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#278 WomoWallisWhisky 2021 - Es wird anders...

 

Schönen Guten Morgen,

 

wirklich schön? Unklar! Dafür müsste jemand rausschauen.

Doch immerhin hören unsere sechs Paar Ohren keine Regentropfen auf Zottl's verbeultem Dach platzen. Ist das ein positives Zeichen? Oder schneit es womöglich und wir hören deswegen nix?
Draußen auch sonst noch alles ruhig, nix zu hören. 

Ich quäle mich aus dem Bett, Heizung hochdrehen auf 21 Grad, und nix wie zurück unters Federbett. Sowas Mitte Juli, im Hochsommer... Wobei dies Jahr von Hochsommer ohnehin nix zu sehen ist. Was es im Überfluss gab, ist Regen, Regen, Regen.

 

Nach kurzer Zeit steigt Wärme auf, was es mir ermöglicht, tatsächlich aufzustehen. Anziehen und kurz das Handy checken. Oh...geht auf 9 Uhr zu und da is ne WhatsApp. 9:30 Uhr Frühstück bei den Avantis. Das nehm ich doch gerne in Kauf.

 

Punkt 9:30 Uhr steh ich halbwegs angezogen und wach, mit einem Paket in der Hand, vor dem Avanti. Natürlich kündige ich sofort an, dass ich ein Paket dabei habe als sich die Tür einen Spalt öffnet. Sofort geht die Tür weiter auf, ich darf rein...und teile umgehend mit, dass dies kein Paket für Avanti on Tour sei, sondern für mich. Ich es aber gerne im Avanti nach dem Frühstück öffnen möchte. Dirk würde mich jetzt wahrscheinlich am liebsten nicht mehr reinlassen...aber ich bin ja schon drin...hehe...

Zur Strafe muss ich aber erstmal dumm rumstehen, alle guten Plätze schon belegt, ich muss auf den Zauberwürfel im Gang. Denn Birgit und Walter sitzen schon auf den herrschaftlichen Sitzen, und Sonja und Dirk natürlich. Tja....

 

So klemme ich meinen Hintern auf den Würfel und versuche einfach mal nicht, nach hinten weg zu kippen. 

Das Essen heute morgen ist etwas seltsam. Es gibt Vollkornbrot für mich. Eine weitere Strafe für meine morgentliche Freundlichkeit? Schwer zu sagen. Es heißt zwar, es gibt auch Brötchen, doch als ich darauf zurück komme im weiteren Verlauf, hat Dirk schon alle gegessen. Das nenn ich mal ne Frühstückseinladung....hm...

 

Oh, und wie ist eigentlich das Wetter? Naja, kein Schnee, trocken, aber noch ziemlich viele Wolken am Himmel, nur kurz schaut eine blaue Wolkenlücke vorbei. Gutes Wetter ist definitiv anders. Und dann erreicht uns auch noch aus dem Wallis von Manfred die Info: bei ihm regnet es! 
Oh man....bitte nicht! Kein Regen heute wenn wir dort ankommen! Das wird nur wieder mir in die Schuhe geschoben. Und wahrscheinlich darf ich dann nächstes Jahr nicht mehr dabei sein...

                 

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Nach dem Frühstück geht es dann ans Paketli auspacken. Von Claudia, ein schöner langer Brief den ich mit Freude lese und danach wird das Paket geplündert. Für die Kamera Aufnahmen wird Walter rekrutiert, sonst ist ja niemand brauchbares im Van anwesend...oder so...

 

Mit ner riesen Tüte M&Ms, Keksen mit Smilies und Bären drauf, wackel ich später in Gummistiefeln wieder zurück zu Zottl. Verschaffe alles, schnappe meinen Kamera Rucksack und gehe auf "Wanderschaft". Ich besteige meinen Lieblingshügel in Sichtweite. Von dort gibts den besten Rundumblick auf Parkplatz und Flussdelta sowie Passstraße. Die Wolkendecke hebt sich dankenswerter Weise etwas, so dass ich den Gletscher sehe und auch sonst ein paar Berge. Als ich jedoch die Drohne starten will, stelle ich a) fest, dass die Akkus leer sind (CO-PILOT!!!) und b), dass es zu tröpfeln beginnt. Also Abbruch der Übung und zurück zu Zottl. 

 

So sehe ich gerade noch, das Walter und Birgit abfahren. Schon die Schnauze voll von den Avantis? Oder dem Wetter? Oder dem Co-Pilot? Hm....

Nein, es klärt sich auf, sie wollen am Campingplatz von Gadmen noch schnell entsorgen und warten dort auf uns. Puh, bin ich ja beruhigt. 

Ferner erreicht uns von der "Gegenveranstaltung" die Info, dass es auch bei Ihnen regnet. Na, da hoffen wir mal, dass wenn wir uns nachher um 16 Uhr in Brig treffen, niemand eine Regenwolke im Gepäck hat.

 

Gegen 11 Uhr...oder eher 11:30 Uhr, wer weiss das schon so genau, machen wir uns klar für die Abfahrt. Jeannette, Dietmar, Christian, Avantis und wir. Im Konvoi. Zurück zur Passstraße, den Sustenpass weiter runter bis Innertkirchen. Unterwegs stoßen Birgit und Walter wieder zu uns. Komplett!

Kurz sieht das Wetter mal besser aus, doch dann regnet es immer wieder. Mal mehr, mal weniger. Aber macht nix, noch liegt der Grimselpass zwischen uns und dem Wallis. Nur wenn da auch noch mieses Wetter ist, könnte es böse enden heute.

 

In Innertkirchen wende ich Zottl's Nase gen Grimsel und wir machen uns an den Anstieg.

 

Und was dann kommt...ist praktisch nix! Wir fahren durch herrliche Landschaft, an markanten Felsen vorbei, durch schöne Kurven, an Stauseen und deren Mauern...doch sehen tun wir davon nix! Nebel! Nur unten noch etwas Sicht, später erwischt uns eine dicke, trübe Suppe Wolken in der wir rumstochern. Schon wieder! Denn letztes Jahr war es genauso! Von Juli, Sommer und Wetterbesserung ist mal nix in Sicht. Aber auch gar nix.

 

Co-Pilot und Friedrich sitzen betrübt neben mir. Versunken in sich und der Nebelwand die uns umgibt. Hinzu kommt, dass ich seit gestern fröhlich in das Mikro meiner Cockpit Kamera laber, aber noch nicht gemerkt habe, dass ich sie falsch angeschlossen habe. Alle Aufnahmen für die Katz und ohne Ton! Das stelle ich dann zu allem Übel auch erst übermorgen fest....

 


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Aber bleiben wir im heute. Denn das heute ist eigentlich schon übel genug. 

 

Wir erreichen nach 20 Minuten Nebel stochern endlich die Passhöhe. Bei tiefer einstelliger Temperatur gibts einen kurzen Stopp. Zu sehen ist nicht viel, ein ordentlicher Wind treibt den Nebel über den Parkplatz. 

Wir bleiben nicht länger als nötigt, werfen einen Blick auf den Passsee und ich bin froh, als ich wieder in Zottl sitze und weiter fahren darf.

 

Am See entlang, Nebel. Auf der anderen Seite den Berg runter....Nebel...doch dann, als wir etwas tiefe kommen, Sicht auf den Furkapass. Aha...immerhin. Meine Nebensitzer haut das aber noch nicht aus den imaginären Socken. Die Mundwinkel hängen nach unten. Einfach nur traurig die beiden. 

 

Doch je weiter wir runter kommen, desto scheinbar besser wird das Wetter. Die Straße ist trocken, das Licht freundlicher, ich meine sogar mal kurz etwas Sonne zu sehen. 

Doch unten im Obergoms angekommen, herrschen wieder Woken und Grau vor. Oh je!

 

Aber hilft ja nix, wir können nicht einfach gen Nufenenpass und Tessin abbiegen. Erstens ist das Wetter dort nicht besser und zweiten müssen wir ja nach Brig. Denn da findet ja heute Abend eine Wein- und Whiskyprobe statt. 
Somit, weiter gen Brig. 

Wenig später passiert es aber tatsächlich. Die Magie des Wallis? Oder von Manfred? Oder meine Unfähigkeit meine Wolke mit ins Wallis zu locken? Man weiss es nicht, doch wird das Wetter besser. Erst steigt die Temperatur, dann sehen wir Sonne, blaue Lücken am Himmel. Die werden immer größer, je weiter wir gen Naters kommen, wo wir Manfred abholen um dann gemeinsam nach Brig zu fahren. 
Ja ist das verrückt, irgendwann wird es sogar warm im Cockpit, die Sonne scheint, ich muss die Klimaanlage anstellen, Co-Pilot und Friedrich werden immer aufgeregter und freudiger. Machen große Augen und können es glaub genauso wenig fassen wie ich: hier ist schönes Wetter!!!

Seit Tagen Dauerregen bei uns, Überschwemmungen und Kälte. Dann kommt man ins Wallis und....Sonne...die Temperatur klettert über 20°C. Wird das heute doch noch ein herrlicher Tag mit tollem Wetter, Freunden und guten Drinks?

 

Gegen 14 Uhr erreichen wir, ziemlich pünktlich Naters und schon stehen wir kurz darauf vor der Subaru  Garage St. Christophe. Dem Reich von Manfred und seinem Werkstatt Team. 

 

       

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Wir parken unsere Vans und als erstes mal: Pullover aus. Schritt vor die Tür...uff...ganz schön Warm hier! Ein echter Temperaturschock im Vergleich zu den vielleicht 10°C am Steingletscher.

 

Zuletzt war ich hier vor einem Jahr, schön wieder einen Fuß in die heiligen Hallen von Manfred zu werfen. Wir rasten eine Stunde, trinken Kaffee, essen Kuchen und der ein oder andere trinkt schon mal ein Radler. 

Ich halte mich da lieber an den Kuchen.

 

Gegen 15 Uhr heißt es aufsitzen und weiterfahren. Weit ist es allerdings nicht mehr. Gerade mal 3 km später sind wir in Brig und fahren auf den Hof eines anderen Autohändlers. Hier dürfen wir eine Nacht parken. So organisiert von Manfred.

Wenig romantisch zwar im Gewerbegebiet, aber dafür viel Platz für 20 Vans und super nah an der Sempione Distillery wo es um 17 Uhr ja hin geht. So muss auch heute niemand mehr fahren und alle die mögen, können mittesten.

 

Wir sind mit die Ersten die eintreffen. Moni und Beni stehen schon da und ein paar wenige andere. Für Zottl habe ich Glück, finde einen der wenigen Schattenplätze, so müssen Co-Pilot und Friedrich nicht so sehr schwitzen. Natürlich parke ich rückwärts ein, so dass die beiden das Treiben auf dem Platz schön betrachten können. 

Als nächstes die Canon R6 aufs Gimbal und ab vor die Tür. In der Sonnen nun richtig heiß, der Himmel blau und nur die Berge noch hir und da umwölkt. Kurz tröpfelt es sogar noch, doch hat meine Regenwolke diesmal keine Chance gegen Manfred's Gut-Wetter Gen. Was ein Glück!

Die Stimmung daher prima, es treffen immer mehr ein und alle haben Freude an dem Wiedersehen. Manche hab ich seit einem Jahr nicht mehr gesehen, es ist eine große Community die hier wieder zusammen kommt. Einfach herrlich! Und das praktisch alles nur, weil unser Team einen YouTube Kanal und Blog betreibt. Da sag nochmal jemand, Social Media / YouTube entfremdet und vereinsamt die Menschen. In meinem Fall stimmt das auf keinen Fall. Was hier an Freundschaften und Kontakten entstanden ist, ist einfach phänomenal und macht mich echt glücklich.

Selbst unsere Sizilianer, Wolle und Team, sind wieder mit dabei. Für uns bedeutet das: 5 Liter leckeres Olivenöl von der Sonneninsel. Danke fürs Mitbringen Wolle!

Auch Mink und Indy sind dieses Jahr dabei, was mich besonders freut, hab ich sie doch auch schon ewig nicht mehr gesehen. Und Ihre Anreise ist nicht zu verachten, kommt Sie doch extra für das Wochenende von Koblenz zu uns hier ins Wallis!

Ja, Dirk & Sonja wohnen da auch und kommen auch...aber das zählt nicht. Die sind zu zweit. Mink und Indy sind alleine unterwegs.
Aber wie auch immer, ich freue mich einfach, dass wieder sooo viele unserer Einladung ins tiefe Wallis gefolgt sind. Auch das ist nicht selbstverständlich, denn der Weg war für viele echt weit! 
Als Dank dafür und für vieles andere auch, gehen Wein- und Whisky Probe heute auf Friedrich's Budget. Er hat mal kurzzeitig die Spendierhosen angezogen und zahlt. Lieben Dank, Friedrich!

Im weiteren Verlauf der Tour erhält Friedrich aber auch noch Unterstützungszuwendungen, was ihn riesig freute.

 

Um 17 Uhr, nach einem großen Hallo und freudigen Gesprächen, bläst Manfred zum Angriff...äh...zum Abmarsch. Wir verlassen unsere Vans und ca. 30 Leute machen sich auf den Weg über die Hauptstraße zur Sempione Distillery.

 

Co-Pilot und Friedrich bleiben alleine zurück und haben die überaus wichtige Aufgabe erhalten, alle Vans im Auge zu behalten. Wir sind hier zwar im Wallis, da passiert nix, aber dennoch... Sie nehmen die Aufgabe sehr ernst. Ausgestattet mit Funk halten sie Augen und Ohren offen. 

Im Nachhinein denke ich nur, sie hätten das mal lieber in der kommenden Nacht gemacht und nicht jetzt über Tag. Aber ich will nicht vorgreifen.

 

Wir laufen also zur Distillery, niemand wird überfahren beim überqueren der Straße, und werden kurz darauf von zwei netten Herren der Sempione Distillery empfangen....

Und was an diesem Abend dann noch alles passiert, das seht ihr im nächsten Video und lest ihr im nächsten Blog. 

 

Viele Grüsse und bis in Kürze.

Kai und die Aufpasser

 



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