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#221 Silvester Tour 2020/21 - Parken vor dem Loch...abhängen am Tunnelportal

Guten Morgen,

herzlich willkommen zu unserem letzten Blogbeitrag bezüglich der Silvester Tour 2020/21. Hier schließt sich unsere 1,5 wöchige Reise mit Höhen, Tiefen, Überraschungen, netten Menschen, Kälte, Neuschnee und ohne Meer.
Doch bevor wir sentimental werden, erstmal noch Vollgas in den letzten und vorletzten Tag. 

Gestern hatte sich Friedrich schönes Wetter gewünscht um vielleicht nochmal auf der Trittstufe bzw. der Küchenzeile frühstücken zu können. Hm...ob das was wird...

Aufwachen, aufstehen...Außentemperatur -3°C. Kalt, aber nicht sooo kalt. Gestern Abend zeige die Temperatur noch -7°C. Und das Wetter? 
Um aus dem Schiebetürfenster schauen zu können, muss ich erstmal die vorgehängte Decke entfernen. Denn bei defekter Heizung müssen Kältelöcher ein wenig mehr abgedeckt werden. Auch die Handtücher am Boden und der Seite werden wieder verstaut. Und ein Blick raus zeigt....schönes Wetter. Die Sonne scheint durch einen leicht milchigen Himmel.

Mütze auf, raus vor die Tür. Also ich, Friedrich eher nicht, macht sich sorgen, seine Ohren könnten frieren. 

Was sich bietet ist einfach phänomenal. Ein absoluter Traum, ein Topspot im Winter. In die eine Richtung Blick das Avers hoch, verschneite Berge, Wälder und unten im Tal ein Miniaturdorf. In die andere Richtung, weniger Weite, dafür heftige Felsen. Was ein Blick. Ich könnte mir hier einen Stuhl rausholen und das den ganzen Tag betrachten. Alles tief verschneit und auf der Gegenseite erkenne ich gefrorene Wasserfälle. Zeit für....Fotos und Videos.

Ich grabe mein Stativ aus und beginne mit meiner Canon R6 und meinen R600 Objektiv die umliegenden Berge nach Fotomotiven abzugrasen. Werde fündig und schieße los. Noch sind Wetter und Licht gut, ewig wird das heute nicht so bleiben. Von Süden sollen Wolken reinziehen. 
Auf dem kleinen Monitor der Kamera sehe ich zum Teil nicht immer alle Details die ich so filme und fotografiere. Und heute passiert es, dass ich Fotos von weit entfernten, gefrorenen Wasserfällen mache und erst viiiiel später sehe, dass da ja was klettert. So hab ich doch glatt aus Versehen Eisklettere gefilmt und fotografiert. 

 

Und nachdem die Canon ihren Job gemacht hat, darf auch noch der Aufklärer, also meine DJI Mavic Pro in die Luft. Seit über 2,5 Jahren leistet sie mir nun treue Dienste, da darf sie hier natürlich auch zeigen was sie kann.
Evtl. habt ihr es gemerkt, ich fliege nicht überall Drohne, sondern nur dort, wo es für mich nach reizvollen Aufnahmen aussieht. Ansonsten bleibt die Drohne am Boden und Mensch und Natur werden nicht gestört. Nicht alles muss aus der Luft betrachtet werden.

 

Die Drohne hat einen guten Tag, die Kälte macht ihr nix aus und nach 20 Minuten landet sie wieder auf der platt getretenen Landebahn. Zeit für ein wohlverdientes Frühstück für mich. Die Drohne bekommt frischen Zottl Strom.

Selten, aber auch das gibt es: ich mache mir Aufbackbrötchen im Omnia. Ganz ohne schwarze Stellen sogar. Und nachdem ich herzhaft starte, werde ich mutig: dieser komische rosa Aufstrich von Denis muss noch getestet werden. Mutig wie ich bin, nehme ich erstmal nur ein wenig zum probieren. Co-Pilot und Friedrich sitzen gespannt neben mir und haben vor Aufregung das atmen mal wieder eingestellt. Wahrscheinlich freuen sie sich schon, nachher mit Zottl alleine loszuziehen wenn ich das rosa Zeug nicht überlebe.

Tja, aber was soll ich sagen, die Enttäuschung ist groß, ich überlebe die rosa Candy Masse. Schmeckt gar nicht schlecht, nur schwer zu sagen nach was. Wie sich jedoch herausstellen wird: je öfter man sie isst, desto leckerer wird sie!

Nach dem Frühstück wieder ab vor die Tür. Ich schau mir den schmutzigen Zottl an und die Winterreifen. Das Profil sieht nicht mehr gut aus. Den nächsten Winter werden sie nicht mehr mitmachen. Aber wie weiter? Es stellen sich mehrere Optionen zu Auswahl denn auch meine Allwetterreifen sind nix mehr und schon recycelt:

1. Winterreifen drauf lassen und im Sommer tot fahren. Wobei ich nicht sicher bin, ob sie einen vollen Sommer überleben
2. Neue Allwetterreifen kaufen und diese für den Sommer und nächsten Winter aufziehen.
3. Sommerreifen kaufen und im Herbst neue Winterreifen
4. 18" Felgen mit Sommer/Allwetterreifen für den Sommer und Stahlfelgen mit Winterreifen für den Winter.


Tja, zum Glück muss ich das heute nicht entscheiden. Für 18" spräche sicher der bessere Fahrkomfort den man ihnen nachsagt, ein Luftfahrwerk will ich nicht verbauen.
Doch eigentlich sollte die diesjährige Zottlinvestition ja in Lithium Batterien gehen. Zusätzlich noch 18" Felgen...ob Friedrich da mitspielt...dürfte schwierig werden, ihn zu überzeugen. Hm....

Naja, egal, noch ist Winter...ich öffne die Kellertür und hole meinen IO Hawk raus. Mal sehen was der so im Schnee am Berg hier kann. Außerdem will ich mir nochmal die Strecke anschauen, die Zottl sich gestern so erfolgreich hochgekämpft hat.


                

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Die Kamera fährt auf dem kleinen Ausflug mit. Bergab ist kein großes Problem, außer das es ziemlich rutschig ist. Überall schaut dunkles, gefährliches Eis durch den Schnee und wartet nur, dass ich darauf ausrutscht. Ein wenig wundert es mich im Nachhinein schon, dass Zottl hier ohne Ketten hoch gekommen ist.

Ein Stück weiter unten treffen wir noch auf einen Abzweig mit menschlichen Spuren. Hier scheint ein Wanderweg abzugehen. Evtl. kommt man von hier über den Berg zum Lago di Lei im Winter. Könnte man mal machen...aber nicht heute. Das Wetter soll ja schlechter werden.

Nun aber der bergauf Test bei diesen rutschigen Schnee- und Eisbedingungen. Und wieder mal überrascht mich der Exit-Cross. Ziemlich problemlos kommt der mit Steigung und dem festgefahrenen Schnee zurecht. Gewicht nach hinten und er zieht aus dem Stand sauber los. Hätte ich jetzt so nicht erwartet.

Nach einigen Aufnahmen und mit und ohne Zeitlupe erreiche ich wieder den einsamen Zottl. Das einzige Auto heute war ein Thurgauer der hoch und wieder runter fuhr. Ah, und zwei Schlittler kamen noch hoch. Ansonsten...keine Sau hier, außer mir.

Nach der eScooter Tour wird er so gut es geht vom Schnee befreit und wieder verräumt. Ich geh mich dann mal in Zottl aufwärmen.

Und ruckzuck ist der Nachmittag rum. Verrückt! Da setzt man sich mal kurz an den Laptop um etwas Video zu schneiden und zack...20 Uhr! Und wie ich einen Blick vor die Tür werfe, sehe ich, dass es begonnen hat zu schneien. Bekommen wir hier zum Abschluss unseres Trips etwa nochmal Neuschnee?? Das wäre ja was....

Co-Pilot und Friedrich hängen ziemlich schief auf ihrem Sitz. Glaub die sind geschafft vom Nixtun. Ich selbst verspüre auch wenig Elan zu kochen und mach es mir daher einfach. Kartoffelsalat und Saiten müssen es heute tun. Dazu ein Lemon Becks...kann man trinken. 

Und weil der Tag recht faul war, stelle ich mich noch in die Küche und mache einen riesen Abwasch. Wenigstens etwas produktives gemacht heute. Und wie ihr seht, hat es uns heute nicht mehr von hier weg gezogen. Ein sooo schöner Spot den wir auch noch ganz für uns alleine haben...warum sollten wir da weiter ziehen?

Um Mitternacht, die Geister tanzen draußen um Zottl, begeben wir uns für ein paar Stunden unters Federbett. Hoffen, dass die Heizung auch diese Nacht ihren Job macht und uns nicht erfrieren lässt.

Und da das Video an dieser Stelle auch weiter geht...tippe ich hier mal fleißig weiter. 

 



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Schönen guten Morgen,

 

der nächste Tag startet mit 16 Grad in Zottl. Die Heizung läuft noch und draußen liegen minus 4 Grad an. Damit kann man im Grunde leben, doch stellen sich im weiteren Verlauf einige Probleme in den Weg.

Erstmal beschäftige ich mich nochmal intensiv mit meiner Heizung. Das Problem ist heute, wo ich hier den Blog tippe, zwar gelöst, damals jedoch noch nicht. 
Doch fand ich über die Silvester Tour Tage immer mehr heraus, was die Heizung noch kann und was nicht. Auf kleinster Leistungsstufe läuft sie super, sobald man mehr will, Fehler E122H. So muss ich morgens immer laaangsam und Grad für Grad die Heizung höher stellen. Je nach Außentemperatur schaffe ich es dann auf 20-21°C Grad. Muss dazu aber das Gebläse auf HIGH stellen.

Doch noch ein anderes Problem stellt sich: die Grauwasserrohre unter Zottl sind gefroren. Das Wasser läuft nicht mehr ab. Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass ich leicht bergab stehe. Das Wasser kann so nicht 100% in den Grauwassertank fließen, sondern ein Teil bleibt in den Rohren unter Zottl zurück und gefriert irgendwann. Die Isolation kann das verzögern aber nicht endgültig aufhalten. Tja...und on top: wenn ich im Bad am Waschbecken das Wasser laufen lasse, kommt es in der Duschwanne wieder raus. Ich hab somit einen innenliegenden Grauwassertank. Sehen wir es positiv: immerhin gefriert der nicht so lange die Heizung läuft....

Unterm Strich alles keine Show Stopper. Dennoch ist die Show heute zu Ende...

Nach dem Frühstück mit gefährlich rosa Aufstrich heißt es so langsam daran zu denken, dass wir heute wieder nach Hause müssen. Es ist Mittwoch, der 6. Januar, morgen am 7. muss ich wieder im Bergwerk Home Office Steine klopfen. Die stapeln sich sicherlich schon bis zur Decke.

 

Und da es mal wieder Zeit ist, in Zottl ein wenig zum Besen und Putztuch zu greifen, erledige ich das mal schnell unter den wachsamen Augen von Staubfängerchef Co-Pilot und seinem Adjutanten Friedrich. Super macht ihr das Jungs, immer schön zuschauen und hoffentlich was dabei lernen!

 

Und als innen alles sauber ist, geht es natürlich draußen noch weiter. Der Neuschnee, ein paar wenig cm zum Glück nur, muss auch noch von Zottl gefegt werden. Das macht allerdings deutlich mehr Spaß als das Fegen im Inneren. 

Und als ich alle Aufgaben zur Zufriedenheit meiner Mitreisenden Fellfüße erledigt habe, wird noch der Rest in Zottl aufgeräumt und verräumt. Wir machen uns fahrfertig und bereit für die Abfahrt. Mittlerweile ist es Nachmittag, wo ist der Tag hin, und 2,5-3 h sind wir sicherlich noch unterwegs. 

 

So bleibt am Ende nur noch zu hoffen, dass wir den Berg auch wieder gut runter kommen. Grundsätzlich  mache ich mir da keine großen Gedanken, das Schlimmste wäre wohl, denn uns ein Fahrzeug entgegen kommt. 

Der Neuschnee, vielleicht 3 cm, dürfte uns nicht weiter behindern. 
Also dann, alle Mann und Bär in Position und Abfahrt. Zum letzten Mal starte ich auf dieser Tour Zottl's 163 Pferdli und rolle über Eis und Schnee ins Tal.

Das funktioniert wie erwartet, problemlos! Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, die Abfahrt noch zu filmen, was wiederum bedeutet: Kamera aufstellen, hin und her rennen, und wieder von vorne.... Aber was macht man nicht alles für schöne Erinnerungen.

Ohne Gegenverkehr erreichen wir die Hauptstraße und fahren wieder zurück bis zur Autobahn. Die Strecke ist halbwegs ordentlich geräumt. Dennoch geht es nur langsam voran. Gerade auf der bergab Seite liegt doch noch mehr Schnee und Eis als ich erwartet hatte. Jedoch nix, was uns vor ein Problem stellt.

Und so bleibt mir die Zeit und Ruhe, euch zu Danken für die nette Gesellschaft während dieser Tour. Lieben Dank, dass ihr wieder mit uns gereist seid, Daumen und Kommentare dagelassen habt, mit uns gefroren habt und euch mit uns gefreut habt. 

Ohne euch alle da draußen, wäre hier schon lange nix mehr los. Es bedeutet mir viel, zu sehen, dass so viele mit uns reisen und sich an unseren Blogs und Videos erfreuen. Die beste Motivation die man sich vorstellen kann ist euer aller Feedback per Email, Kommentare, Klickraten bei YouTube und, und, und. Ganz herzlichen Dank für all dies!

Und was erwartet uns alle nun im Jahr 2021?
Was lange Trips angeht, hab ich noch keinen Plan, nur Ideen und Vorstellungen. Die sind aber nicht spruchreif. Solange sich an der Corona Front und den Grenzen nix tut, plane ich auch nicht. 
Vorerst reisen wir weiter wie bisher: Wochenendtrips alleine oder mit Freunden. 

Bis in Kürze und bleibt gesund.

Viele Grüsse

Kai, Co-Pilot, Friedrich und Zottl

  

GPS Koordinaten:

Tunnel zum Lago di Lei

      

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Kommentare: 1
  • #1

    Joachim H. (Mittwoch, 10 März 2021 22:15)

    Hallo Kai, 18er Alus würden Zottl meiner Meinung nach hervorragend stehen (sieh Dir zur Anschauung mal den Kasten von Timo an)...Und für die kalte Jahreszeit dann einen Satz Winterreifen auf Stahlfelgen, das ist in meinen Augen die praktischste Wechsellösung, wenn man keine Ganzjahresreifen verwenden will und eine hilfsbereite Werkstatt in greifbarer Nähe hat (bzw. den Wechsel vielleicht sogar selber vornehmen kann). Liebe Grüße, Joachim