelaktion mit dem Duschvorhang, sprich: ich dusche! Frage mich dabei, ob die Herren/Damen Produktmanager/Entwickler in ihrem Carado mal selber geduscht haben und ob sie es wirklich für gut befunden haben. Der Duschvorhang klebt so eng an, bewegen ist schwierig und es ist echt nicht schön. Da helfen auch stabile Wassertemperatur und Druck der Brause nix. Naja....egal....gut geduscht und jetzt sauber ab ins Bett. 

 

Gute Nacht und bis morgen. 

 

Kai und zwei deprimierte Bären.

 

 

GPS Koordinaten:

morgens: unverändert zu gestern

abends: Casa din Delta Murighio

 

Unsere heutige Route: ca. 120 km mit dem Boot

 

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