#3 Die 4 von der Teststrecke - Frühstück on Track!

Guten Morgen,

 

uh…das war jetzt nicht unbedingt eine gute Nacht… Warum? Keine Ahnung? Der Co-Pilot hat nicht geschnarcht, Friedrich keine Geschichten im Schlaf erzählt und dennoch. Die Nacht war nix. Dann schau ich doch mal auf die Uhr. Waaaas????? Nee, oder? 7:00 Uhr! Am Sonntag! Und ich wach! Warum????….seufz…

 

Wo ich jetzt schon früh wach bin. Kann ich ja doch meinen Plan umsetzen. Ich hab etwas dabei, dass ich jetzt seit Tagen durch die Gegend schaukle. Das immer größer wurde und immer wieder in die Schranken gewiesen werden musste. Jetzt ist es Zeit, das Teil rauszuholen und ordentlich zu kneten!

 

Somit: anziehen und raus aus den Federn!

Kühlschrank auf: raus mit dem Ding.

 

Da liegt es vor mir. Ein großer Klumpen. Kalt und recht fest: Hefezopf Teig!

 

So kann ich den aber nicht weiter verarbeiten. Der muss weicher und wärmer werden. Also: rein damit in meine große Schüssel, aus der ich normalerweise Salat Futter. Und rein in den Backofen…äh…das Bad. Heizung auf 22 Grad, beide Ausströmer im Bad öffnen und los geht’s. Der Wärmeprozess startet. 30 Minuten später ist der Teig zumindest außen wärmer. Ich beginne nochmals zu kneten. Benötige Mehl…oh was ne Stauberei. Das ist ja ein mörder Dreck im Kasten. Eigentlich sollte man sowas nur vor dem Kasten machen. Aber bei Minus 2 Grad…hm…eher nicht.

 

So knete und kämpfe ich mit dem Teig. Mache ihn geschmeidig. Dann rolle ich zwei dicke Würste. Es gibt einen Bausatz-Zopf. Nur eine lange Wurst zu rollen, funktioniert nicht. Der Co-Pilot will nicht helfen, hat Angst, schmutzige Tatzen zu bekommen. Zudem ist das Brett, auf dem ich rolle, deutlich zu kurz. Aber is ja wurscht.

ls die zwei Würste fertig sind, lege ich sie in den kurz vorgeheizten Omnia Ofen. Deckel drauf. Ab auf den großen Gasbrenner. Einige Minuten Vollgas. Dann kleinste Flamme für 45 Minuten. In der Zwischenzeit mache ich die Sauerei weg. Friedrich schaut ganz genau hin, dass auch wirklich kein Mehlkorn übrig bleibt.  Manchmal komme ich mir vor wir der Sklave meiner Mitreisenden!

 

45 Minuten später, im Beisein von Ädu, der ja der Zopf-Spezialist ist, hebe ich den Deckel. Hui….oh je…der Zopf ist ja tierisch aufgegangen. Sieht top aus. Allerdings noch kaum eine Brauntönung. Ich beschließe, dem Zopf nochmal 15 Minuten zu geben. Aber auch danach, wenig Farbe. Klar, könnt jetzt noch Ei drüber verstreichen für ein schöneres Aussehen, aber ich lasse es. Keine Lust auf noch mehr Sauerei, zudem fehlt mir ein Pinsel. Ich gebe nochmal 15 Minuten dazu. War sehr viel Teig.

 

Während der Wartezeit, geh ich vor die Tür und fliege ne Runde. Die Mavic macht auch hier einen top Job. So macht es Spaß. Weit und hoch…in atemberaubender Landschaft. Schön während des Flugs freu ich mich auf das Schneiden der Videos.

 

Nach 20 Minuten Flug lande ich, mein Handy piept schon seit 5 Minuten. Zopf ist fertig. Schnell zu Zottl, Deckel hoch, gut! Gas aus! Abkühlen lassen.

 

Mittlerweile ist Jens mit seiner Duschorgie fertig, Silvio auf dem Rückweg von seiner morgendlichen Wandertour und Ädu gibt auf, TV Empfang zu finden. Ohne Silvio besprechen wir kurz das weitere Vorgehen: Frühstück!

 

Ich schlage vor, draußen zu essen. Es ist sonnig, wenig Wind, die Temperatur schon gut im Plus. Im Van zu essen wird eng zu viert. Zustimmung für Essen unter freiem Himmel ist schnell gefunden. Super! Dann läuft auch Silvio ein und erweitert die äIdee um eine tolle Nuance: lass uns Tisch und Stühle auf die schöne freie und geräumte Fläche hinter den Vans stellen.

Das bedeutet zwar einen weiteren Weg und wir müssen eine Schneeböschung hoch, aber die Idee findet sofortige Zustimmung.

 

So bauen wir alles auf. Schleppen Essen und Trinken und Zopf über die Böschung in Richtung Tisch und sitzen 30 Minuten später glücklich umde Tisch und mampfen unseren Zopf. Dazu gibt’s Eier, Bündner Fleisch, Käse aus Juf, Honig, Marmelade, Nudossi, Erdnussbutter, Wurst usw. Wir speisen wie die Könige in einer Umgebung die einfach der Knaller ist. SO hab ich noch nie gefrühstückt. Wir sitzen auf dem Fahrsicherheitstrainingsplatz der BMW Schweiz AG und haben unseren Spaß. Die „4 von der Teststrecke“ bringt Jens irgendwann treffend hervor. Eine sehr passende Beschreibung!

 

Gegen Mittag lässt die Sonneneinstrahlung nach, hohe Wolken schieben sich vor die Heizung. So räumen wir alles wieder auf, machen alle Kästen klar und rollen um 13 Uhr, gefolgt von einer Drohne in der Luft, wieder die Passtraße runter. Dabei sind meine Mitreisenden Kollegen leider etwas ungeduldig. Als ich kurz auf der Straße stoppe, um die Drohne am Himmel umzuplatzieren, überholen mich alle drei….somit wars nix mit einer weiteren schönen Aufnahme von 4 fahrenden Kästen. Schade! Wäre eine schöne lange Strecke gewesen auf der ich uns alle toll hätte ins Bild setzen können. Sehr schade! Nächstes Mal muss ich wohl klarere Anweisungen geben. Sprich: Niemand...aber auch NIEMAND überholt den Drohnenpiloten. Egal wie viele Autos auf einer Nebenstraße hinter uns warten müssen. Schließlich drehen wir hier einen Film! :))

        

     

Als wir viele Kilometer später durch den einen oder anderen Tunnel fahren, bemerke ich plötzlich im rechten Außenspiegel ein Blinken. Wieso blinkt es da? Da ist doch eigentlich gar nix. Ein weiterer Blick in den Spiegel bringt Gewissheit: das ist meine Solar-Leuchte die noch draußen hängt. Sie ist von oben mittlerweile nach unten gerutscht und hängt nun auf Höhe des Schiebetürhandgriffs. Oh, oh….hoffentlich fällt die Leuchte nicht noch ab!

Als ich ein Stück weiter denke, fällt mir ein: der Temperatursensor hängt auch noch draußen. Ups…. Hab bei der Abfahrt wohl zu viel Drohne im Kopf gehabt.

Bei der nächsten Möglichkeit fahre ich raus und hole die beiden Dinge ins Innere. Natürlich verliere ich dadurch den Anschluss an die Gruppe. Aber macht nix, ich weiß ja, wo der nächste Treffpunkt ist: dort wo alles begann, am Lidl in Landquart.

 

Dort kommen wir auch ohne weiteren Stopps an. 3 Kästen stehen schon in Reih und Glied. Zottl wird dazu geparkt. Wir schießen ein weiteres Sprungfoto, verabschieden uns und fahren anschließend mit den unterschiedlichsten Zielen von dannen. Jedoch mit der Gewissheit, dass dies nicht die letzte gemeinsame Tour dieser Truppe war. Wir hatten gut Spaß, die Stimmung stimmte und auch sonst war alles sehr harmonisch.

 

In guter Stimmung rollen wir als letzte vom Parkplatz und auf die Autobahn. Da rollt es über lange Strecken leider nur stockend und langsam. Rückreise und Bettenwechsel. War zu erwarten gewesen, daher kommt kein Ärger auf. Nach der Entsorgung gehen wir noch Zottl waschen, Garage Nussbaumer in Rothenthurm. Beim Jeton kaufen, stelle ich fest: kein Münzgeld dabei! Und nur ein 50 CHF Scheint im Geldbeutel. Dann muss ich wohl viele Jetons kaufen….es klingelt wie im Casino als der 50 CHF Schein verarbeitete wird. Unten kommen 50 Jetons raus gesprudelt. Juhu…wir haben gewonnen!  

 

15 Minuten später erstrahlt Zottl in neuem Glanz. Er bekam einmal alles! Da die Straßen trocken sind, besteht auch keine Gefahr, dass er wieder massiv eingesalzt wird auf dem Weg nach Hause.

 

Somit ist auch dieser Trip erfolgreich zu Ende gegangen und wir freuen uns auf den Nächsten.....

 

Viele Grüsse und lieben Dank fürs Mitreisen!

 

Kai

 

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