Zurück ins schlechte Wetter...

Ahhhh…guten Morgen…was für eine ruhige Nacht. Es ist 8:00 Uhr und ich wache nach einer guten Nacht entspannt auf. Kurzer Blick raus: niemand da! Scheint, als würden Langläufer im Tessin nicht so früh auf den Beinen sein. Naja, soll mir recht sein. Dennoch: Rollo wieder runter. Nicht dass mir hier noch ein Bär ins Auto schaut…ach nee, die halten ja Winterschlaf.

 

Dann steh ich mal auf, denke ich, und bleibe liegen. Mich treibt ja heute nix…hm…außer vielleicht der leichte Hunger in meinem Magen. Oh…und ein Kaffee wäre toll…hilft wohl nix, ich bin alleine unterwegs, raus aus den Federn.

Heizung wird von 18 auf 20 Grad gestellt. Dachluke für frische Luft geöffnet und der Gasherd angeworfen. Wasser kochen und Kaffee machen.

Für mich ist es immer wieder schön mit Gas zu kochen. Ist ein ganz anderes Gefühl als mit Strom. Aber ich spielte schon immer gerne mit dem Feuer…und jetzt damit zu kochen mach mir Spaß. Natürlich erfreue ich mich auch immer noch an meinem Tesla Feuerzeug. Das arbeitet noch immer zuverlässig mit der ersten Batterieladung (Weihnachten 2017). Aber ich schweife ab…

 

Zurück zum Frühstück. Rein damit in den Hals, ordentlicher Kaffee dazu. Um die Kaugeräusche etwas zu übertönen, höre ich über meine UE Megaboom noch etwas Hörbuch (Das geheime Leben des Monsieur Pick, sehr schönes Buch). Über die Bücherei in Zug/Unterägeri kann ich bei Onleihe.de kostenlos Bücher ausleihen. Ein super Service! Da ich viel Auto fahre, hab ich einen hohen Verschleiß an Hörbüchern. Oh man, schon wieder am abschweifen...

                   

Nach meinem Frühstück wasche ich kurz die paar Teile ab und stelle sie zum Trocknen hin.

Hausarbeit erledigt, ich zieh ich mir meine Jacke, Mütze und Sonnenbrille an und begebe mich vor die Tür. Temperatur liegt nur knapp unter Null Grad, kein Wind und die ersten Sonnenstrahlen sind auch schon unterwegs. Auch die Straße ist nun besser besucht. PKW Kolonnen erreichen das Langlaufgebiet. Gut stehe ich auf dem Parkplatz, der am weitesten entfernt ist vom Einstieg in die Loipe. Hier will, bis auf einen großen Reisebus, noch niemand parken. Langläufer scheinen lauffaul zu sein. J Man könnte fast meinen, das ist ein Widerspruch in sich…aber lassen wir das.

 

Die Parkplätze vorne an der Loipe sind schon voll. So langsam bricht leichtes Chaos aus. Alle Autos fahren bis vor, müssen dann auf engem Raum drehen und dann zurück um an der Straße oder auf „meinem“ Parkplatz zu parken. Ich könnte hier jetzt Parkplatzeinweiser spielen, fürchte aber von den vielen Tessinern und Italienern überfahren zu werden. So schaue ich dem Ganzen belustigt zu, mache noch einige Videoaufnahmen von der Landschaft und genieße das schöne Licht und die Helligkeit.

 

Die Parkplätze füllen sich immer mehr. Auch „mein“ Parkplatz ist so gut wie voll. Was passiert dann? Genau, das kreative Parken beginnt in dem jeder Quadratmeter zugeparkt wird, im Glauben, dass ein anderes Fahrzeug schon noch dran vorbeikommt. Ich stehe hinten auf meinem Parkplatz, wenn vorne nun kreativ geparkt wird, komme ich nicht mehr raus. Daher entscheide ich, meine Sachen zu packen und meinen Platz freizugeben. Ich möchte heute ohnehin nicht so spät nach Hause fahren. Ein Besuch im Fitnessstudio steht noch an am Nachmittag. Das sollte für längere Zeit auch der Letzte sein...

Ich mache Zottl abfahrbereit, verstaue alles, lasse den Motor an, ziehe die Blicke der Langläufer auf mich wie ich so losfahre. Sie können wohl nicht glauben, dass hier jemand ist, der nicht zum Langlaufen gekommen ist, sondern nur zum Schlafen. Tja Freunde, habt ihr heute auch noch was gelernt, denke ich mir und rolle vom Parkplatz. Wieder bergab über die gleiche miese Straße die ich gekommen war. Die Sonne strahlt vom Himmel wie ein Honigkuchenpferd. Ich genieße die Abfahrt und die Sicht.

Im Tal unten kommt auch die Temperatur wieder aus dem Keller. Deutliche Plusgrade in Verbindung mit Sonne. Sogar einige Palmen stehen hier rum. In Biasca biege ich wieder auf die Autobahn und fahr einige Kilometer bis ich zum Parkplatz mit Ver- und Entsorgung komme (46°26'41.9"N 8°49'57.3"E). Der Liegt doch tatsächlich schön in der Sonne, ist kaum besucht. Es ist 11:30 Uhr und ich beschließe mir hier mein Mittagessen zu kochen. 

Ach, mit Ver- oder Entsorgen ist hier nix. Es gibt zwar eine Vorrichtung, die ist aber im Winterschlaf. Abgesperrt und abgedeckt.

Ich entsorge meinen Müll fachgerecht, mache mir Bratkartoffeln mit Rührei. Dazu erwärme ich meine Gemüsereste von gestern Abend. Eine ordentliche Portion.

Die Sonne bestrahlt Zottel schön, ich stelle die Heizung aus. Und tatsächlich, bei Außentemperatur ca. 7 °C kühl Zottl im Inneren mit Sonne nicht aus. Und ich habe sogar noch mein Dachfenster auf. Oh man, freu ich mich auf Trips bei warmen Temperaturen!

 

Nach dem Essen kommt wieder die Hausarbeit. Diesmal auch mit Abtrocknen, denn ich will hier ja nicht ewig stehen. Irgendwann wird es schattig, der Berg vor mir ist zu hoch, die Sonne verschwindet dahinter. Ich mache mich auf den Weg hoch zum Gotthardtunnel. Die Sonne und blauer Himmel begleiten mich noch bis zum schwarzen Loch. Dann herrschen Dunkelheit, künstliches Licht und knapp 17 km langweiliger Beton. Wie ist wohl das Wetter auf der Nordseite?

Raus aus dem Tunnel, an die frische Luft und…es könnte schlimmer sein. Trocken, Hochnebel. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Denn, je tiefer ich kam, desto mehr fing es an zu schneien. Am Vierwaldstädtersee fielen dicke dichte Flocken, später in Schwyz regnete es kräftig. Als ich jedoch an meinem Entsorgungsort ankomme, ist es doch tatsächlich trocken bei 3 °C. Wieder mal Schwein gehabt. Schnell sind alle Tanks und Boiler entleert und schon fahre ich über Zug nach Unterägeri ins Fitnessstudio. Es schneit kräftig in Unterägeri, aber es ist zu warm, so bleibt das Zeug nicht liegen.

 

1,5h später sitze ich wieder in Zottl, es schneit noch immer und so langsam wird es leicht weiß. Zeit nach Hause zu fahren. Ich stoppe aber nochmals um Zottl kurz abzudampfen. Er ist ordentlich eingesalzen, das sollte noch ab.

 

Und hier geht der Dank an euch, liebe Leser und Einkäufer: diese Wäsche konnte ich mit Geldern zahlen, welche über meinen Amazon Partner Link generiert wurden. Danke also, dass ihr über meinen Amazon Link einkauft! Zottl hat sich tierisch gefreut über die Wäsche, ich hatte zwar die Arbeit, aber dennoch auch meinen Spaß! 

 

Ich fühle mich zwar komisch, bei starkem Schneefall und nassen Straßen Zottl zu waschen…aber schon bald gesellt sich ein Seat Fahrer dazu und wir waschen unserer Autos parallel. Etwas Seltsames zu zweit zu tun, macht es gleich etwas Unseltsamer. 

5 Franken später ist Zottl halbwegs sauber, ab nach Hause. Da schneit es auch, die Straße ist weiß, ich komme so gerade noch unseren Hausberg hoch. Wann es mich hier wohl mal erwischt….war jetzt schon dreimal knapp.

Die nächste Fahrt mit Zottl wird mich zu meinem Händler in Jestetten führen. Einige Kleinigkeiten müssen gemacht werden:

  •  Fenster hinten rechts ist undicht
  •  Zwei Gummidämpfer der Topfträger sind kaputt
  • Irgendetwas im Bereich der Küche knistert stark und quietscht ab und an
  • Ich lasse noch an allen Radkästen einen Spritzschutz montieren. Könnte ich wohl auch selbst, hab aber keine Lust drauf.

 

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