Von Frankfurt mit Übernachtung im Odenwald und AdBlue tanken zurück nach Hause - Teil 2

In Frankfurt verbringe ich einen Bergwerk Tag, anstrengend aber gut. Müde komme ich abends um 19:00 zurück zu Zottl. Kurz vor dem Verhungern. Was soll ich jetzt machen, sofort abfahren und zu meinem angedachten Schlafplatz am Rande des Odenwalds fahren, oder möglicherweise hier nochmal pennen. Im Gewerbegebiet ...hm…nee, hier bleiben will ich nicht, so toll ist es dann auch nicht.

Aber: Hunger und Autofahren ist keine gute Mischung. Somit entscheide ich: ich mach mir kurz hier noch mein Essen warm, esse und fahre nach der Mahlzeit gen Schlafplatz. Hört sich vernünftig an, oder?

Ich werfe den Herd an, erwärme meine Reste vom Vortag und genieße ein leckeres Essen. Ich hab das schon öfter geschrieben (fürchte ich) aber es begeistert mich einfach immer wieder: alles dabei haben und flexible auf neue Situationen reagieren können, ist mit dem Camper einfach gigantisch cool. Wieso hab ich damit nicht schon vor 10 Jahren angefangen? Egal, ich genieße es jetzt in vollen Zügen.

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Nach dem Essen, abwaschen…uh….mag ich nicht wirklich, noch weniger mag ich abtrocknen. Aber hilft ja nix. Gut ist es nicht viel. Ich bring es „schnell“ hinter mich. Verräume alles und bin somit fertig für die Abfahrt. Es ist 20:30 Uhr. Google Maps sagt mir, ich benötige eine Stunde bis zum Zielort. Stau ist keiner, prima!

 

Die Fahrt verläuft bei Regen und wenig Verkehr recht ruhig. Ich höre mein Hörbuch und genieße die Fahrt.

Pünktlich wie von Google Maps errechnet, komme ich an meinem Schlafplatz an (49°28'27.8"N 8°43'03.1"E). Ich hatte noch zwei weitere Optionen, die ziehe ich aber nicht, denn der Platz sieht für eine Nacht gut aus. Ich parke Zottl etwas versteckt hinter einem Schotterhaufen. Motor aus, Licht aus, total Dunkelheit. Parkplatz ist unbeleuchtet. Dieser Moment, wenn man das Licht ausmacht und in absolute Dunkelheit schaut, ist schon immer ein klein wenig huhu… J.

 

Essen muss ich ja nicht mehr, also kümmere ich mich noch ein wenig um Emails und Videos und gehe bald schlafen. Langer, anstrengender Tag. Gut ist jetzt Wochenende.

 

Am nächsten Morgen wache ich um 08:30 Uhr auf. Gut genächtigt. Erst am Morgen war ein wenig Verkehr zu hören. Aber nicht weiter schlimm. Frühstück entspannt genießen und jetzt mal einen Schritt vor die Tür machen. Oh, es regnet kaum noch und schau mal da oben, kleine blaue Löcher in der Wolkendecke. Vielleicht werden die ja noch größer. Dann lass ich mal Zottls Schiebetür offen, lüften schadet ja nicht

Ich filme für YouTube Video etwas durch die Gegen und je länger ich draußen bleibe, desto stärker fängt es wieder an zu regnen obwohl die blauen Flächen am Himmel größer werden. Komisches Wetter hier.  Ich stelle mich zum weiteren Filme unter eine kleinen Unterstand der die Karte der Wanderregion zeigt. So werden meine Kamera und ich wenigstens nicht noch nasser.

 

Deutlich später, ich hab alles im Kasten, wende mich wieder zu Zottl, sehe die offene Schiebetür, bemerke wieder den Regen und denke…Oh verdammt….ich laufe zu Zottl, alles naß im Schiebetürbereich. Oh ich Dubbel… Da schnappe ich mir also erstmal ein Handtuch und trockne Zottl: Küchenblock, Tür, Boden.... Naja, sehe ich es mal positiv: so ist Zottl mal wieder gut sauber. Aber öfter muss mir das nicht wirklich passieren.

 

Aufgrund des Wetters laufe ich nicht zum nahe gelegenen kleinen Stausee (49°28'31.6"N 8°43'18.4"E) sondern mache mich vom Acker. (Erinnerung an mich: leg mal einen Regenschirm in Zottl und Deine Regenhose!) Kaum sitze ich im Auto, parke rückwärts raus, blendet mich doch glatt ein Sonnenstrahl. Da will mich doch einer vereiern, oder? Bin ich draußen, regnet es. Bin ich drin, kommt die Sonne.

 

Na egal, ich fahr ab. Nächster Stopp Weinsberg. Kurz bei der Familie vorbei und noch einen möglichen Übernachtungsparklatz unterhalb der Burgruine Weibertreu zeigen (49°09'10.2"N 9°17'14.0"E). Für Kastenwagen eine gut gelegene Station für eine Nacht. Ist jedoch ein normaler Parkplatz, ohne alles, aber recht zentral gelegen. Ah, öffentliche WC's sind ganz in der Nähe.

 

Später schaffe ich es endlich, meinen AdBlue Tank zu füllen. Die Tanke in der Nähe der Autobahn am Weinsberger Kreuz (49°08'38.2"N 9°18'30.6"E) eröffnet mir die Möglichkeit, die Soße für 0,59 EUR/Liter per Zapfhahn in den Tank laufen zu lassen. Ich muss jedoch etwas warten, Ein LKW füllt gerade seine Dieseltanks, das dauert.

Die AdBlue Betankung ist komplett komplikationslos. Nur halt nicht in die Diesel Öffnung laufen lassen, sondern in den gesonderten AdBlue Zulauf bei Zottl. Nach 11 Litern schaltet die Zapfsäule automatisch ab. Tank voll. Ich drücke nochmal nach, aber schalte sofort wieder ab. Voll ist voll. Ja, das kennt man…

 

Beim Zünden des Motors ist nun auch endlich die nervige AdBlue Meldung weg. Ich hab bei dieser Betankung ca. 5.500 km auf der Uhr, mal sehen wie weit ich nun mit dem AdBlue Tank komme.

 

Nach der erfolgreichen Tank Füllung geht es wieder auf die Autobahn und zurück gen Heimat. In Stuttgart empfängt mich ein Stau, nach Stuttgart später noch eine Nachtbaustelle mit Stau. Wenigstens an der Grenze ist nix los. Dennoch hält mich der Grenzer freundlich an und fragt ob ich etwas dabei habe. Ich verkneife mir zu sagen: japp, Schwarzwassertank voll, Grauwasser auch voll!

Die Jungs und Mädels an der Grenze machen ja nur ihren Job und haben sicher keine Lust auf blöde Antworten. Daher antworte ich freundlich: Nee, nix dabei. Er winkt mich weiter. Ich sage danke.

 

In Zürich ist es ruhig, ist ja auch schon spät. Wie nach jeder Reise, steht jetzt noch die Entsorgung vor Zug an (47°13'38.2"N 8°27'44.7"E). Das läuft mittlerweile fast wie im Schlaf. Selbst das kurze Luft anhalten bei der Entsorgung der Toilettenkassette bringt mich jetzt nicht mehr außer Atem. Alles easy.

Tanks leer, ab nach Hause. Ausladen, Abendessen….nee, stopp. Andersrum: Abendessen und dann ausladen. Hungrig kann ich nicht die vielen Stufen bei uns hoch und runter rennen. Das würde mich umbringen.

Ein unspektakulärer und ziemlich normaler Trip geht hier zu Ende. So kann das ganz normale Camper-Freisteh-Leben auch aussehen.

 

Ein paar Worte möchte ich noch loswerden an euch, liebe Mitreisende, Mitleser, YouTube Videoschauer:

Ich danke euch ganz herzlich fürs Mitlesen und für die vielen positiven Rückmeldungen zu Blog und YouTube Videos. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie mich jeder einzelne Daumen hoch, jeder Kommentar, jede Email, jedes Teilen von Videos oder Facebook Inhalten freut.

Ich bin doch etwas überwältigt von der Resonanz und den vielen schönen Reaktionen bezüglich meiner Aktivitäten. Hätte im Leben nicht damit gerechnet, als ich vor einigen Monaten damit anfing. Aber all das gibt mir unheimlich Antrieb und Motivation, meinen Blog und YouTube Kanal weiter voranzutreiben.

Somit ein GROßES DANKESCHÖN an euch alle da draußen. Es ist schön, dass ihr dabei seid und ich hoffe, wir werden noch viel Spaß haben in Zukunft. Und falls ihr Zottl und mich mal irgendwo sehen solltet...sprecht uns gerne an. Zottl wird zwar nicht viel antworten, ich aber schon :).

 

Viele Grüße

 

 

Kai

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